Kamala.
■, Epilepsiemittel von Arnim . Brotwürfel werden mit einer Lösung von 100,0—v.0,0 Schwefelleber mit und ohne Birkentheer in 0,6 Liter Weingeist benetzt. BeiJ'chterfolg ist noch eine Mischung aus 500,0 Milchzucker und 15,0 Schwefelbliithe11 nehmen. Die Brochüre, worin dieses Mittel mitgetheilt wird, kostet 3 Mark.
Epilepsiemittel von G-adeen hat eine ähnliche Zusammensetzung.
Kamala.
t „ Rottler a tinctoria Roxbubgh, Mallotus Philippinensis Müller , eine imGlichen Australien, China und in Vorderindien, besonders auf Malabar unde ylon, auch auf den Philippinen einheimische baumartige Euphorbiacee.
„ Kamala, (ilamlnlae Rottierae, Kamala, ffnrrus, Wurus, Waras, die die Frucht^."ännten Baumes bedeckenden Drüschen, befreit von den gewöhnlich beige-echten Fruchthärchen.
Im Handel kommt die Kamala oft mit verschiedenen vegetabilischenund Trümmern, meist mit mehr oder weniger Sand verunreinigt oder( ]j lischt vor. Die Droguisten halten sie als rohe und als gesiebte Waare,letztere selten gänzlich vom Sande befreit. Durch Absieben lässt sicha grosser Theil der damit vermischten Härchen, welche sich flockig an ein-^ er legen, und andere Pflanzenreste beseitigen. Die Absonderung des Sandeska[[ geschieht in der Weise, dass man die gesiebte Kamala mit möglichst6 Wasser oder einer kalt bereiteten Lösung von 1 Th. Natronnitrat inH • Wasser durchrührt, und nach Verlauf von 10 Minuten die oben auf-et^'^fflende Kamala abschöpft, auf ein angefeuchtetes Colatorium bringt, mit
Wasser abwäscht und nach dem Abtropfen auf Tellern ausgebreitet anfeaj ' ll ft abtrocknen lässt. D er Sand hat meist eine rothe Farbe und findetgEinJj. Verwendung. Die von den Härchen so viel als möglich, vom Sande8 k' C k befreite Kamala ist die zum innerlichen Gebrauch verwendbare Waare.dfij turnen auch Kamalasorten inAr^ ^ an del, welche von anderenRottlera gesammelt sind und^irk SC ^ e ' n ^ c k dieselbe medicinischeS Ut )^ haben. Diese Sorten soll-a ls officinelle Drogue
Hauf}, !9 en schaften. Die Kamala des' 0<! feer 8 ein nicht schweres,
ziegelrothes bis braun-^Ssig.' "icht durchweg gleich-es f, 8 Pulver, in seiner Haupt-
-aii„ aus durchsichtigen
10 then Körnchen (Kamala-Cn ^ untermischt mit gelblich-fl " °der gelben Sternhärchen
Fig. 65. a. Kamaladrüschen unter sehr verdünnter Aetz-fcalilauge gesehen. 200faclie Yergr. b. Ein Dräschenvon der Seite gesehen, c. Sternhärchen.
" • ö^oen öternharchen,
4,Si S * en > Sand. Die Kamala ist geruch- und fast geschmacklos, etwas leichterSei > auf welchem sie schwimmt, ohne etwas Lösliches an dasselbe abzugeben.
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