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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
606
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licher, in den Stiel verschmälerter, + 2 bis 3 cm langer und 1 U bis 1 cm breiter, stumpferoder spitzer, ± deutlich fiedernerviger Spreite. Nebenblätter der untersten Laubblätter kürzerals der Blattstiel, ungeteilt oder 3=spaltig, die mittleren palmettenartig, die oberen mehr fieder»spaltig geteilt, nur wenig kürzer als die Laubblätter, mit lineaManzettlichem, ganzrandigemEndlappen und jederseits 2 bis 4 (bis 6) fast bis zur Spindel getrennten, linealen Fiedern.Blütenstiele ± 3 bis 9 cm lang. Blüten i 2 bis 4 "cm gross, meist duftend. Kelchblätterlanzettlich, mit rundlichen Anhängseln. Kronblätter meist alle hell bis lebhaft gelb, die oberenund seitlichen verkehrt«eiförmig, ± lang genagelt bis fast kreisrund, zuweilen blass himmel»blau bis purpurviolett, das untere verkehrt=herzförmig, meist gelb mit schwarzpurpurnenNektarstrichen. Pollenkammer fast geschlossen. Sporn 3 bis 7 mm lang, meist 2« bis 3=mal(1= bis 5'mal) so lang als die Kelchanhängsel, ziemlich dünn, meist gerade und violett, dochin Form und Grösse sehr wechselnd. Griffel gekniet, mit fast würfelförmigem Narbenkopf.

Fig. 2055. Viola lutea Hudson var. grandiflora (L.) Rchb. a und b Habitus, c und d. Nebenblätter, e Habitus dervar. elegans (Spach) subvar. multicaulis (Koch). /Spornblatt einer Gartenform mit der Pollenkammer. Fruchtknotenvon der Seite und h von unten, i Narbenkopf (Fig. / bis i nach V. Br. Wittrock).

Kapsel ± so lang als die Kelchblätter, aufspringend. Samen birnförmig, gell), mit kleinemElaiosom. — VI bis VIII, vereinzelt bis X.

Meist gesellig in Magerwiesen und Weiden, je nach den Rassen auf sehr verschiedenemSubstrat und in wechselnder Höhe. Auch als Zierpflanze gezogen und verwildernd (so bei Kiel).

Allgemeine Verbreitung: Die typische Unterart in der Tatra, in den Sudeten,Rottenmanner Tauern, Helvetischen Kalkalpen, in Ost« und Südfrankreich, in den Vogesen,im Rheinisch=belgischen Schiefergebirge bis Südostlimburg, England und Schottland. Stärkerabweichende Unterarten in den Gebirgen der nördlichen Balkanländer und in den Pyrenäenbis Cantabrien (daselbst die durch längeren Sporn stärker abweichende, der V. cornuta ge=näherte V. Bubänii TimbahLagr.).

Becker (Beiheft zum Botan. Centraiblatt. Bd. XVIII [1905], pag. 376/393) rechnet zur GesamtartV. lutea als Kleinarten auch V. Dubyana, V. declinata und einige weitere aus den Gebirgen der nördlichenBalkanländer bis Nordgriechenland (daselbst die V. Orphänidis Boiss.), die aber ebenso gut zur folgenden Artgestellt werden können, ferner die durch stärkere Behaarung abweichende und von den meisten Autoren zurV. tricolor gestellte V. Roth o m a g e n s i s Desf. (= V. hispida Lam.) von den Kalkhügeln Nordfrankreichs,die auch aus Limburg, Belgien und der Rheinprovinz (Spa) angegeben wird, welche Angaben aber sehrzweifelhaft sind. In Mitteleuropa lassen sich 3 Rassen geographisch und ökologisch sehr scharf, dagegenmorphologisch nur sehr schwer unterscheiden!