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Vorrede zum zweiten Bande.
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Die Vollendung dieses zweiten Bandes ist nicht durch Unterbrechung unserer Arbeitenverzögert worden, sondern nur dadurch, dafs er Artikel enthalt, welche zu den schwierigstenin der Zoologie gehören, und die oft Monate, ja Jahre lang unsere ganze Mufse in Anspruchnahmen. Es schien uns daher eine Vorrede zum zweiten Bande, die man auch als eine Er-gänzung der des ersten Bandes befrachten könnte, nicht unpassend, besonders um einigedie Geschichte dieses Werkes betreffende Punkte zu erhellen.
Vom Jahre 1826 bis zum Jahre 1830 haben wir ununterbrochen an diesem Werkezusammen gearbeitet, und es war nicht allein der erste Band ganz fertig geworden, sondernauch ein Theil dieses zweiten Bandes konnte vorbereitet werden, z. B. der Höring (Beschrei-bung, Anatomie und Abbildungen), der Wels (Beschreibung und Abbildung), die Dorsche(Bescln-eibung und Abbildungen), die Störe (Beschreibung, Anatomie, Zeichnungen und zumTheil auch Stich), der Krebs (Beschreibung und zum Theil Anatomie und Zeichnungen), dieSpinne (zum TJieil Beschreibung, Anatomie und Zeichnung), und von den Insekten die Ana-tomie der Meloi} und Lytta gröfstentheils, auch der Stich der Coccinclla.
Die Verhältnisse gestalteten sich nun anders. Zuerst wurden wir durch Ratzeburg'sVersetzung nach Neustadt-Eberswahle, 7 Meilen, und ein Jahr später (in der Mitte d. J.1831) durch Brandt's Versetzung nach St. Petersburg, noch viel weiter getrennt. Wennauch noch steter Briefwechsel, anfangs besonders durch täglichen Posten-Verkehr sehr er-leichtert, zwischen uns bestand, so hörte doch ein eigentliches Zusammenarbeiten auf. Wirtheilten uns in die noch übrigen Artikel, ein Jeder von uns trachtete seinen Arbeiten dieseinen Kräften mögliebe Vollendung zu geben, und nur zuweilen hatten wir Conferenzen.Die Correcturen sahen wir meist beide. Unsere Trennung hat daher nur Schwierigkeitenfür uns, nicht aber Nachtheil für das Werk mit sich gebracht. Im Gegentheil erwuchs fürletzteres sichtlich ein Vortheil dadurch, dafs durch Brandis Eintritt in die Petersburgernaturhistorischen Hilfsquellen, und durch Ratzeburg's Beobachtungen in freier Natur, vielenGegenständen ein Umfang gegeben wurde, den sie sonst nicht würden erreicht haben.
Die specielle Ausführung der einzelnen Artikel, welche auch selbst früher währendunsers Zusanamenarbeitens, in Bezug auf Literatur und auf geogr. Verbreitung und Lebens-art der ofticinellen Thiere, unter uns getbeilt war, hat ein jeder von uns, wie folgt, besorgt:Ratzeburg übernahm Castor, Dos, Physeter und Balaena (ausgenommen die Anatomie),Gallus (die Anatomie ausgenommen), Laccrta, Vipera, Sahna, Silurus und Clupea (die Ana-tomie ausgenommen), Aranea (Anatomie ausgenommen), Apis (Anatomie theilweis ausge-nommen), Coccinclla, Formica, Cynips, Coccus x Tcttigonia,