Februarius.
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M geschehen, und kan man sie in die Baumschule,in drey Schuh weit voneinander abstehende Reihen,achtzehen Zoll weit voneinander pflanzen, da sie dennfünf oder sechs Jahre lang stehen bleiben können umzu erstarcken, worauf man sie dahin pflanzen kan,wo sie bleiben sollen.
Der Boden, in welchem man eine Baumschulevon immergrünen Bäumen anlegen will, mus nun,mehr sorgfaltig umgraben werden , wobey zu beob-achten , daß man ii?n von den Wurzeln alles schäd-lichen Unkrautes, widerlich des Queckengrases rei-nige , dessen Wurzeln sich, wenn es darinnen gelas-sen wird, mit den Wurzeln der neuakpstanzten Bau-me verwickelt , und selbigen nachtheilig, auch nichtsonder Schwierigkeit auszurotten ist.
Ist der Boden zwischen den Bäumen in derBaumschule im vorigen Monat nicht umgraben wor-den, so mus solches jezt geschehenwobey zu beob-achten, wie bereits gemeldet worden, daß ihre Wur-zeln nicht beschädiget werden, doch soll man diejeni-Len, welche sich weit über ihre Stämme hinaus er-strecken , abkürzen, um dadurch nahe bey selbigenjunge Wurzeln hervor zu treiben, damit sie sich de-sto besser versetzen lassen. Dieses ist sonderlich beyden Stechpalmen und andern immergrünen Gewäch-sen zu beobachten , welche man bestandig alle Jahreumgraben soll, wobey alle gerad auslauffende Wur-zeln , und die sich weit von der Pflanze weg erstre-cken , abstechen soll, dadurch werden nahe beymStamm eine Menge starckerFaser-i hervorgebracht,und die Pflanzen sind viel leichte? zu versetzcn , weilsvdenn an ihren Wurzeln ein Erdball behängen blei-bet, wenn man selbige sorgfaltig aufhebt; 'wo aberdieses unterlassen wird, da ist es fast unmöglich sol-che Bäume zu versetzen , die etliche Jahre lang ge-standen haben, und nicht umgraben worden sind.
Nun müst ihr auch Castanien pflanzen, und denSaamen, die Mast oder Leeren, anderer dauerhaf-ter Bäume und Stauden anssaen, und sorgfaltigmit Erde bedecken: denn wenn nur etwas davon un-bedecket bleibet, locket solches die Mäuse und ande-res Geschmeis herbey, von welchen der Saame auf-gefressen / und die ganze Saat zu Grund gerichtetwird.
Zu Ende dieses Monates müsst ihr die Wipfel der-jenigen Stamme abschneiden, die im vorigen Som-mer mit Fruchtaugen oculiret worden sind, und danimmt man sie vier ober fünf Zoll über den Augenab , wobey allezeit zu beobachten, daß der Stammvom Aug weg schief zugeschnitten werde, damit sol-ches, durch den aus den,^angeschnittenen Theil desStammes fliessenden Safft, nicht Schaden leide.
Wenn in diesem Monat gelindes Wetter ist,müst ihr Kirschen, Pflaumen, Birne,^ Aepfel, undandere dauerhafte Früchte pfropfen; wäre aber stren-ge Kalte und weheten trockene Winde, so wäre esbesser solches etwas zu verschieben: denn dergleichenWetter ist den Pfropfreisern sehr nachtheilig.
Nun kan man auch Reiser von Johannisbeeren,Stachelbeeren, und andern Bäumen , so sich ausReisern ziehen lassen, in schattige Rabatten setzen,und die Erde um sie herum veste andrücken , sonstdringen die trocknenden Merzenwinde in den Boden,und machen sie verderben; doch um Michaelis isthiezu die beste Zeit.
Machet Einleger von allen euern dauerhaften aus-landischen Bäumen, welche ibr in diesem Monatvermehren wollt, es mus aber kein harter Frost mehrseyn: denn einige sind zu zart im Herbst angeleget
zu werden, indem die Nässe des Winters, auf wel-che ein Frost folget, den meisten dieser zarten Pflan-zen, wenn sie emgeleget worden, sehr schädlich ist.
Mao im Gewächshaus und Glashausvorzunehmen.
Wenn gelindes Wetter und laue Luft ist, könnetihr anfangen in das Gewächshaus Luft zu lassen;doch habt ihr hiebey anfangs vorsichtig ;u verfahren,und da sollt ihr die Fenster niemalen ossnen, wennein gar zu scharfer Wind gehet, wenigstens nichtan derienigen Seite, wo der Wind herwehet: dennein scharfer Wind würde zu dieser Jahrszeit euerenPflanzen grossen Schaden bringen, weil sie nochzart find. Myrten, Pomeranzen und Stvrchensama-bel, müssen nun nebst andern dauerhaften Pflanze,,öffters begossen werden; doch gebt ihnen solches mäs-sig und offt: denn giebt man ihnen m dieser Jahrs-zeit viel Wassers, so ist es ihnen sehr schädlich.
Pflücket von eueren P^anzen alle abgestandeneund welcke Blätter ab , und lockert in den Topfenoder Kübeln oben die Erde auf, reiniget sie auch zu-gleich vom Unkraut, und wollt ihr etwas verfaultenKuhmist oben in die Kubei oder Töpse legen, wirdes den Pflanzen vorträglich seyn. Zu gleicher Ze,tsollt ihr auch alle Svinnenweben abkehren, und dasHanS überall reinigen : denn die Nettigkeit ist zurGesundheit der Pflanzen eben so nöthig, als sie denThieren nüzlich ist.
Machet Mistbeeten um zarte ausländische Pflan-zenreiche aus sehr heissen Ländern kommen, dareinzu säen , wobey zu beobachten , daß der Mist rechtdurchgearbeitet werde, damit die Beeten ihre Wär-me behalten und sich fein gleich setzen: denn wennder Mist nicht gleich durchgearbeitet, und mit derMistgabel wohl eingeschlagen worden, so giebt esLocher, welches bey solchen Bceten ein grosser Feh-ler ist^ denn wenn man sie begiesset,laufft dax> Was-ser in die Locher, und da werden diese Orte zu naß,die andern Theile des Beetes aber ziehen wenig oderkeinen Nuyen davon. Sind es abcr Saamen vonBäumen und Stauden, so ist es an; besten man saesie in irdene Töpfe, und grabe steige in ein Lohbeetein: denn weil diese Saamen ossters lange liegenehe sie ausgehen, so kan das Beet, wenn die Wär-me desselben zu sehr abnehmen sollte, wiederum durchUmrühren, und Beymischung neuer Loh verneuertwerden.
Wenn etwann die Pomeranzenbaume durch "bleWart Schaden gelitten hätten, so , daß ihre Wi-pfel verdorben wären , mus man sie sezt genau ab-schneiden, selbige in frische Erde setzen, und ein mas-siges Mistbeet in einer Glascasse zurecht mä hen, siein selbiges setzen und bald im Früh ing treiben , da-mit ihre Schossen noch vor dem Winter hart wer-den. Beym Versetzen aber müst u-r sorgfältigst alleverschimmelte und abgestandene Wurzeln wegneh-men , und sowohl die Wurzeln als Etämme vonaller Unreinigkeit sänbern,imd wenn sie in das Mist-beet gesetzet werden, müst ihr wobl Acht geben, daßes nicht zu warm seye, und sie össters nicht nur al-len e an der Wurzel, sondern über und über amStamm begiessen ; dieses machet ihre Rinde weich,und sie treiben um so viel besser. Wenn aber dieSonne kräftig u> scheinen anfangt, mus man dieFenster des Hauses mit Matten oder Decken ver-sehen, sonst werden ihre Blätter versengt und dieRinde der Schossen ausgetrocknet, daher sie dennvieles leiden,wenn sie derselben zu sehr ausgesetzet sind.Dieses Erwärmen und Treiben der Pvmeranzen-(.C) bäu-