Die efsbare Auster.
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Anatomie. Die Haut, welche den ganzen Körper überzieht und umgiebt (der sogenannteMantel, Taf. XXXVI. Fig. 1. b'b'b'b', bbbbb, Fig. 2. b b b), zerfällt in einen mit dem Körper ver-Avachsenen und einen freien oder saumartigen Tlieil. Der mit dem Körper durch Zellgewebe ver-bundene Mantelthcil (ebd. b'b'b'b') schliefst als diinne, zatte Haut, die aus zwei Platten zu bestebenscheint, die Verdauungsorgane nebst dem Eierstock und dem Herzen ein, und bildet, indem sie sichauf jeder der beiden breiten Seiten des Thieres vom ganzen Umfange ihres Randes aus in einen an-sehnlichen Saum verlängert, den sanmartigen oder freien Mantellheil (ebd. bbbbb und bbb), dermithin aus zwei Hälften zusammengesetzt wird, von denen die eine in der flachen, die andere in derconvexen Schaale liegt Am vordem oder Schlofsende des Körpers stofsen die beiden Hälften mitihrem glatt - und geradrandigen Ende zusammen und bilden zwei Winkel (Fig. 1. e, e), von denender eine unter dem Munde liegt (Mundwinkel), der andere am entgegengesetzten Ende. Arn Mund-winkel ist ihre Vereinigung mehr auf den Rand beschränkt, und sie bringen daher dort eine ansehn-liche spitzwinklige, innen hoble Falte hervor, welche den Mund mit seinen blattförmigen Tentakelnumgiebt, während am andern AVinkel sie fast mit ihrer ganzen Fläche sich vereinigen. Von jedemder beiden Winkel (Fig. 1. e, e) erhebt sieh in Form eines freien Saumes das Ende jeder der Hälftendes freien Mantellheiles, wird breiter, steigt nach dem breitern (hintern) Körperende, und verschmilztin der Mitte desselben mit dem an dem entgegengesetzten Körperrande aufsteigenden Ende. Daherist der saumarlige Mantellheil in der Mitte am breitesten und am Mundwinkel weit breiter als amentgegengesetzten Winkel, wo er ganz besonders schmal erscheint. Man kann am saumartigen Man-tellheil deutlich zwei Platten unterscheiden'. Am Schlofsende (dem vordem) ist der Rand des freienMantelthcil» glatt und nicht verdickt, hinter dem Schlofsende aber, und besonders an dem, demSchlofsende entgegengesetzten hintern Ende, erscheint der Rand des freien Manteltheils und der un-mittelbar unter ihm (dem Rande) befindliche Tlieil verdickt und auf seiner innern Seile mit zahlrei-chen, ansehnlichen, parallelen Längsfaltchen besetzt, an seinem Saume aber gefranzt. Das gefranzteAnselm rührt von ziemlich dicht stehenden, abgerundet-kegelförmigen, sehr zahlreichen, in drei Rei-hen (einer innern und zwei oder drei äufsern) siehenden Wärzchen (*) her. Die Wärzchen der in-nern Reihe sind gröfser als die der andern Reihen und von denselben durch einen ansehnlichen Raumgesondert. Die AN ärzchen der äufsern Reihen stehen einander sehr nahe Und nehmen dergestalt nachaufsen zu an Gröfse ab, dafs die der aufstellten Reihe, welche nach aufsen von einem schmalen llaut-säumchen begrenzt wird, am kleinsten sich zeigen. An die Wärzchen gehen sehnenähnlielie, vomRande des Schaalenschlicfsers entspringende und von dort au9 strahlenartig sich ausbreitende und ader-ähnlich verzweigende Fasern, die offenbar die Bewegungen des Mantelsaumes und seiner Wärzchen:vermitteln und, indem sie vor dem Eintritt in die Wärzchen auf der Innenfläche des Mantelsaumesstark hervortreten, theilweis jene erwähnten Längsfalten hervorbringen. Da wo das hintere Kiemen-ende sich findet, stehen mit ihren innern Flächen die beiden, nur am Schlofsende (wie oben erwähnt)sich vereinenden Hälften des freien Mantelsaumes durch einige sehnenartige, querlaufende Fäden;(Fig. L f) in Verbindung. Zwischen dem freien Mantelsaume bemerkt man linkerseits (wenn manidas Thier, wie in Fig. 1., in der untern eonvexen Schaale liegend und mit dem Sehaalenende gegenden Beschauer gewendet betrachtet) die beiden Paare der Tentakeln (Fig. 1. cccc), welche den IVIumfcumgeben, und den gröfsten Tlieil der Kiemen (ebd. qqqqq). Die gleich grofsen, blattförmigen, ei-
(*) Diese Wärzchen sind wolil tentakelartige Organe, -welche eine Art Tasten oder Gefühl Vermitteln und damThier von der Gegenwart fremder Körper (NalirungsstoiTe oder Feinde) in Kenntnifs setzen. Dafür sprechen auch die-zahlreichen Nerven des Mantelsaums und die unten angeführten Tliatsaclien.