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Kronblätter im übrigen weiss (f. albiflöra Wiesbauer, = var. scotophyllöides Wiesbauer, so im Alpen» undJuragebiet am verbreitetsten), gescheckt (f. variegäta W. Becker), rötlich (f. rösea und rubra W. Becker)oder ganz violett (f. violäcea Wiesbauer, = var. Bess6ri [Rupr. als Art] Beck, z. B. um den Genfersee, imJura, Oberrheintal, Lorzetobel im Kanton Zug, selten auch in den Südostalpen). Die im Alpen» und Jura»gebiet bei weitem vorherrschende Rasse scheint dagegen in Bayern und Mähren ganz zu fehlen. — var.vir6scens (Jordan als Art) Gremli (= var. genuina Halacsy et H. Braun, = subsp. scotophylla W. Becker var.viröscens Freyn). Sprosse ganz frei von Anthozyan. Laubblätter gelblichgrün, meist nicht überwinternd.Blüten etwas kleiner als bei voriger. Krone rein weiss, mit gelblichem oder grünlichem Sporn. In Mährenund Bayern ausschliesslich, im Alpen» und Juragebiet vereinzelt neben der vorigen Rasse (im Rhonetal weitergegen das Mittelwallis vordringend als var. scotophylla), in Kärnten, Friaul, Südtirol und Istrien anscheinendganz fehlend. Zwischenformen kommen z. B. in der Schweiz häufig vor, weshalb W. Becker die Unter»Scheidung der beiden Rassenwieder fallen Hess. — var.
L1 g u s 11 n a W. Becker. Laub»blätter rundlich, stumpf. Einezu der mediterranen subsp.
Dehnhärdtii (Tenore) W.
Becker (von Boissier,
Burnat, Rouy u. a. zu V.odorata L. gestellt) überleitendeForm. Südtirol: Riva, Trient,in einer ganz kahlen Form(var. glabdrrimaW. Becker)am Castel Corno.
Die Formen der var.scotophylla unterscheiden sichvon den anthozyanfreien Indi»viduen der V. odorata be»
sonders durch die stärkere , , . . „ T .
, Fig. 2087. Viola alba Besser mit Luzula campestris und Anemone nemorosa bei Weilheim
Behaarung und die spitzen (Oberbayern). Phot. Dr. med. Fr. Kollmann, Weilheim.
Blattspreiten, von dem pri»
mären Bastard V. alba X V. odorata durch die kürzeren, nicht wurzelnden, zuweilen auch fehlenden (f. sub»collina Gremli) Ausläufer und die Fertilität der Blüten. — Kleistogame Blüten kommen auch bei dieser Art vor.In ihren Standortsansprüchen zeigt sie viel Aehnlichkeit mit V. mirabilis, mit der sie oft zusammen vorkommt;im ganzen verlangt sie jedoch etwas mehr Wärme und gleicht hierin mehr der nächst verwandten V. odorata.
1953. Viola sepincola Jordan em. W. Becker (= V. suävis W. Becker non Bieb. 1 )).
Duftendes Blauveilchen. Fig. 2088.
Zweiachsige Rosettenstaude mit kurzen, + 1 U bis höchstens 1 dm langen und ±2 mm dicken (meist dicker als bei V. odorata), ober» oder unterirdischen Ausläufern. Sprossekurz anliegend seidig behaart bis fast kahl, meist lebhaft dunkelgrün. Laubblätter grund»ständig, mit i 3 bis 10 (im Sommer bis 15) cm langem Stiel und herz=eiförmiger, i 3 bis 9 cmlanger und a /3 bis 4 /5 so breiter, regelmässig gekerbter, besonders unterseits etwas glänzender,oft etwas dicklicher Spreite. Nebenblätter lanzettlich, ± l 1 /« bis 2 1 /s (bis 3) cm lang und2 bis 3 mm breit, länger zugespitzt als bei V. odorata, fast kahl, mit kurzen bis ziemlich langenFransen. Blütenstiele so lang bis doppelt so lang wie die Laubblätter, mit meist tief sitzenden,oft breiten oder ganz verkümmerten Vorblättern, postfloral erschlaffend. Blüten ± 2 bis2V« cm (bis 3) cm lang, wohlriechend. Kelchblätter eiförmig, stumpf, mit kurzen, dem Kelch± anliegenden Anhängseln. Kronblätter verkehrt=eiförmig, meist schwach ausgerandet, violettbis rein dunkelblau, fast in der ganzen unteren Hälfte weiss. Narbe schnabelförmig. Kapselkugelig, ± 3 U cm lang, anliegend spärlich behaart bis fast kahl. Samen gelblichweiss, mitwohlentwickeltem Elaiosom. — III, IV.
') V. suavis Bieb. gehört nach E. R. Kupffer zu V. odorata, sodass die Kollektivart den nächst«ältesten, von vielen Autoren zu Unrecht für V. hirta X V. odorata gebrauchten Namen sepincola (= hecken«bewohnend) zu tragen hat.