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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Kupfer.

her das Kupfer und Kupfererz, das sie in der Regel als Chalkitis bezeichnen 1 ;Prägung von Kupfermünzen ist in Athen seit 405 nachweisbar, umfaßte aber meistnur kleinere Stücke, während z. B. in Ägypten auch große, bis zum Gewichte von90 g, ausgegeben wurden 2 . In Etrurien waren kupferne Barren schon sehr früh-zeitig im Umlaufe und blieben dies zu religiösen und juristischen Zwecken nochungewöhnlich lange und in solchem Umfange, daß Funde vorliegen, die bis10000 Stücke zählen 3 . Zu Rom beginnt die erste Prägung kupferner Münzen imJahre 335, doch bediente man sich schon vorher der in Campanien seit langemüblichen 4, ; eine wichtige Bezugsquelle blieb auch in späterer Zeit Zypern, und nochKaiser A ugustus schenkte dem H ebodes den halben Ertrag der dortigen Berg-werke 5 . Bei P linius heißt das gegossene Rohkupfer aes caldarium, das dünnereBlech aes coronarium, und das schmiede- und hämmerbare Stabkupfer aes regu-läre 6 ; der Name aes cyprinum findet sich bei ihm, bei S obibonius L abgus undV itetjvius (zu Beginn der Kaiserzeit), cyprius im Sinne von kupfern bei P linius,T bebellius P ollio und dem späten P alladius , cuprinus bei letzterem undV egetius , cuprum im Edikt D iokletians über die Warenpreise, und cyprum inderKaisergeschichte" (bei C abacalla ) und beiSoLiNUS 7 ; das griechische ymvtcqov(Küpron) scheint erst aus byzantinischer Zeit belegt zu sein 8 , kann aber vielleichtauch weitaus früher in Gebrauch gestanden haben.

In Indien erwähnen schon die V eden ayas = Kupfer (vgl. das lateinische aes)oder Erz, das schwerlich bereits Bronze war, und daraus angefertigte Geräte,u. a. Beile, Kessel, Waffen, Pfeilspitzen, sowie ein künstliches Bein 9 ; der späteA thabva- V eda " rühmt neben Wagenbauern und Schlossern auchgeschickteKupferschmiede" 10 ; in den B bähmana- T exten " ist öfters von Erz die Rede 11 ,und im V edanta " beispielsweise von einem kupfernen Knopfe 12 . Bei den Per-sern erfindet der Schah D schemsch I d schon in der Urzeit auch die Darstellungdes Kupfers 13 ; die Gruben zu Isfahän versorgten (neben denen zu Bokhära) nochim 9. Jahrh. den Hauptbedarf des Kalifats und zahlten damals eine Jahressteuervon 10000 Dinaren [zu etwa 10 M. Silberwert] 14 . Vieles Kupfer förderten dieAraber auch im Maghreb, dem heutigen Marokko, und lieferten es laut A l- B ekbisBeschreibung des nördlichen Afrikas" (verfaßt 1068) an die südlich wohnendenNeger, bei denen eine Traglast 5 Mitqäl[etwa 40M.] Eingangszoll bezahlte 15 ; nochweiter im Süden, gegen das Kongogebiet zu, besaßen jedoch die Neger eigenen ur-alten Kupferbergbau 16 .

S chuchabdt hat die Ansicht ausgesprochen, das Kupfer stehe in keiner Ver-bindung mit Zypern,dieser nie schöpferischen, sondern nur aufnehmenden undnachahmenden Insel", sei vielmehr im Mittelmeergebiet von Spanien aus, also vomWesten her, nach Osten gebracht, in Zentraleuropa aber schon in ältester Zeit

I Blümner , a. a. O. 2 Regling , PW. IIIA, 23. 3 Ganszitniec , PW. XII, 294.4 Regling , a. a. O.; Küblee , PW. XIII, 140. 5 Iosephus ,Altertümer" XV, 5;

übers. Clementz II, 388. 6 XXXIY, 94 (20). Diergart ,Z. ang." 1929, 30.

7 Blümner , a. a. O.; Oberhitmmer , a. a. O. 66. Bei Diocletian : VII, 25. 8M. A.G."II, 253. 9 Zimmer , a. a. O. 51; 301, 252, 298, 299, 398. 10 Übers. Rückert 16.

II Oldenberg , a. a. O. 40. 12 Deussen , a. a. O. 201. 13 Al-Tha Alibi , a. a. O. 12.

14 Mez , a. a. O. 416.

15 Übers. De Slane (Paris 1859) 357, 385. Vgl. De la Ronoiere ,La decouverte del'Afrique au moyen-äge" (Paris 1925) 147. 16 Walker ,Chem. Zbl." 1926, 1024.