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2 (1833)
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313
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Dintenfiscli.

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(Tu f. XXXII- Fig. 1. ss) in die ausgehöhlten Knorpel (d d) des Trichteranhanges eingreifen, währenddie Trichteranhänge klappenartig dem Wasser den Ausgang nach der Seite hin versperren, so dafsihm nur der Weg durch den Trichter übrig bleibt (*). Aristoteles rechnet die Sepien zu denlistigsten Thieren, theils wegen des Gebrauches, den sie von ihrer Dint'e machten, theils weil beideGeschlechter sich nicht allein zusammenhielten, sondern sogar gemeinschaftlich agirten. Namentlichsoll nach ihm das lebhafter gefärbte, mit dunklern, zahlreichern Rückenstreifen versehene Männchendem Weibchen so zugethan sein, dafs es dasselbe, selbst Avcnn es gespiefst ist, nicht vcrläl'st. DieSepien können ihre Farbe (die aufser dem gewöhnlichen variablen FarbcstolY nach Blainville auchnoch von einer eigenen, nicht in Gefäfsen, sondern in freien Räumchen befindlichen gefärbten, um-schriebene Flecken bildenden Flüssigkeit abhängt) verändern, was aber wohl nicht in dem Grade,wie es wohl namentlich Aeltcre behauptet haben, Statt finden kann, dafs sie nämlich dieselbe will-kührlich nach der Farbe des Ortes, wo sie sich eben befinden, abzuändern vermögen, wohl aber magdie Farbe des Grundes oder Raumes, worin sie sich befinden, Einflufs auf ihre Färbung üben, so wieneuerdings Stark (') gezeigt hat, dafs die variablen Farbennuancen der Fische sich nach der Farbedes Gefäfses richten, worin sie stehen. Die Fortpflanzung der Sepien geschieht nach Aristotelesim Frühjahr, und zwar durch Eier, die man nach Blainville im August und September findet. Be-vor die Eier gelegt werden, umfassen sich, wie schon Aristoteles berichtet, die beiden Geschlechtergegenseitig mit den Armen, wenden sich dabei den Kopf zu, und schwimmen in dieser Stellung somit einander umher, dafs ein Individuum auf dem Rücken, das andere auf dem Bauche liegt, ein Act,den Cuvier ( 2 ) mit der Begattung der froschartigen Batrachier zu parallelisiren geneigt ist. Spätersoll dann das Weibchen nicht ohne Anstrengung gegen 100 Eier durch den Trichter von sich gebenund auf Seegras, Tang oder Gerölle ablegen 7 die vom Männchen mit dem mit einer Art Iiquor pro-slaticus vermischten Samen und von beiden Geschlechtern mit Dinte übergössen würden, welche letz-tere ihnen die schwarze Färbung mittheilen würde. Blainville ist geneigt, eine schon während desCo'ilus erfolgende Befruchtung der noch im Eierstock befindlichen Eier anzunehmen. Die gelegtenSepieneier hängen sich traubenartig mit ihren Stielchen zusammen an Körper an (daher der NameScetraubcn) ("*), und sind anfangs weifs, färben sich aber später meist schwarz, bleiben jedoch, unbe-schadet ihrer weitern Entwickelung, nach Blainville zuweilen weifs. Sie sind oval und von einerbiegsamen, schwarzen Scliaale umgeben, die sich in einen Stiel verlängert. Aufserdem besitzen sieaber auch noch mehrere dünne Eihüllcn, nach Carus ein Amnium und Chorium. Alle Eihüllcn deh-nen sich mit dem Wachsthum des Fötus aus und werden dünner und durchsichtiger. Der Dottertritt nach Aristoteles ( 3 ), Cavolini ( 4 ) und Carus ( 5 ) mit seinem Gange durch den Mund undgeht in den Schlund über, während er nach Cuvier ( 6 ) mit seinem Gange vor dem Schnabel zwischenden beiden untern Füfsen in den Körper tritt und an den Oesophagus geht, da wo derselbe aus dem

(*) Ueber die Respiration der Sepien vergl. Tilesius De respiratione Sepiae officinalis. Lipsiae ISO 1. 4. c. tah.aenea, über die des Octopus Gravenhorst Tcrgeslina p. 1. und über die von Perothis Esclischolz und'Rathkein den Mem. de T Acad. d. St. Petenb. a. a. O.

(') Isis 1832. S. 923. aus Jameson Edinb. philos. Journal. (*) Mem. p. 5. ( 3 ) Iii St. anim. IIb, J~- c. IG.>(*) Erzeugung der Fische und Krebse S. 54. ('; Erläuterungstaf. Heft. III. p. 11. (') Ann. d. sc. nat. Torrn.XXVI. p- 7 ' 2 -

(**) Aristoteles (.Hist. anim. Lib. V. c. 16.) vergleicht die Form der Sepieneier der von Myrthenbeercn. Eine Ab»bildung einer Eiertraube s. b Rondelet p. 504.; Encyclop. method. Planchcs PI. 76.; Montfort Moll. PI. V.\ Description de l'Egypte. Cephalopodes PI. L ßg. 3. t. : Carus Erläuterungstafeln Heft III. Taf. IL. Fig. 16.