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Jalapa.
Aloeharz, Guajakharz, Lärchenschwammharz, das Harz aus den Stipites Jalapae.In einen (weiten) Probircylfnder giebt man 1 Gm. des zerstückelten Harzes,giesst weingeistfreies Chloroform (10 Gm.) darauf und erwärmt bis zuff>Aufkochen. Das Harz wird weich und backt zusammen. Mit Hilfe einerstarken Stricknadel sucht man die Einwirkung des heissen Chloroforms all»das Harz zu vervollständigen. Man giesst das Chloroform in eine tarirteSchale und wiederholt die Behandlung des Harzes mit einer frischen PortionChloroform. Die Chloroformlösung wird abgedunstet und eingetrocknet. A« 9echtem Jalapenharz löst Chloroform höchstens 6 Proc. Beträgt der eing e "trocknete Auszug mehr als 7 Proc. (0,07 Gm.), so kann das Jalapenharz Hai' zaus den Jalapenstengeln, Agaricumharz, Guajakharz, KolofoD;Myrrhenharz enthalten, denn alle diese Harze sind in Chloroform löslich*Ein Chloroform, welches 0,5 Proc. Weingeist enthält, löst bis zu 8 Proc. J»lf"penharz. Bei Anwendung des officinellen Chloroforms kann man das dariDlösliche Quantum auf 9 Proc. annehmen. Aloeharz wird durch seine Löslich*keit in heissem Glycerin erkannt. Es dürfte kaum als Verfälschungsmitt elbenutzt werden.
Anwendung. Das Jalapenharz wird als ein die Darmabsonderung anr 0 *gendes Mittel zu 0,03 — 0,1 drei- bis viermal täglich, als Drasticum zu 0,3""0,4—0,6 in getheilter Dosis, gewöhnlich in Pillen angewendet. In wässrig e0Mixturen in Emulsionen lässt es sich nicht wohl dispensiren. Für letzte 11Form empfiehlt sich die Emulsio purgativa der Französischen Pharmacop' R(siehe dieselbe auf folgender Seite sub 2).
^ Convobulnia, Resina Jalapae depurata, Convolviilin, das in seiner wei»'geistigen Lösung durch Digestion mit gereinigter Knochenkohle entfalb'Jalapenharz. Es ist sehr theuer und soll etwas schwächer drastisch wirk eI1als das gewöhnliche Jalapenharz. Es wird kaum angewendet.
Jalapina, Resina stipitunr Jalapae depurata, Jalapin, das in gleicher We ,s ®wie das vorige Harz gereinigte Harz der Jalapenstengel. Es ist von derselb e ^Wirkung wie das Jalapenharz, im Uebrigen auch eine theure Waare. Eskaum angewendet.
f Extractum Jalapae der British Pharmacopoeia. 1 Th. g 10 ^.gepulverte Jalape wird eine Woche mit 5 Th. Weingeist macerirt, ^gepresst und die filtrirte Colatur zur Extractdicke eingedampft. Der P re j,rückstand wird nun mit 10 Th. destillirtem Wasser vier Stunden hind» lCmacerirt, dann ausgepresst, zur dünneren Extractdicke gebracht, mit j e "weingeistigen Extract vermischt und bis zur derben Extractdicke (Pillenmass econsistenz) eingedampft. Dosis 0,33—0,66—1,0.
i Tinctura Jalapae, Tinctura Jalapae tuberis, wird durch Digestion1 Th. grobgepulverter Jalape und 5 Th. verdünntem Weing ei: "bereitet. Colatur 5 Th. Sie gehört zu den starkwirkenden Arzneimitteln-
Tinctura Resinae Jalapae, eine filtrirte Lösung von 1 Th.
penharz in 10 Th. Weingeist. Sie gehört zu den starkwirkenden A^®^ fmittein. Zu bemerken ist, dass diese, so wie die vorhergehende T' 1 'sich ohne Veränderung mit gleichviel und mehr Glycerin mischen lässt