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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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283
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Kalmen treiben sollten, als ich hie? angeführet habe,auch werden selbige viel dickere Achren haoen.

Wenn aber das Land im Frühling mit den Ge-'ktidhalmen noch nickt bedecket »st, so denckcn diePachter, sie würden keine Ernde haben; da sie dochbald vom Gegentheil überzeuget seyn würden, wenn!>e nur warten wollten, bis die Wurzeln ihre Sten-gel treiben; sonderlich wenn sie dahin zu bringen^aren, daß sie im Mer^n den Weihen mit derWalze überzogen , wodurch er sich mehr ausbreitenmehre Stengel treiben wird. Ehe man aberwlches vornimmt, ist es gut das Getreide vom Un-kraut zu reinigen : denn läßt man dieses wachsen,kntziehel es dem Getreide viele Nahrung. Reim,Net man aber um dieke Iahrs;eit den Boden vom"Nkraut, so wird sich das Getreide bald hernachausbreiten und den Boden bedecken; Vieles aber^ird das Wachsthum des Unkrautes sehr zurückhalten.

Nichts hat der Pachter beym Ackerbau mehr zu^evbachten, als daß er sein Land beständig vom Un-kraut rein halte, und ob gleich einige sich damit ab-geben , oder eigentlich verstehen. wie dabey zu ver-ehren seye: so kennen doch wenige dasjenige Un-kraut, so nur ein Zahr dauert, und misten es alsob»n dem, so beständig bleibet, nicht zu unterschei-den. Wenn man aber dieses nicht weis, wird eseinem viel schwerer fallen, sein Land zu reinigen,sollte er auch gleich noch so emsi^ seyn: denn dasjährliche Unkraut ist bald auszurotten, wenn man^ zur rechten Zeit thut; überstehet man solches aber,w wird sein Saame bald reifen und ausfallen, undhernach wird es dreymal so viel Mübe und Kosten^fordern, sich von solchem los zu machen, als manAnfangs daraus zu verwenden würde gehabt haben;die Saat selbsten aber, würde von einem so schlim-men, und ihr die Nahruna entziehenden Nachbar,defreyet geblieben seyn Wenn das Get eio vomUnkraut rein gehalten wird/bringt solches auch nocheinen andern Vortheil, indem selbiges nicht so leichtbrandig wird, als wenn es voll Unkraut stehet, wieich vielmals beobachtet habe, und die Reinlichkeit'I, wenn die Gewächse wobl anschlagen und wach»Kn sollen, bey selbigen so nöthig, als bey Thieren.

Die jährliche Veränderung des Saamens aber?H eben so nöthig, als die Veränderung der Luft^en Arten von Thieren ist: denn wenn man Hier-aufwohl Acht gegeben hat, va ist selten brandigesGetreide beobachtet worden.

. Um den» Brand vorzubauen, pffegen die Pachter'üSgemein den Weitzensacunen in Salzwasser einzu-reichen, und in nassen Jahren thut solches sebrgut;^chtS ist aber besser davor, als daß man die Pfta,,-^nimmerrecht gesund zu erhalten luche, und diesesdringt man mit dem GnibleinpHug ehender zuwege,wenn man mit voller Hand, w-e gewöhnlich,denn wenn man mit dem Frettpsiug, den Bo-^en zwischen den Getreidebeeten im Frühling auflo-dert, so bekommen die Wurzeln mehr Nahrung:^nn in starckem Land, wo etwann im Winier sichNasser ausgehalten hat, seyet sich der Boden, beymErstem trockenen Wetter, so veste zusammen, daßdas Getreide zurück gehalten wird, und viel-mals verursachet solches auch , daß es seine FarbeMert. Geschiehet dieses, so treiben die Wurzeln^'teil viel Halme, und die sie treiben, sind tchwach.

man aber den Boden auflockern»daß die Tbei-l^bon einander gesondert werden, da wird sich dasGetreide bald wieder erholen, Farbe und Kräfte de-

^men, und das Land mit Halmen bedecken, auch

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werden diese nicht so leicht von der Nasse und demWind umgeleget wercen, weil sie sehr starck sind.

Die Art das Feld mit dem Frettpfiug zu bauen,ist in der That viel vortheilbufrer, als die uemeine;a .eine nach der Verjastung, wvriime» jetziger Zeit dieAckersleute stehen, ist es nicht wahrscheinlich, daßsolche allgemein werden sollte, und wenn selbige dieHerren selbst, welche Ländereyen besitzen, nicht ein-führen, und junge Leute, welche noch nicht zu starck deralten Practic gewöhnet snu, solche zu treiben, anfri-scl en, so ist sä lechleHostnung, daß man diese Art desAckerbaues in Lngeland sollte gemein werden sehen.

Wie viel ein Morgen Weihen gebe, ist unaewis,indem es hierinnen aufdieGüte des Bodens ankom-met. In seichtem sandigen Boden, wo man fast vieeScheffel ausgesäet hat, ist, wie mir bekannt, kaumzweymal so viel gewachsen. In diesem Fall aber wür-de der Pachter besser thun, er liefe sein Land garvde liegen, weit das was darauf wactst , nicht ein-mal die Unkosten bezahlet, und der Verlust grosser»als die Hinnahm ist. Ob man nun aber glei! msolchem Land vielmals keine bessere Ernde bat, soist doch heut zu Tage unter den Ackersleuten, ?asAnbauen desselben so gemein, daß, wen» sie ihreHerren nicht selbst zurück halten, sie alle Felder an-bauen würden , stlttcn sie auch gleich gewis wissen,daß sie dabey Verlust leiden müsten.

Wenn aber gleich, die'"e sandigen, wazern Fel-der so wenig tragen; so weis ich doch auch, das- ineinem guten Land, wo das Korn dünn aeftanden,acht Viertel von einem ganzen Morgen Feldes, undmanchmalen auch mebr eingeerntet worden. Auchhaben mich recht glaudw'rdige Leute berichtet, daßin einem guten Land, wo man nebst dem G übl in-pfiug, auch den Frettpflug gebrauchet, ein Morgenzwölf Viertel getragen habe, welches m der Tbatviel heist; und auch bey schlimmen Wetter , lanwan stch ganz gewiß mekr versprechen . als wenn mansich der gemeinen Art oes Ackerbaues bedienet.

Der Preis des Korns ist beständig veränderlich?lind innerhalb eines oder zweyer Jahre, ist diese Ver-änderung vst gar gros, so, das; wenn es so wobl-feil gewesen , daß die Pachter ihre Zinsen -.icht be-zahlen konnten, innerhalb eines Zaires der Preiswohl zwcymal so doch gesne>.;?n. Alieine diesemkonnte durch ehrliche und gute Haushaltung wohlvorgebanet werden, wenn man zur Zeit, da es vielGetreide giebt, von den armen Pachter eine genüg-same Menge, um billigen Preis kanffen, und aufvstentlichen Kornboden aufschütten wollte, bis eineTheurung käme , da man denn die Armuth versehnkönnte. Auf diese Weile würde das Publicum,niemalen Gefahr lauste», an nöthigen Lebens-mtlelnMangel zu leiden, und die Pachter wü' den ineina-len zu ihrem Schaden zu viel ^vr-ath ba^en:denn wenn der Scheffel Wcit-en viel woblsciler a svier Sc! illing ist, so kan der Pachter weder seineZinsen bezahlen, noch leben; kostet er aber v>el mehrals fünf Schilling, so kan das arme Volck ni'''t soviel erschwingen, als es, um gutes ^rod zu kauffen,nothig bat, hälr aber der Preis das Mittel , so wirdman nicht viel Ursache zu klagen haben.

l'ULKkOSz. siehe pol/antkes.

S. Z56. e. setze l.zc Verine.

— — 7. Violeck,r^lis, sek;e Vinlet

— »». k inckenburßki, setze lii-znäenburgk»

— 20. b>uperinrcN!j^nr, setze Luperinren*

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