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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
Entstehung
Seite
313
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Zusähe.

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vom Baum oder dem Holz etwas gemeldet; obgleichdas Hvlz sc! on seit vielen Jährn, in Menge nachEngeland gebracht worden.

Vorjetzo sind sehr wenige dieser Bäume in Enge-land,und auch diese suu- sehr kicin, indem sie alihiergar langsam wac! sen; in Westindien hingegen wach-sen sie so schnell, daß sie in wenia Jahren sehr groswerden- In den bahamischen Inseln werden sie,nach dem Bericht des Herrn Caresby, folgenderMassen vermehret. Wenn die Frucht reis ist, so oe-bet die äußere Schale derselben unten am Stiel los,sv daß also der Saame blos dastehet, welcher an ei-ner in der Mitte stehenden Säule vestsitzet; da nundieser E aame breit und leieltist, wird er aus denBoden verstreuet, welcher aus lauter Felsen bestehet.Derjenige Saame, sv in die Ritzen der Felsen fällt,bewurzelt sied sehr bald, und wenn die zanen Faserndurch den harten Felsen nicht durchkönnen, kriechensie über selbigen hin, und suchen eine andere Ritze,in welche sie hinein kriechen und so gros und starcktv«rden,daß der Fels davon springet, und die Wur-zel tiefer hinein dringen kan, und bey dieser Nah-rung, so der Baum aus dem Felsen ziehet, werdenselbige in wenig Jahren sehr gros.

E6 hat dieser Baum geflügelte Blatter wie dieEsche, indem insgemein drey bis vier Paar beylam-Men stehen, welche unten kürzer und breiter sind,als die Escbenblätter, und da hangen sie an der Mit-telriebe mit kurzen Stielen. Diese Blätter sindsehr glatt, indem durch jedes nur eine Ader lauft,welche allezeit mehr nach der einen Seite gehet, undalso das Blat unqleich theilet Von der Blumedieses Baumes kaben wir keine rechte Nachricht,und diejenige so Herr Caresbv in seiner Norm al-Historie zeiget, ist nach einem welcken unvollkomme-nen Rest der Blume gemacher worden, den man zurZeit, als er daselbst war, eben hat finden können;die Frucht hingegen hat er sehr genau abgebildet/ind. m ich Gelegenheit gehabt, seine Abbildung miteinigen Früchten, so nach Engeland gebracht wor-den, zu vergleichen. Ehe sich die Frucht öffnet, ist sieSan; braxm. Es wachsen diese Früchte aufrecht anlangen Stielen, welche mit der funfeckichten Säule,die mitten durch die Frucht gehet, und woran dieSaamen vest sitzen, genau verbunden sind. DerSaame liegt wie Ziegel oder Schiefer eines Dachesauf einander, so, daß wenn die Frucht reif ist, sichdie äussere Schaale unten in suns gleiche Theile thei-let, und wenn diese abfallen, und der Saame ver-streuet worden, bleibt der Stiel nebst der Säule et-liche Monate noch am Baum.

Ob dieser Baum das ganze Jahr hindurch in sei-nem Vatterland grün bleibe, habe ich nicht erfahrenkönnen, alle die in diesem Land erzogene Pflanzenaber werffen ihr Laub allezeit im Winter ab, undbleiben etliche Monate lang ohne Blatter; und dad>e ganze Zeit, in welcher sie wachsen, sich nicht überiwey Monate erstrecket, so haben sie selten über zweyZoll lange Schossen getrieben. Warum nun aberdie in Amerika, und die in unserem Land sv ungleichwachsen, ist nicht wohl zu errathen, zumalen da dieGanzen in eben der tewperii ten Lust gehalten wer-den, in welcher andere Pflanzen aus dem nämlichen^and sehr starck getrieben haben; vielleicht aber magdieses daran Schuld seyn, daß sie keinen Felsen hat-ten, worinnen sie hätten wurzeln kennen.

Man kan diesen Baum nicht änderst als aus demsaamen ziehen; wer also Lust hat, einige Pflanzeniuziehen,der mns sich aus dem Land,wo erwachst,

U l. Theil.

mit Saamen versehen. Dieser muß vollkommen

reis seyn und seine äusserUebe Bedeckung haben,und wenn man ihn in trockenen Sand oder leichteErde leget, so wird er am besten zu erhalten seyn.T a man aber dieses umerlüsten hat, so ist der meiste,wo nicht aller, seit kurzem nach England gebrach-ter Saame verdorben. Der einige gute Saame denich gesehen habe, war derjenige, den Herr Laresbyaus den bahamischen Inseln mitgebracht hat, dergröstentheis sehr wohl ausgegangen, und im erstenSommer wacker, nachgehends aber sehr langsamgewachsen , wie auch mit einigen wenigen andernwestindischen Pflanzen zu geschehen pfleget. So-bald als der Saame hier ankommet, muß man ihn,wo möglich, gleich in Topfe säen, so mit leichterErde angefüllet sind; die Tvpse muß man hernaHin ein Lohbeet eingrabm, und die Erde offters mitWasser ersuschen. Wenn das Wasser sehr warmwäre, muß man die Fenster des Mistbeets um denMittag mit Matten bedecken , damit die Erde nichtzu trocken werde, und wenn die Pflanzen ausgeben,mus man sie eben so tractiren , wie andere aus deinnämlichen Land kommende Pflanzen; versetzen aberdarf m.m sie nicht ehender, als bis sie ihr Laub ab-geworffen haben, nachgehends kan man sie aus denTop en heraus schütteln, sorgfältigst voneinandersondern, damit die Wurzeln nicht zerrissen werden,und sodenn jede besonders in einen kleinen Topl pflan-zen , welche man hernach in das Lohbeet im Glas-haus eingäbt, wo sie beständig bleiben müssen; weilsie in diesem Land nicht dauern, wenn sie nicht in ei-ner warmen Lust gehalten werden.

Obgleich dieser Baum in Engeland nicht gezo-gen zu werden verdienet, wenn solches nicht aus Cn-riositat geschiehet: so würde es doch zum besten derNation gereichen, wenn er in einigen der brirrifchenColonien gebauet würde.

Der Artickel: /.rbor Izurifoliz Lcc. G 548.Col. 2. Hrkutcul-i ^.sncznü S. 5:9 <Lol. !. ^rborlzLcejfcr!, Lcc sind in der neuen Ausgabe ausge-lassen , und der Artiekel Xrknr Ozxinisoiii- S 549 Col. i ist derjenige, der gleich vor-hergehet, nach welchem unser Autor also fort-fährt:

Hier will ich zwey andere Baume anführen, wel-che, wie die Struetur ihrer Frucht zeiget, mit demMahoganybaum verwandt zu seyn scheinen; weil aberihre Blumen nicht so^ deutlich beschrieben worden,daß sich daraus ihr Geschlecht bestimmen liese, s»lassen sie sich unter keine Classe bringen.

Ov»u5 Lsrbzcleniium kc.

Nach dem ersten Absay, welcher wenig ver-ändert worden, ist folgende Veränderung zu be-merken.

Es giebt von dieser Sorte einigePffanzen in Enge-land,welche in den Garten derjenigen gehalten wer-den,^ Liebhaber vonSammlungau» ländischerPflan»zen sind. Sie sind aus dem Saamen gezogen wor-den , den man aus Barbados zu uns gebracht hat;sie sind aber zu zart in Engeland in frever Luft fort-zukommen, und müssen also wie der Maboganybaumtraetiret werden; doch wachsen sie viel schneller: dennich habe Pflanzen gehabt, welche innerbalb vier Jah-ren, vom Saamen an , zehen Schuh hoch gewor-den. Die Blätter waren an einiaen derselben üherzweyScluhlang, und bestunden aus bis Vier-zehen Paar Lappen / wovon ieder so gros wie ander Esthe wan, mit deren Blattern sie in der Ferneviel Ähnlichkeit zu haben scheinen; siehet man sieKkkk aber