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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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(adventiv früher und 1905), zwischen Isarmünd und Niederaltaich, Edenstetten im Bayrischen Walde, Nürnberg(1902, 1906), Ludwigshafen, an der Quaich bei Landau (angepflanzt); in Württemberg an der Donau und Iller;in Baden im oberen Donautal sehr selten, häufiger von Beuron abwärts, bei Rheinweiler, im Kaiserstuhl, amDreisamdamm bei Freiburg, Rastatt, Karlsruhe, Maxau und Mannheim; in Elsass»Lothringen z. B. bei Colmar,Mühlhausen, Allkirch, an der III und Mosel-, an der Main«Neckarbahn bis Frankfurt; in der Rheinprovinzvereinzelt, z. B. bei Braubach, bei Bonn, Düsseldorf, am rechten Rheinufer zwischen Honnef und der Sieg,mündung, bei Bingerbrück, Lauswardt bei Hamm, am Erftkanal bei Neuss, Gellep, im Krefelder Hafen; in derProvinz Hannover zwischen der Altenbecker und Casseler Eisenbahn, bei Celle, Eschede, zwischen Stade undAssel; im Bereich der Elbe häufiger; in Thüringen scheinbar fehlend; in Sachsen vorwiegend an der Elbe;diese abwärts bis zur Mündung begleitend; im übrigen Brandenburg hie und da im Spree, und Havel«gebiet; im Osten scheinbar ganz fehlend und nach Abromeit in Ost» und Westpreussen durch Oenotherabiennis var. parviflora vertreten; von Posen nicht angegeben; in Schlesien bei Glogau, Grünberg, Görlitz,

Hirschberg und Breslau. — In Oesterreichin Böhmen an der Elbe von Leitmeritz bisTetschen, an der Eger bis Saaz; in Nieder»Österreich an der Donau bei Wien (seit 1888);in Oberösterreich z. B. bei Linz; in Steier»mark an der Lafnitz von Beigirtl unterhalbVorau bis zur ungarischen Grenze; in Tirolum Bozen (von Hausmann angesäet und inVerwilderung übergegangen), bei Michele deSardagna zweifelhaft. — In der Schweiz beiBasel (seit 1917), um Hüningen, Aarau (1885),Zürich (in den 70. Jahren vorübergehend alsvermutlicher Flüchtling aus dem BotanischenGarten), Langendorf (1918), Aarberg (1921),Eimatt (1892), Bern (1843, 1916 u. f.), Solothurn(1904 in einer stark gegen O. biennis neigendenForm), Bahnhof St. Moritz (1905, ein fragliches,Fig. 2254. Oenothera rauricata L. Laubblattrosette. verkrüppeltes Exemplar).

Allgemeine Verbreitung

(unsicher): in Europa nördlich bis Südengland, Holland, Norddeutschland, Dänemark, in Süd»Osteuropa wahrscheinlich fehlend; Nordamerika.

Die Bewertung der systematischen Stellung von O. muricata ist sehr verschieden. Wahrend sievielfach für eine gute Art angesehen wird — namentlich die Forscher der Mutationslehre sind meist dieserAnsicht —, ziehen sie andere Botaniker als Unterart oder Varietät zu O. biennis. Gates ist auf Grund seinervielen Versuche zu dem Schlüsse gelangt, dass eine Trennung beider Arten nicht möglich sei und nur will«kürlich geschehen könne. Er rechnet alle Formen mit 12 bis 30 mm langen Kronblättern zu O. biennis, allemit nur 9 bis 15 mm langen Kronblättern zu O. muricata. L i. v e i 11 6 erklärt O. muricata als „une simple Variationque l'on retrouve chez toutes les formes du Stirpe" (d. h. O. biennis im weitesten Sinne, = O. commünisL6vl.). Auffallend ist, dass die Pflanze (gleich O. biennis) mit den amerikanischen Formen nicht vollkommenübereinstimmt, wie zuerst De Vries und A. M. Vail nachgewiesen haben. Die europäische Pflanze ist ebenfallsnicht einheitlich. Die von De Vries auf den holländischen Dünen gesammelte und für die Mutations«versuche benützte weissnervige Form, von der Bartlett behauptet, dass sie „as a native American plant"zu betrachten sei, wird als O. syrticola Bartl. bezeichnet. Ihr Jedenfalls sehr nahe steht die var.ammöphila (Focke), die sich durch dichte Beblätterung und sehr reichliche Behaarung auszeichnet, abergleich allen anderen O. muricata»Formen durch den zu Beginn der Blütezeit leicht einseitig überhängendenGipfel gut kenntlich ist. Diese Pflanze stellt in den Flugsanddünen der Nordseeinseln einen Psammophytenvon stark bodenbindender Kraft dar, der nach W. Christiansen (Allgem. Botan. Zeitschrift. Bd. XXVI/ VII,1925) gleich Hordeum maritimum, Convolvulus sepium, Atriplex arenarium und Cerastium tetrandrumin der Ausbreitung begriffen ist und seit etwa 10 Jahren auf den Nordfriesischen Inseln auftritt. Nach W.O. Focke erscheint sie an bestimmten Orten massenhaft. Auf den Inseln bevorzugt sie die Binnenseite derAussendünen und die Hänge der angrenzenden Sandhöhen, bisweilen allerdings nur in einem 20 bis 30 Schritt breitenStreifen. Weiter vom Strande entfernt ist sie viel zerstreuter und erscheint vielfach auch nur vorübergehend. ImBinnenland gedeiht sie ohne Schwierigkeit auf lockerem Sande. Eine ebenfalls sehr nahe stehende Form findet sichan der westenglischen Küste. Auf Wangeroog wird der Pflanze leider stark nachgestellt. Die Versuchspflanzen