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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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nebst den meisten andern Pflanzen m<t knollichterWurzel vcrsetzen, wie auch einige Lychnissorten, denEhrenpreis, die Cc-nrerburyglocken, den Lond-,-erstich oder rundblätterigen Bergsanickel, und an-dere dauerhaste Pflanzen mit faseriger Wurzel; dochwäre cs besser, wenn 'olches im vorigen Monat ge-schehen wäre: denn.siele bald nach dem Einpflanzenein Frost ein, so würde dadurch ihre Bewurzelungverhindert werden.

Die Beeten,worinnen aus dem Caamen erzogenebollenwurzliche Blumen stehen, so im vorigen Jahrnicht versetzet worden, müssen mit dem Rechen über-gangen werden, damit kein Moos und Unkraut da-rauf wachse , und oben kan man etwas frische Erdedarauf streuen, damit der Frost den Wurzeln nichtschabe.

Euere Topfe mit schonen Aurickeln und Nelcken»müssen gegen starcke Regen , Schnee und Frost mitMatten oder Decken verwahret werden; kan abersolches nicht wohl geschehen, 'o könnet ihr die Töpfeumlegen, damit sich die Nasse nicht darinnen auf-halte, als woran sie vielmals verfaulen.

Jezt könnet ihr auch noch Rosen, spanischenHolländer, Springen, Jasmine, Baumbohnen-baume, Spierstauden, Geieblalsorten, Jobannis-krautstauden, Bläsleinsenna , und die meisten an-dern dauerhafte blühende Stauden versetzen, wennder Boden, worein sie gepflanzet werden sollen, tro-cken ist, sonst wäre es besser, solches bis in den Fe-bruarinm zu verschieben.

Euere componirte Erde, welche ihr für die Topfeoder Rabatten zubereitet habt, sollt ihr uniwenden,damit alle Theile sich wohl miteinander vermischen,und der Luft undKälte gemessen, die Erde selbst aberwild und locker werde. Machet auch um diese Zeitneue solche Compositionen, damit es euch im folgen-den Jahr an Vorrath nicht gebreche, indem es bes-ser ist, dreyerley oder viererlei) solche Erde zu haben,damit sie, ehe man selbige gebrauchet, länger liegenkönne: denn wenn die Theile nicht recht vermischetsind, so treiben die darein gesezten Pflanzen nichtwohl.

Wenn zu Ende dieses Monates, das Metter nasoder kalt wäre, must ihr euere Beeten, worinnenAnemonen, Ranunckeln und Hyacinthen stehen,mit Bögen aus Reiffen versehen, damit man sie mitMatten oder Tuchern bedecken könne, um zu hindern,daß der Frost nicht in den Boden und zu den Wur-zeln dringe, auch das allzuviele Wasser abgebaltenwerde, welches, wenn es sich in die Beeten ziehensollte, die Wurzeln im Frühling faulen machenköunte.

Euere Lustgebüsche könnet ihr Nun reinigen, undden Boden zwischen den Bäumen umgraben, so be-kommet er nicht nur eln feines Ansehen, sondern eswird auch der Baume Wachsthum dadurch beför-dert; habt ihr aber auch Blumengewachse darinnenstehen, so müst ihr Acht haben, daß ihr solche beymAufgraben nicht beschädiget.

Bev seh? nassem und kalten Wetter, da man indem Gartei? wenig vornehmen kan, sollt ibr euereSaamen zum Säen zurecht machen , und Numernverfertige», um euere auserlesene Blumen damit zubezeichnen ; macht auch allen eueren Werckzeug zu-rechte, damit er im Frühling zum Gebrauch bereitstye.

pflanzen so nun in freyer Luft blühen.

Einige Sorten des Sternkrautes, zwey Sortender Goldruthe, jährliche Levcoien, gefüllte Zeitlosen

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Sassran, HerbstsaM'n > drchsarbig BeilM , drehbis vier Sorten der beständigen Sonnenblume»Bleywurz, und wenn gelindes W^ter ist» etlicheeinfache Anemonen und vielblumige Narcissen, wennsie im verwichenen Sommer nicht versetzet worden.

Dauerhafte Bäume und Stauden, welchenunmehr blühen»

Der Erdbeerbaum hat Blumen und reife Fruchtte, Timislorbeer, Bissmrose> Paßionkblume» boe-tische Waldrebe, staudiger Mondklee, Scvrpion-kraut, immergrüner Hagedorn» und der Spindel-baum hat Früchte.

Arzeneykrauter so man nun zum Gebrauchsammeln kan.

Calmns, Schwertelwurz,Sparelgwurj, Schwal-benwurz, Manggoldwurz, Alantwurz, Mannstreu-wurz, Fenchelwurz,Bilsenkrautwurz, Sevenbaum,Scorzoneren» Zuckerwurz» Tormentillwurz.

Was im Gewächshaus» im Garten undGlashaus vorzunehmen.

Mit Anfang dieses Monates, müst ihr diejeni-gen dauerhaften , ausländischen Pflanzen in dasGewächsbaus versetzen, welche bis iezt noch draus,si'ii gelassen worden, und nun müst ihr alle euerePflanzen im Gewächshaus in diejenige Ordnungbringen, worinnen sie den Winter über bleiben sol-len; dabey aber habt ihr zu beobachten, daß ihr diehoh-n Pflanzen zu hinterst, und nach vornenzn im-mer niedrigere setzet, stellet sie aber nicht so nahe zu-sammei., das? sich ihre Zweige berühren: denn daswürde ihren Wipfeln sehr nachtheilig seym

Bei) gelindem Wetter müssen euere dauerhafte»auslandische Pflanzen, durch tägliche O.effnung derFenster, so viel möglich freye Luft haben; auch müftihr sie täglich durchgehen , um zu seben, ob welchedes Begiessenö nöthig haben : denn es giebt einigePflanzen , welche die Woche zwey bis dreymal be-gossen senn wollen , da es andere kaum einmal nöthighaben, daher mein sie denn nicht alle aus einmal,sondern nur diejenigen begiessen soll, welche solchesnöthig haben. Auch soll man solches des Morgensthun, damit sich der Dunst verziehe» ebe Abend's dieLaden geschlossen werden, sonst ist solches den Pflan-zen schädlich.

Jb? müst von eueren Pflanzen alle abgestandeneBlätter öff^x wegnebmen, und solche nicht zwi-schen die Topfe und Kübel fallen lassen , welche imHaus eine Streu machen , und wenn sie faulen dieLuft anstecken r. ürden ; wenn aber solche die Pflan-zen eingehen, v'rüehren die Blatter ihre grüne Far-be und bekommen ein blasses, kraUckliches Ansehen.

Mit zunehmenderAaltennüst ihr auch nach Pro-portion im Glasbaus mehr Feuer matt en; dabeyaber Sorge tragen, daß die Luft nicht iufebr erhitzetwerde, sonst mögten die Pflanzen zusarck treiben,welches ihnen bey d-rse? Zahrszeit sc! ädlich wäre;laßt aber auch die Lust nic! t zukühl Weiden! dennihre Better mögtcn vern «Icken und abfallen, unddie äussersten Tbeile der Pfianzen verderben. Auchhabt ihr zu beobachten , d<ß il r die Psanzen so esstbegiesset, als ihr solches nöthig findet, wobey in An-sehung der Lust die gehörige Proportion ;u beobach-ten ; das Wasser mus aber achtzehn oder zwanzigStunden vorher, ehe man solches brauchet, im Glas-haus stehen, damit es mit der Luft im Haus eine(P) -» propvti