Kali carbonicum.
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Verunreinigungen, welche die gereinigte Pottasche für den pharmaceutischen-^brauch verwerflich machen, sind Kaliumcyanid. Vergl. unten 8. 249.w Eine Verfälschung mit Natroncarbonat wird hier passend in folgender.eise erkannt. 2,5 der gereinigten Pottasche werden in circa 15 CC. destil-lr tem Wasser gelöst, filtrirt, das Filter mit 10 CC. destillirtem Wasser nach-•^Waschen und das Filtrat mit 5,5 gepulverter Weinsäure nach und nachErsetzt und durch Erwärmen von der Kohlensäure befreit. Nach dem Erkalten<5'ebt man 50 CC. Weingeist dazu, sammelt nach Verlauf einer Stunde dena,ls Bitartrat bestehenden Bodensatz, wäscht ihn mit circa 50 CC. Weingeista,l8 > trocknet ihn im Wasserbade und wägt. Dieses trockne Bitartrat wird
mit 100 CC. einer bei gewisser Temperatur (z. B. 15 —17° oder 17 —9° C.) gesättigten Weinsteinlösung übergössen, unter wiederholten Umrühren?1,v ei Stunden bei derselben Temperatur, bei welcher die Weinsteinlösung dar-stellt ist, macerirt, dann in einem Filter gesammelt, mit 50 CC. derselben'einsteinlösung nachgewaschen, hierauf getrocknet und wieder gewogen. Waser nun weniger wiegt, mit 0,28 multipücirt ergiebt die Menge des über den»^öhnlichen Sprocentigen Gehalt hinausgehenden, gegenwärtig gewesenen^sserleeren Natroncarbonats an. Diese Menge ist entweder eine ungehörige'"■'er in betrügerischer Absicht zugesetzte, je nach ihrem Umfange.
k Anwendung. Die gereinigte Pottasche findet meist nur Anwendung zu/■vstiren, Injectionen, Waschungen, Umschlägen, Bädern, Salben etc., seltenlir Darstellung von Saturationen.
k III. Kali carbonicum purum, Kali carbonicum e Tartaro, Kali subcarbonicum,n,. Tartari, Alkali vegctabile aeratum, reines Kalicarbonat, reines kohlensaures Kali,^'"•Steinsalz (K0,C0 2 = 69 oder K 2 C0 3 =138), das durch Erhitzen aus dem^fliehen reinen Kalibicarbonat erhaltene Salz.
Eigenschaften. Das officinelle reine kohlensaure Kali ist ein trocknes,„, ( ^ s ses, grobkörniges oder ein weisses, krystallinisches, grobes Pulver, geruchlos,^.^lisch reagirend, von laugenhaftem Geschmacke. Es enthält gewöhnlich|.' H zu 4 Proc. Wasser (hygroskopische Feuchtigkeit) und bis zu 5 Procentj, a ^hicarbonat. An der Luft zieht es Feuchtigkeit an und zerfliesst zuletzt.g, S . farblos in gleichviel Wasser, nicht in Weingeist löslich. In der Roth-Abhitze schmilzt es, in der Weissglühhitze verdampft es. Mit Säuren über-° s sen braust es stark auf.
^ Aufbewahrt wird es wegen seiner hygroskopischen Eigenschaft in mit0l ken gut verstopften Glasflaschen.
^ Prüfung. Das reine Kalicarbonat soll sich in einem gleichen Gewichtiinf' 11 ' Wasser von mittlerer Temperatur vollständig nnd klar lösen. Dieu an 8's scheinbar trübe Lösung wird nach 10 bis 15 Minuten langem Stehen4 r ' Findet nicht vollständige Lösung statt, so enthält das Salz nicht unbe-■jy.jeade Mengen Bicarbonat oder andere schwerlösliche Salze. Eine schwache% . e der mit Salpetersäure gesättigten und sauer gemachten Lösung durchtot ? ln ' trat ist zulässig, weil das reine Kalibicarbonat des Handels sehr selten
frei von Kaliumchlorid angetroffen wird.
Anwendung. Das reine Kalicarbonat ist in Sonderheit für die innerlicheSendung bestimmt und wird zu diesem Zweck stets dispensirt.