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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1623
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1623

13. Fruchtknoten unterständig, mit dem Kelch verwachsen. Frucht eine 10»rippige Steinbeere . Gaylussacia (pag. 1622).

13*. Fruchtknoten oberständig, frei 14.

14. Hoher Straudi oder Baum. Blütenstand vielblütig. Frucht eine warzige, vielsamige, mehlige Beere A r b u t u s DLXVI.

14". Zwergsträucher oder (in anderen Florengebieten) niedrige Sträucher. Frucht eine glatte, trockene(nur bei A. alpina saftige) Steinbeere . Arctostaphylos DLXV.

15. Stengel fadenförmig, kriechend. Krone tief 4»teilig, mit zurückgeschlagenen Zipfeln

Oxycoccus DLXVIII.

15*. Stengel i aufrecht oder aufsteigend. Krone glocken« oder krugförmig . Vaccinium DLXVil.

DLIX. Ledum 1 ) L. Porst. Franz.: Ledon; engl.: Wild Rosemary.

Die Gattung umfasst 4 Arten, die sich alle im borealen Nordamerika zusammenfinden. L. g 1 a n»dulösum Nutt. und L. columbiänum Piper sind dem pazifischen Gebiet eigen, von wo erstere bis zuden nördlichen Rocky Mountains ausstrahlt. Ein weites Verbreitungsgebiet besilzt das unserem Ledumpalustre nahestehende L. Groenlandicum Oeder (= L. latifölium Ait., = L. palustre ß latifolium Hook.).Laubblätter eiförmig«elliptisch, am Grunde schwach»herzförmig, oberseits dicht rauh»hödcerig. Blütenknospenkugelig. Labrador, Arktisches Amerika südlich bis zu den Alleghannies, Westgrönland bis ca. 70° nördl. Breite,Nordsibirien. Die Pflanze liefert den Labradortee, Jamestee oder Countrytee, der in Nordamerika Ver-wendung findet. Alle 4 Arten sind Hochmoorbewohner; nur die arktische var. decümbens Ait. von L.palustre scheint trockene Standorte vorzuziehen. Die Blätter und jungen Zweige der Ledum »Artenenthalten narkotische Stoffe (Porstöl), ferner Andromedotoxin, Ericolin usw. und finden in der Medizingelegentlich Verwendung.

2141. Ledum palüstre L. Sumpf=Porst, Wilder Rosmarin, Motten» oder Wanzen»kraut, Gräntze, Brauerkraut, Tannenporst, Moor=Rosmarin, Kienporst. Franz.: Ledon desmarais; engl.: Dutch myrthe. Taf. 207, Fig. 6; Fig. 2640 bis 2642 und 2632.

Bis 1,5 m hoher Straudi mit aufrecht=abstehenden Zweigen. Laubblätter lineablanzettlichbis breit »lanzettlich, im Mittel etwa 3 cm lang und 0,3 cm breit, derb=lederig, immergrün,ganzrandig, die Ränder nach unten umgerollt, oberseits kahl oder spärlich zerstreut drüsig,glänzend, unterseits wie die Jungen Zweige dicht rotbraun=filzig. Blattstiel 2 bis 4 mm lang.Blütenstand doldentraubig, reichblütig. Blütenstiel aufrecht, mehrmals länger als die Blüte,drüsig=bekörnelt, klebrig, am Grunde mit braunroten, bleibenden Knospenhüllen. Kelch5»zähnig mit abgerundeten Zipfeln; Kelchblätter breit=eiförmig, stumpf, drüsig»klebrig. Krone5= (selten 4»)blätterig, weiss, sternförmig ausgebreitet, 10 bis 15 mm breit; Kronblätter 5 bis8 mm lang, verkehrt=eiförmig, stumpf. Staubblätter 10 (oder durch Verkümmern weniger),länger als die Kronblätter, am Grunde behaart, die inneren kürzer als die äusseren; Antherenlänglich=rundlich, an der Spitze mit 2 Löchern sich öffnend, ohne Anhängsel, kahl. Griffeletwas kürzer als die Staubblätter, mit verdickter, 5=strahliger Narbe, bleibend; Fruchtknotendrüsig bekörnelt, 5=fächerig. Fruchtstiel zurückgekrümmt. Kapsel überhängend, 3 bis 6 mmlang, eiförmig, 5=klappig von unten aufspringend, scheidewandspaltig; MittebSäulchen mitdem Griffel stehenbleibend. Samenanlagen heterotrop. Samen sehr zahlreich, spindelförmig,bis 1,5 mm lang. — V, VI.

Auf Hoch 5 und Uebergangsmooren, seltener an Hängen und Felsgesimsen; im Gebiet ins»besondere in mit Kiefern locker bestandenen Sphagnummooren. Nur im Nordosten häufiger. Immittleren Deutschland sehr zerstreut, im Süden und Westen Jetzt verschwunden. In Oester»

l ) Griech. 'kitiov [ledon] bei Dioskurides (Mat. med. 1,97) Bezeichnung für eine Cistus»Art, aus

der das „ladanum" (eine Harzart) gewonnen wird. Clusius bezeichnet den Porst als Ledum Silesiacum,

Tabernaemontanus als Ledum rorismarini folio.