Druckschrift 
2 (1878)
Entstehung
Seite
99
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Hydrargyrum.

®!ttel. Die Schädlichkeit des Dunstes des auf den Boden verschütteten Queck-' 'Ibers zu vermindern, dient sublimirter Schwefel, welchen man ausstreut.

Nach einer letalen Quecksilbervergiftung sind Untersuchungsobjecte: Con-enta des Darmtractus, Leber, Lunge, Pancreas, Galle, Blut, Harn, Faeces,'Peichel, Speicheldrüsen. Erfolgte der Tod nach 3 — 4 Tagen, so ist die^genwart von Quecksilber in den Contentis fraglich, und Untersucliungs-bjecte sind dann Leber und Blut, wenn Erbrochenes und Darmentleerungen^cht mehr vorhanden wären.

Behufs Ausmittelung des Quecksilbergiftes wird der organische oder thieri-e Gegenstand in eine gläserne Retorte gegeben und durch Kochung inenig Wasser unter allmählichen abwechselnden Zusätzen von Salzsäure und^.aüchlorat zerstört. Die Lösung enthält dann das Metall als Chlorid (in der°r!age finden sich Brom oder Jod, wenn die Vergiftung mit Bromid oder' des Quecksilbers stattgefunden hätte). Gegenwärtiger Zinnober, welchergiftig ist, wird sich theils durch seine rothe Farbe, theils durch einen £ere Resistenz gegen das einwirkende Chlor zu erkennen geben.

Man kann auch den ausgetrockneten Untersuchungsgegenstand mit con-Utrirter Schwefelsäure zerstören und verkohlen und den Rückstand mit Königs-a 8ser extrahiren etc.

p. Nach letalen Vergiftungen durch Quecksilberdämpfe dürfte höchst selten"lecksilber in den Körpertheilen und den Secreten nachzuweisen sein.

Behufs Nachweises von Quecksilberdämpfen in Wohnungsräumen, Werk-( | f atte n etc. hängt man mehrere blanke, goldene und kupferne Münzen in verschie-e Qer Höhe der Räume auf. Innerhalb von 2 — 8 Tagen pflegen die Münzenihrer Oberfläche einen weissen Quecksilberanflug aufzuweisen. Schnellerln gt der Nachweis, wenn man Glastafeln aufhängt, welche mit einer ammo-^kalischen Silbernitratlösung benetzt sind. Man tropft diese Lösung auff 6 dastafeln und lässt sie darauf an einem staubfreien Orte eintrocknen. Die(jj '°sen Salzflecke werden in einer Quecksilber enthaltenden Atmosphäre grau

Gl

Schwarz. Man kann auch mit Silbernitrat- oder Palladiumchloridlösung

^ääwoüe befeuchten und locker in kurze weite offene Glasröhren eingeschoben

Mehreren Stellen des Zimmers placiren.

^ Behufs Nachweises von Spuren Quecksilber in Flüssigkeiten umwickelt, n (nach J. Smitiisox und L. Gmelin ) das Ende eines starken Eisendrahtesr einer starken Stricknadel mit einem Goldblättchen und stellt es in dieist Untersuc h en de Flüssigkeit, so dass diese mit Gold and Eisen in Berührungty.' In kurzer Zeit färbt sich das Gold weiss. Wird dann der mit Gold um-iti . Theil des Drahtes über Schwefelsäure getrocknet, abgeschnitten undj tl e ,' n er circa 10 Ctm. langen, in eine lange Spitze ausgezogenen Glasröhre8 j. e ' ne TO Strome trocknen Wasserstoffgases bis zum Glühen erhitzt, so sammelta ' das Quecksilber im kälteren Theile der Röhre in Form eines grauenv u ges, welcher mit einer Stricknadel berieben sich in Metallkügelchen

handelt.

_ 1,0 > werden in Gestalt kleiner Raspelspäne in einem eisernen Pillenmörser^ der Wärme des Wasserbades erhitzt, mit 60,0 Quecksilber versetzt undbi'li em Pistill zerrieben, bis sie eine gleichmässige metallische breiige Masseen ; (Das Zerreiben ist an der freien Luft vorzunehmen.) Das AmalgamlOr ' n e i nem verschlossenen Glasgefasse aufbewahrt. — II. Zinkamalgam,in feinere Raspelspäne verwandeltes Ziuk, circa 200,0 reines Brenn-

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