Martkus.
Nun könnet ihr Pastinaken, Mobren Zwiebeln,Lauch, ManZgold, Booretsch, Ochsenzunge, Pim-pinellen, Fenchel, Kordel, Eppich , Smyr,nenkraut:c. säen , dieses aber mus bald zu Anfa >qdes Monates geschehn, sonderlich wo trockener Bv-den ist, sonst werden sie selten gros. Zn einem nas-sen Boden aber ist es frük genug , wenn es um dieMitte oder zu Ende des Monates geschiehet
Mit Ansang diese» Monates sollt ihr das Smyr-nenkrant mit Erde belegen um solches zu bleichen,davon wird selbiges zart gemachet, so, daß es inner,halb dreyer Wochen zum Gebrauch tauglich ist:denn wenn es ansangt Blumenstengel zu treiben sotaugt es nicht mehr. Nun ist es auch Zeit, den Lö-wenzahn oder das Pfaffenröhrlein zu bleichen, wel,ches einige Leute sehr gerne als Salat essen Mankan die Pflanzen aus dem Feld nehmen, und tief ein-pflanzen , wie die Endivie, so werden sie gebleichetund in dreyen Wochen zum Gebrauch tauglich seyn.
Ferner könnet ihr auch jezt Petersilie, Saueram-pfer, Körbel, Melde, Fenchel, Ringelblumen undSpinat, sonderlich in nassen Boden, säen: denn ineinem solchen ist diese Aahrszeit besser dazu, als wennman dieselben früher saet.
Setzet nun Reiser ein und pflanzet Münze, Dra-gun, Pvley, Camillcn, Melissen, Sanirey, Sal-bey, Rosmarin, M'pe», Cypressmkraut, Lavendel,Wermuth, Stabwurz, und die meisten andern ge-würzhaften Pflanzen , welche nun zu treiben anfan-gen, und sich viel besser als zu anderer Jahrszeit be-wurzeln.
Nun kan man die jungen Wurzeln von den altenZuckerwurzeln abnehmen und reihenweis zehen Zollweit, in den Reihen aber sechs Zoll weit voneinandersetzen, wobey zu beobachten , daß man sie bey tro-ckenem Wetter begiesse, bis sie sich bewurzelt haben;doch geben sie selten so gute Wurzeln, wie diejenigesind, so man aus dem Saamen gezogen hat.
Euere grosse Salatsorten, welche den Winter hin-durch in warmen Rabatten gestanden haben, müs-sen nunmehr in eine offnere Gegend verfetzet werden,sonst werden sie schwach und untauglich. Auch müstihr etwas schlesischen Koch - Kaisersalat und andereSalatsortea, in ein offenes, fettes Stück Feldessäen, damit sie auf diejenige folgen, so im vorigenMonat gesäet worden; ferner kan man etwas En-divien säen, um solchen bald im Sommer ju haben.
Um die Mitte des Monates müst ihr die Spargel-beeten auflockern, dabey aber sorgfältig Acht Aeben,daß ihr die Krone der Wurzeln nicht beschädiget,solcheaber mit dem Rechen wieder einzuebnen,könnet ihr biszu Anfang des folgenden Monates verschieben, da-durch werdet ihr das Wachsen des Unkrauts ver-hindern; es geschiehet solches noch immer früh ge-nug, wenn man es nur bewerckstelliget,ehe die Sten-gel sich zu zeigen anfangen: denn bey dieser leztenBestellung, hat man nichts als die Beschädigungder Stengel zu befürchten.
Mit Anfang dieses Monates ist eine bequeme Ieitdie groswnrzlige holländische Petersilie zu säen,welche in Grüblein gesaet werden kan, so einenSchuh weit voneinander abstehen; und wenn diePlanten aufgegangen, müssen sie dünne gemachetwerden, so, daß sie in den Reihen drey oder vierZoll voneinander stehen , und gute Wurzeln bekom-men; oder man kan sie in ein F?ld von leichter Erde,wie die Mohren, dünne säen, hernach ausfretten,und so wie diese warten, dieses wird machen, daßsie grosse Wurzeln bekommen.
IN. Theil.
Zu Ende dieses Monats könnet i'ar neue Spargel-beeten bepflan en, wenn der Boden trocken ist ; ister aber nao, so ist es besser, solches bis ;u Anfangdes nächsten Monates zu verschieben : denn d-.esePflanzen bekommen alie-eit am besten , wenn mansie zu eben der Zcit versetzet, da sie m treiben au s an-gen. Doch müst ihr euch Hierhin?» nach der Wit-terung richten , und also könnet wr solches nach Be-schaffenheit derselben, früh oder spat vornehmen
Die jungen Rettige und der Spinat, so imnuaric» und zu Anfang des Ft'bni»:rii gesoel wor-den, sollen nun gesreklet werden, so, daß sie vier Zollweit voneinander stehm: dabey ist zu beobachten,daß man die Erde zwischen ihnen auflockere, dadurchwird das junge Unkraut ausgerenket und daö Wachs-thum der Pflanzen sehr befördert werden; doch istdieses bey trockenem Welter vorzunehmen.
Fahret fort, für Gurcken, Melonen, Porknlac :c.Mistbeete!? zu machen, damit sie ans diese folgen dieim vorigen Monat angeleget worden, und um dieMitte des Monates säet Gnrck-m und M>'lonensaa-men , um sie, als die Hauptsaat, unter Glocken zuziehen.
Besorget euere Artischocken , und laßt ans jederWurzel nur zwey oder drey der schönsten und wohl-gelegensten Pflanzen stehen^, damit sie tragbar wer-den , die übrigen nehmt völlig hinweg; doch könntihr die besten davon nun einsetzen nm nenen Vorrathvon Pflanzen zu bekommen. Diese werden im derbstKöpfe gewinnen, wenn die an den alten Wurzelnvorbey sind. >
Säet Carden, in ein Beet von fetter leichter Er,de, ziemlich dünne, und reiniget sie fleissig vom Un-kraut. In trockenem Wetter müst ihr sie begicsscn,bis sie zum Zersetzen gros genug sind.
Zu Ende dieses Monates könnet ihr etwas Fa-seoln in warme Rabatten stecken, wo sie für der Hal-te verwahret seyen; doch mus dieses nicht bey nas-sem Wetter geschehen; weil sie zu dieser Iahrczeitvon vieler Nasse faulen.
So könnet ihr auch jezt Majoran, Thymian, Yso-pen und andere zarte gewürzhaste Pflanzen in einenwarmen und trockenen Boden säen: denn in einemnassen thun sie nicht gut.
Fahret fort alle Sorten junger Salatkrauter, alsKresse, Senf, Rüben, Rettig :c.M zu Ende desMonates in warme Rabatten zu saen , weil sic so-denn besser eine offene Lage vertragen.
Zu Ende dieses Monates könnet ihr Portulae ii»warme Rabatten, in die gemeine Erde säen, woselbstsolcher zu dieser Zeit , ohne durch Kunst gemachteWärme, wohl bekommen wird, wenn änderst dasWetter warm und trocken ist. Ferner könnet ikrzu dieser Zeit Steckrüben in ein offenes Slück Fel,des säen, damit sie im May kommen.
Jezt müst ihr auch den azonschen Fenchel iilGrüblein saen, die einen Schuh weit voneinander zumachen sind, und worein ihr den <?aamen nur dünnestreuet und einen halben Zoll dick mit leichter Erdebedecket. Er will einen fetten leichten Boden haben,sonst bekommt er nicht wohl.
Zu Ende dieses Monates könnet ihr Hanf, Flachs,Klee, Spanische», Klee, Schneckenklce oder Luzemsaen, wenn gutes Wener ist; sonst wäre es besser,solches noch elwaS länger zu verschieben. C o ist esauch nunmehr Zeit Gerste und Sommerroggen zusäen. Bey trockenem Wetter konnrt ihr den Wäl-zen mit der Rolle überfahren.
(D) Säet