Hydrargyrum. 101
on aller Feuchtigkeit befreites Gemisch von 20,0 Wachs; 20,0 Talg undOlivenöl genommen werden, es sind dann aber 50,0 Quecksilber•Dehr zu nehmen.
In Betreff der Extinction des Quecksilbers wäre zu bemerken: Es sindether, Chloroform und Terpenthinöl Htilfsmittel, welche im Anfauge der. <; it zugesetzt, die Extinction des Quecksilbers befördern. Von diesen erweist®' c h das Chloroform besonders der Extinction günstig. Ein Chloroform- odere therzusatz ist nicht zu verachten, ein Terpenthinölzusatz ist aber verwerflich.8 ertheilt letzterer nicht nur der Salbe eine die Haut reizende Eigenschaft,pudern er wirkt auch nur anfangs extinguirend, und später scheint er, wiele Praxis lehrt, der Extinction äusserst hinderlich zu sein.
Ist man genöthigt, die Arbeit der Extinction eine Nacht ruhen zu lassen, ac > am anderen Morgen erst wieder fortzusetzen, so reibe man vor Beginn, r Arbeit nicht in der Masse, ehe diese nicht erwärmt ist. Im anderen Fallej rüe kt man aus der starren kalten Masse grössere Quecksilberkiigelchen heraus,der Winterkälte ist dies besonders zu beherzigen.
Das Quecksilber ist getödtet, wenn eine kleine Portion der Masse, auf, ,. ac hspapier glatt und dünn ausgestrichen, unter einer schwachen Loupe keine^uzenden Metallkügelchen mehr erkennen lässt. Nun wird das halberkaltete''Delzgemisch aus Fett und Talg der Quecksilbermasse untergemischt.
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, . Prüfung. Ist man genöthigt, die Quecksilbersalbe auf Quecksilbergehaltungehörige Beimischung zu prüfen, so löst man sie mit Benzin und^ as cht das Ungelöste mit Aether ab. Das specifische Gewicht der officinellen^ecksilbersalbe ist 1,32 —1,33, es wird also ein haselnussgrosses Stück der( j ,e , mittelst der Weingeistflamme an seiner Oberfläche angeschmolzen, aufofficinellen Syrupus simplex schwimmen, aber nach Verdünnung vonu Gm. des Syrups mit 10 Tropfen (0,6 Gm.) Wasser bestrebt sein, dariner zusinken. Da an Fettsubstanzen Luft beharrlich adhärirt, so ist die Probeer wiederholtem sanftem Schütteln auszuführen.
Anwendung. Die graue Quecksilbersalbe findet mitunter innerliche An-j, r ' n dung zu o,l—0,2—0,4 einige Male täglich in Pillen- und Bissenform beii^Philigj Phthisis etc. Aeusserlich dient sie als Einreibung bei Entzündung• 1 r Brüste, der Ohrendrüsen, überhaupt bei Drüsenverhärtungen, auch bei( " e ren Entzündungen, wie Lungenentzündung, Brustfellentzündung, Bauchfell-j |', lz üridung, Croup, ferner bei Panaritien, Pocken, syphilitischen Leiden etc.s äusserliche Anwendung der Quecksilbersalbe erfordert alle Vorsicht. Oftu "i nach wenigen Einreibungen erfolgt eine rosenartige Hautentzündung oderj 1 J c urial-Speichelfluss mit seinen Nebenerscheinungen. Behufs subcutanerjj 1 J e ction wird nach Lebert 1 Th. der Salbe mit 4 und auch mit 9 Th.a üdelöl gemischt.
'nguentum Hydrargyri eine reu m fortius. Unguentuin Hydrargvri Phar-Britieae. Unguentum Hydrargyri dnplicatuin, Unguentuin mercuriale duplex,t re Quecksilbersalbe, doppelt starke Mercurialsalbe, LouvuiEit'sche Salbe. 100,0dn^^ilber werden mit 20,0 alter grauer Quecksilbersalbe extinguirt
®it einer Salbe aus 80,0 Schweinefett (Ph. Fr. Gall. Adeps benzoinat.)10,0 Bienenwachs gemischt. (Spec. Gewicht circa 1,68).