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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2019
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2019

Tafel 217.

Fig.

1.

V

2.

5»

3.

V

4.

ff

5.

ff

6.

Gentiana Clusii (pag. 2007). Habitus.Gentiana Kochiana (pag. 2011). Habitus.Gentiana verna (pag. 2014). Habitus.Gentiana brachyphylla (pag. 2017).Habitus.

Gentiana ramosa (pag. 2040). Habitus.Gentiana nana (pag. 2027). Habitus.

Fig. 7. Gentiana tenelta (pag. 2026). Habitus.„ 8. Gentiana nivalis (pag. 2025). Habitus.„ 9. Gentiana frigida (pag. 2003). Habitus.„ 10a. Gentiana Bavarica (pag. 2021). Habitus.„ 10b. G. Bavarica var. subacautis (pag. 2022).Habitus.

am Grunde dicht dachziegelig, eiförmig bis fast kreisrund, bis 1 cm lang, im obersten Drittelam breitesten, oft nahezu so breit wie lang, stumpf, am Rande nur wenig oder gar nichtpapillös, glänzend, dunkelgrün, nach unten an Grösse zunehmend. Stengel fast fehlend.Blütenstiele die Blattrosetten nur wenig überragend. Blüten einzeln, endständig. Kelch röhrig,1 bis 2 cm lang, fast oder ganz ungeflügelt; Kelchzähne 3=eckig«lanzettlich, spitz, bis Vs cmlang oder länger, etwa halb so lang als die Kelchröhre. Krone stieltellerförmig, intensivblau, 18 bis 25 mm breit, mit 5 breiten, fast kreisrunden oder etwas rautenförmigen(manchmal etwas breiter als lang) Zipfeln; Kronröhre 1,5 bis 2 cm lang. Griffel kurz,ungeteilt; Narbenlappen oft papillös. — VIII, IX.

Selten auf kurzgrasigen, trockenen Stellen der Alpen, von zirka 2000 bis 2800 m.Nur auf Kalk (kalkstet).

In Deutschland selten in den Bayerischen Alpen (Hintere Wildalm in den Berchtesgadener Alpen).

— In Oesterreich zerstreut in Vorarlberg (Trittkopf), Tirol, in Salzburg, Oberösterreich, Steiermark (nördlicheKalkalpen: Dachstein, Todtes Gebirge,

Grimming, Pyrgas, Hochtor, Hochschwabusw.), Kärnten (Astner Alpen, Wischbergbei Raibl) und Küstenland (Alpe Krn). —

In der Schweiz zerstreut in den Alpen,jedoch kaum unter 2500 m.

All gern eine Verbreitung:

Pyrenäen, Alpen (von den West»alpen bis Steiermark), Siebenbürgen(G. orbiculdris Schur); nach Kus =nezow auch im Kaukasus, in Klein»asien, Armenien und Persien.

Diese Pflanze, die erst von Kit»ener (vgl. Bulletin Soc. Vaud. Bd. XXII,

1880) richtig erkannt wurde, wird von

Marie S o 11 o k o v i c ganz sicher zu Unrecht „ _ .. _... . , . , ,

Fig. 2993. Gentiana Favrati Rittener. a, b und c Blühende und ab-

— wie audl C. S C hr O e t e r hervorhebt — geblühte Pflanzen von verschiedenen Standorten, d Laubblatt, e Blattrandin die Nähe von G. Bavarica gestellt. (vergrössert). / Narbe (stark vergrössert).

Zweifelsohne gehört sie dem Formenkreis

der G. verna an und dürfte vielleicht eine Parallelform zu Gentiana brachyphylla darstellen (Fig. 2959) und dieseauf Kalkboden ersetzen. Jedenfalls ist G. Favrati in den Alpen viel weiter verbreitet als bisher angenommenwurde. Sie ist eine ausgesprochene Felsenpflanze des Kalkes, findet sich aber auch in Elyneten und Semper»vireten an Süd. und Westabhängen, so nach Gams am Locus classicus an der „Grand Vire" der Dents deMordes (Wallis) 2670 m auf schieferigem Schrattenkalk neben zahlreichen Laubmoosen und Flechten inGesellschaft von Sesleria caerulea, Festuca Halleri, Carex ferruginea, Salix retusa, Silene exscapa, Cerastiumlatifolium, Draba aizoides und D. dubia, Hutchinsia alpina, Arabis alpina, Saxifraga oppositifolia, S. moschataund S. androsacea, Hedysarum obscurum, Soldanella alpina, Myosotis Pyrenaica, Galium anisophyllum, Bartsiaalpina, Campanula Scheuchzeri und Homogyne alpina.