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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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824 - ZU,

Blätter behalten, so bedecken sie die Mauer desGehäuses von innen besser als die meisten andernPflanzen, und hier schieren sie sich gar wohl, indem-sie öie weisst Mauer verbergen. Die Blatter dieserPflanze sind gros, langlicht spießförmig, am Gründ-theil haben sie zwey Ohren, und in den meisten ist,in der V'ittelnbbe, an jeder Seite, ein langlichtesLoch, Einige haben nur eines , und andere zwey,daher sie denn von besonderem Ansehen sind. DieWarme,wormnen man insgemein die Wanzen aus^amaica halt, ist auch diesen gar anständig.

storibu; specioiiz pulckerrimis, cvlorerol'X !)»mzlcenX. ^ or. Virß Die Chelone

mit schonen Blumen, die wie die Damascenerrosegefärbet sind.

Diese Pflanze ist lezthin in die englischen Gartenanö 'OüIlnicn gekommen, woselbst sie Herr Clay-ron, ein fleißiger Botanist, entdecket hat. Dem An-sehen nach hat sie mit der Sorte mit weissen Blu-men , deren im Werck gedacht worden, ,schr vielAehnlichkeit, doch unterscheidet sie sich von selbigerdadurch, daß sie niedriger vom Wachsthum ist ; auchsind ihre Blumen grösser und von Farbe schön roth,weswegen sie der gemeinen Sorte vorgezogen zuwerben verdienet. Für jctzo ist diese Pflanze in denenglischen Gärten nicht gar gemein ; weil sie sichaber starck durch ihre Wurzel vermehret, so wirdsie in Europa bald gemeiner werden. Sie ist ebenso dauerhaft als die gemeine Sorte, und also kan sieeben so tracuret werden.

Diese Pflanze hat Herr Linnäue zuerst, in demVerzeichnis von Herrn Cliftords Garten, l'rioni.ris genennet, seitdeme ist sie unter des Pater Plu-mirr Geschlecht ii-meria gesetzet worden; da es aberungewis ist, ob der Character dieser Pflanze mit dem-jenigen übereinkomme, der sich bey des Plumier ka»leri-i abgcdildet sinoet, so habe ich lieber dieser Pflan-ze den Namen lassen wollen, den man ihr im ^»rcaKU^Knric ge eben hat woselbst sie wohl beschrie-ben und abgebildet ist; auch hat Herr Linnaus denCharacter von dieser Higur und Beschreibung ge-nommen : denn ich habe nicht gehöret, daß jemalsdiese Pflanze in Europa geblühet habe.

In den Orten, wo sie urspringlich wachst, als ander m<'.labarischen Küste, wird sie selten über vieroder fünf Schuh hoch. Ihre Stamme sind hart,aber nicht holzig , und dem von Mausdorn mehr,als anderer Pflanzen ihren gleich. DieSeilcnzweigewachsen paarweis gegen einander über, und dieBlatter habe» gleiche Ordnung. An den Winckelnder Blatter wachsen lange Dornen, die an einigenOrten paarwei? stehen , und an andern finden sichviere, die ein Kreutz sormiren. Die Blumen wach-sen ebenfals aus den Winckeln der Blätter/ wie anden Wi'.'telpflanzen. Diese Blumen sind röhricht,und unregelmäßiger Form, indem sie oben fünf un-gleiche Abtbeilnngen haben. Sie sind von Farbegelb, und fallen oben etwas in das rothe.

Diese Pflanze will im Winker ein Glashaus ha-ben , sonst ist sie in diesem Land nicht zu erhalten;dock M ihr eine maßige Warm anständiger, als einestärkere. Der Boden nun? leicht und sandig seyn,sonst treibet sie nicht, Sie wird durcbs Einlegenderzarten Zweiqlein vermehret, und wenn solche gehörigbeaossen werden , bewurzeln sie sich innerhalb einesJakres, da man sie denn von alten Pflanzen abson-dert , und >ede in einen Topf setzen kan. Die besteZeit solches vorzunehmen ist im April, kurz vorher

äße.

ehe die Pflanzen treiben, und eben dieses ist auch die

rechte Zeit, die Zweige einzulegen.

tolilz QVAtlL, crenzris, zcurnmstiZ»stcue pltmn Äurev, c^eincte ex purpi.u'eo rubel o.

Staudige Hermannia, mit eyförmigen, ausgekerb-ten, spitzigen Blattern, und einer anfangs gelben,nachgehende aber purpurrothen Blume.

DiesePsianze siehet deri-ierman^iz ikilci folioöcc.deren im Werck oben gedacht worden, sehr ahnlich;die Blatter aber sind spitziger und die Zweige sindnicht so wollicht. Die Blumen sind wie jener ihregeformet, und wenn sie sich öffnen, sind sie von Far-be schön gelb ; bald hernach aber werden sie pome-ranzensarb, und ehe sie we!cken, purpurroth. DiePflanzen werden holzig und treiben viele ^ eitci.asie,so, daß wenn man sie nicht denn und wenn beschnei-det/sie sich zusehr ausbreitn und kein feines Anseilstmachen. Man kan sie durch abgeschnittene Zweig-lein vermehren, wie von den andern Sorten imWerck selbsten gemeldet worden, auch wollen diePflanzen eben so tractirct seyn

lÜ5 ov^ro vklorißis zcummzr>5»seüillbux. slonbui. lpic?ti5, termin^rricikus klor»Virst Die Lom'cera mit eyförmigen, länglichten,spitzigen flattern, so keine Stiele haben , und de-ren Blumen oben am Stengel in einer Achre wach-sen, die man insgemein in Amerika die indianischeFeldnelcke nennet.

Herr D Gronovius hat in seiner ^lora VirAl-nici! diese Pflanze unter das Geschlecht dercer-, gesetzet; der Form der Blume nach aber, scheinnet sie mit derandernE ortenicht übereinzukommen;weil aber die Pfianze in Engel^nd keine Fruchtbringet, und ich selbst nicht Gelegenheit gehabt habeihren Character genau zu untersuchen , um ihr Ge-schlecht bestimmen zn können; so habe ich ihr dei»Namen des Hu. Gronovii lassen wollen.

Die Wurzel dieser Pflanze ist bestandi >; dieStengel aber stehen alle Herbst bis an den Bodenab, nnd im Frühling fangen sich, um die Mitte desAprils , die jungen Schossen wieder zu zeigen an.Diese Stengel werden insgemein einen Schuh hoch!sie sind mit länglichten spitzigen Blättern besetzet,so paarweis gegen einander über stehen , und an je^dem Steng-'l sind insgemein drey dieser Paare.haben k?i»e Stiele, sondern wachsen dichte amBlv''menstengel. Über den Blättern , gegen das Endedes Stengels zu , wachsen die Blumen in einer lo?ckern Achre, an einer Seite desselben. Sie habe»nur ein Blätlein, mit einer langen Röhre, so oben^her weiter wird, wo die Blume am Rand in sümZuruckgeboqene Theile zertheilet ist. Aussen sind dieBlume» schön roth , nnd innen gelb. Jnsgemeillwachsen acht bis zehen Blumen auf einem Stengel,und wenn die Wurzeln starck sind , so hat jede der^selben sechs, oder acht solcher Stengel, so daßwelwdie Blumen aufgeblühet haben, sie ein recht schönt»Ansehen machen. Sie blühen zu Ende des Ili!"oder mit Anfang des Augusts.

Diese Pflanze ist dauerhaft genug, die Kalteserer ordentlichen Winter m freyer Luft wohl zu vertragen , und wenn man bey sehr strenger Kälte,Wurzeln mit Erbsstroh, oder einer andern leichte'-Bedeckung beleget, damit die Kälte nicht zutief'"den Boden dringe, so hat man nicht zu fürcht«-'^'daß sie davon Schaden leide» sollte. Man verme''ret sie durch Tbeilung der Wurzel, wozu die bc>^Zeit um die Mitte des Merzen ist , da man keine»strengen Frost mehr zu befürchten hat; doch soll