Kosso. 311
J^Pen, theils die abgestreiften Blumen untermischt mit den zottigbehaarten''tlienstielen und Blättern. Der Geruch ist gewürzhaft, an den Geruch deruthen der Sambucus nigra erinnernd, der Geschmack sehr widrig, adstrin-er "l und kratzend bitter.
Eine braune Waare, an welcher die Bracteen und Kelchblätter eine kaum"nenswertke rothe Farbe aufweisen, ist als eine alte oder verdorbene zuAchten.
m Bestandteile. Bedall fand in dem Kosso ein eigentümliches, stearo-^ Dai 'tiges flüchtiges Oel, Gerbsäure, Essigsäure, Valeriansäure, Oxalsäure, unds schon von Pavesi gefundene Kos sin oder Taeniin, den bandwurmtrei-e öden Bestandtheil in Gestalt einer harzartigen, kratzend bitterschmeckenden,^hlosen, in Wasser wenig, in Weingeist, Aether, Alkalien leicht löslichen
-j, Anwendung. Kosso ist als ein vortreffliches wurmtreibendes Mittel (gegenBothriocephalus, Askariden) befunden, an welchem jedoch die Aus-ZUng gemacht wird, dass es nicht immer neben der Abtreibung des Band-jy l0 ies in kleinen Stücken auch die Beseitigung des Taenienkopfes sichere.
1 Vorwurf ist begründet, und müssen deshalb die Abyssinier, denenjj° 8 s° ein gewöhnliches Hausmittel ist, alle zwei bis drei Monate ihre Portion^ nehmen, um sich von den Qualen, welche der Bandwurm verursacht, frei§ , plten. Beim Einnehmen des Kossos macht sich zunächst ein Kratzen im,' u üde bemerkbar und häufig erfolgt etwas Uebelkeit, welche bisweilen in] '' ,; chen ausartet. In sehr starken Dosen bewirkt das Mittel bei einigenSf ^ ly iduen heftiges Knurren in den Gedärmen, Magenschmerz, Kolik, Kopf-( Wf' erz , Erbrechen, Diarrhoe, Abmattung, Hinfälligkeit. Schwangeren Frauennicht oder doch nur in kleineren Dosen gegeben werden. Man giebtAuf Mittelfeines Pulver, Erwachsenen zu 15 — 20 Gm., weniger passend imV&W» oder der Abkochung (denn der wirksame Bestandtheil wird vomü tri 3er nicht gelöst). Ueblich ist folgende Methode der Anwendung. Nachdem-^Dend vorher der zur Aufregung des Bandwurms dienliche gezwiebelte®gssalat und am anderen Morgen 1 — 2 Tassen eines starken und starkij e 5j U( 'ker gesüssten Kaffees genossen sind, nimmt man eine Stunde darauf^0 r< ^ (; e ' ner frisch bereiteten Mischung aus 15—20 Gm. Kossopulver mitZuckerwasser, 30—50 Minuten später die andere Hälfte der Mischung,fyjt . ^ en Kranken Ruhe beobachten und, wenn Uebelkeit oder Brechneigungpip einige Pfefferminzkuchen oder Pfefferminztropfen (Spiritus MenthaeIfcpj.y ^Kglicus J nehmen. Nach 3 — 4 Stunden pflegt eine starke Ent-geh)? ^ er anum zu erfolgen, im anderen Falle wird ein Esslöffel Ricinusöl
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(Ap ot , ° Ssina , Kussina, Kussin. Die Bereitung dieses Stoffes ist nach Dr. Bedall^Ss r ' n München) derjenigen des Santonins aus den Cinablüthen einiger-W e i ti ;; n ähnlich und besteht in wiederholter Extraction der Kossoblüthen mitunter Zusatz von Kalkhydrat, Kochen des Rückstandes mit Wasser,Vt (hen sämm tlicher Auszüge, Filtriren, Abdestilliren und Präcipitiren desan| les mit Essigsäure, wobei Koussin als ein flockiger weisser Nieder-en zu Boden fällt, welcher jedoch sehr bald zusammensintert und harz-er ^! Satnir >enklebt, und beim Trocknen selbst in sehr gelinder Wärme mehr0 vo lnder Schlich, bei höherer Temperatur sogar sehr leicht braun wird.
bereitetes und getrocknetes Kossin stellt ein in geringer Menge° Se s, in grösserer Quantität jedoch eigentümlich nach Juchten riechen-