Hydrocotyle.
Hydrocotyle.
Hydrocotyle Asiatica Linn . , Asiatischer Wassernabel, eine perennirende,an Ufern der Bäche und Teiche in der warmen Zone häufige Umbellifere, ausder Abtheilung Orthospermae.
■J Her ha Hydrocotyle» Asiat icae, asiatischer Wassernabel, das trockneKraut mit Stengel, Blätter, Blüthen oder Früchten. Es besteht aus langendünnen, fadenförmigen krie-chenden Stengeln mit 7—10
Ctm. von einander entfernt ,^v~\ %
stehenden Knoten, an den ^71
Knoten mit Nebenwurzeln, (C vW S
langgestielten nierenförmigen < ' y r 2-^"^ /
zahnig gekerbten, 2—3 Ctm.
breiten Blättern und kurzge- l/ k-v^ V -.
stielten Blüthen oder Früchten.
Letztere sind flach und glatt. B
Die Farbe ist braun. ,/^-vi ij
Bestandtheile dergetrock- \ / ^
neten ganzen Pflanze sind r y ^fr
nach den Angaben Lkpine's : Hy | jj g xn
Vellarin (0,86 Proc. in den | !J ^
getrockneten ganzen Pflanze, / /I ,/
0,15 Proc. in den Blättern, 1,1 / ij a
Proc. in den Wurzeln), Harz !j !j jj
8,5 Proc., Extractivstoff mit II j J
Zucker, Gummi 21 Proc. J f. 3
Das Vellarin ist eine "m j~7' .
neutrale, blassgelbe, fettem //fh S 3/S/st
flüssigem Oele ähnliche Sub- -^A 1 '»©0r - ^.-v
stanz von eigenthümlich bitte- ' )/) I
rem Geschmack und dem Ge- f\ h. A .
ruchc der frischen Pflanze,löslich in Aether, Weingeist,
fetten Oelen, bildet beim Schüt-teln mit Wasser eine Emulsion,
Fig 43 Ein Stengelstück der Hydrocotyle Asiatica mitBlättern und Früchten.
deren Filtrat opalisirt. VonAetzammon wird es gelöst,
durch Säuren aus dieser Lösung abgeschieden. Von Kalilauge wird es nicht,von Salzsäure theilweise, von concentrirter Sehwefelsäure unter Verkohlung^gelöst. An der Luft verdickt es und wird dunkler. Beim Erhitzen in einerGlasröhre verflüchtigt es sich zum Theil unter Entwickelung weisser scharferDämpfe, welche sich zu öligen Tropfen verdichten ( Lepine ). Die frische Pflanzegiebt circa 75 Proc. Saft aus.
Aufbewahrung. Die Asiatische Hydrocotyle gehört zu den narkotisch-scharfen Arzneistoffen und ist daher in der Reihe der starkwirkenden Arznei-stoffe in Glasgefässen geschnitten und als feines Pulver aufzubewahren. Dasin Pulver verwandelte Kraut darf behufs der Pulverung nur an einem kaumlauwarmen Ort und nur einige Stunden hindurch trocken gemacht werden.