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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
Entstehung
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1926
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1926

das 19. Jahrhundert. So heisst es z.B. in den dissertationes de Manna von A. Deusingius, Prof. Groning.und Joh. Chrysost. M a g n e n u s , Patavinus Prof. (zitiert bei Zwinger 1696), dass Mannaein guter und saftigerDampf der Erden, welcher durch die Hitz der Sonnen herauf gezogen, in der Luft zu einem süssen Saft aus»gekocht, durch die Kälte der Nacht zusammengedrungen und wie ein Tau auf den Blättern der Bäume, Stauden,wie auf den Kräutern, dem Erdboden und Steinen gefunden wird". Noch 1802 vertrat Klaproth eine der»artige Entstehung. Andrerseits muss hervorgehoben werden, dass bereits 1543 die beiden FranziskanermöncheAngelus Palea und Bartholomaeus ab urbe veteri zeigten, dass Manna nur der eingetrocknete Saftvon Fraxinus Ornus sei. Ursprünglich wurde das Manna nur von den Wundstellen der Bäume abgelesen,während das Einschneiden der Rinde, wie es gegenwärtig allgemein zur Erhöhung des Ertrages geschieht, erstin der Mitte des 18. Jahrhunderts aufkam. Von den zahlreichen Schmarotzern, die auf Fraxinus Ornus anzu»

treffen sind, sei nur Eriöphyes fräxini Karp.hervorgehoben, die durch ihre Gallen hervor»rufende Tätigkeit auch eine Neubildung vonLaubblättern veranlasst.

2224. Fraxinus excelsior 1 ) L. Esche,Steinesche, Asdi. Franz. : Fraisne, fresne,fraine; engl. : Ash.; ital.: Frassino, imTessin: Frasan. Taf. 213, Fig. 3; Fig. 2912bis 2918.

Das Wort Esche (althochdeutsch asc)ist gemeingermanisch (z. B. engl, ash, schwed.»dän. ask). In anderen indogermanischen Sprachentreffen wir das Wort ebenfalls an z. B. in altbulg.jastkaEsche", griech. o^vrj [oxye]Buche". Mund»artliche Formen sind Eske(nboom) (nieder»deutsch), Asch (Schwaben), Ische (Lothringen),Zusammensetzungen t a a g [zähe] Esch(Mecklenburg), K rüz es ch (Schleswig), Lang»eschel (Böhmerwald), Schäubeschä [vonschäube = beschneitein] (St. Gallen). Manchmalfinden auch Vermengungen mit dem Namender Espe (Populus tremula, vgl. Bd. III S. 61)statt. Aschp'n (Niederösterreich), Aspalter,Agspelter (Kärnten). Gaisbaum (schwäbischeAlb) geht auf die Verwendung der Blätter alsZiegenfutter, Wundbaum (Schwäbische Alb) heisst die Esche deswegen, weil man das Holz alsSympathie»mittel" zur Heilung von Wunden benutzte. In der Mark heisst der Baum Tägesch (zähe Esche) im Gegen-satz zu Fu 1 esch (Zitterpappel). Romanische Bezeichnungen Graubünden sind frasen fräschan, fressan,fräsel; grödnerisch.ladinisch sind frasina und len da böcca.

Bis 40 m hoher Baum mit starker, reichlicher und tiefgehender Bewurzelung undkugeliger bis kugeleiförmiger Krone. Borke längs» und feiner querrissig. Einjährige Zweige rund»lieh bis oval, glänzend»grau oder »grünlich, mit spärlichen kleinen, länglichen Lenticellen, kahl;Kurztriebe im Alter sehr zahlreich, knotig verdickt; Knospen kurz pyramidenförmig, schwarz,dicht filzig, aussen von 2 breiten Schuppen umhüllt. Primärblätter ungeteilt; spätere Laub»blätter 3=teilig und unpaarig gefiedert. Ausgewachsene Laubblätter kreuzweise gegenständig,etwa 5 bis 10 cm lang gestielt, samt dem Stiele 40 cm lang, (7=) 9= bis 15=zählig gefiedert;Teilblättchen eilanzettlich, am Grunde keilförmig, lang zugespitzt, klein und scharf gesägt,(Fig. 2914f) oberseits kahl, sattgrün, unterseits am Mittelnerven und an den stärkeren Seiten»nerven lockerfilzig behaart oder fast kahl, hellbläulichgrün, sehr kurz=gestielt oder sitzend,

*) Abgeleitet von lat. excelsior hervorragend, hoch. Die Esche wird bei Hildegard vonBingen als Asch, bei A1 b e r t u s M a g n u s als Fraxinus. bei Thal als Fraxinus fago similis s. F. dura seulithosteos bezeichnet.