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einem Griffel oder Nagel die Häuptlein, worander befruchtende ^laud sitzer, über der weiblichenBlume ganz gelinde auf und nieder , da denn derStaub m selbige hinein fällt; auch legt man eineder frisch aufgeblühten männlichen Blumen mit ih-rer Oeffnung, über die Oeffnung der weiblichenBlumen, damit dadurch die Frucht genugsam be-fruchtet weroe; haben aber die männlichen Blumeneine solche Lage, daß man sie mit einander vereini-gen kan , ohne daß man jene abzupflücken nothig hat,soll man solche allezeit wählen. Auf diese Weisehaben es die Gattner dahin gebracht, daß die erstenFrüchte dieser Sorten , so fich an den Pflanzen ge^zeiget haben, beklieben sind, welche ehedem, da mannicht so mit ihnen verfahren, allezeit abgefallen undniemalen qros geworden , daher es denn auch sehrvft geschehen, daß wenn das Wetter so ungünstiggewesen , daß es unsicher war, die äussere Lust zuden Pflanzen zu lassen, die Früchte, drey Wochenoder ein Monat laim, nach und nach hervorgekom-men , und ehe sie sich noch fornuret hatten, baldwieder nach ihrer Hervorkunft abgefallen sind. Die-semnach kat man hier einen überzeugenden Beweis,wie nöthig es se»e, daß der Everstock der Frucht be-schwängert werde, sonderlich wenn man gute Früchtehaben will, und hieraus kan man auch erklären?warum der neue Saame offlers fehl schlage, wieunter dem Attickel Zeugung gemeldet worden, dasich viele betrogen gesehen, wenn sie solchen ^aa-men der von ihnen selbst gezogen worden, ausge-säet haben, ohne zu wissen, wie solches komme.Ich bin selbst öffters betrogen worden, da ich vonzarte!, ausländischen Pflanzen guten Saamen er-halten , welche vorher geblühet und a-iem Ansehennach recht guten Saamen getragen hatten , der abervielmals aller misrathen ist, und dieses glaube ich,war daher gekommen, daß die Fenster wahrenderZeit, da die Pflanzen biüheten,, zu sehr verschlossengehalten worden , so, daß die äussere Lufft nicht zuihnen kommen konnte, welche, wenn sie einen Zu-gang gehabt hatte, dem befruchteten Staub zurBefruchtung behuflich gewesen seyn, und den Saa-men gut gemachet haben würde: denn eben diesePflanzen , haben bey besserer Witterung, da manihnen Lufft geben können, eine Menge guten Saa-mens gebracht.
In den hier angeführten Tabellen :c.
Am Ende dieses Arrickels ist hinzuzusetzen:Man sezt diese Pflanzen insgemein unter den Wach-Holderbaum, zu welchem Geschlecht sie vermag ihresCharacters gehören, da sie aber lange unter demNamen in den Kramläden bekannt sind, sohabe ich ihnen selbigen auch lassen wollen.
Die erste Sorte bringt in diesem Land, wie inverschiedenen andern Orten, setten Beeren, wes-wegen sie viele dasMannlein, die ausrechte Sorteaber das Weiblein nennen, weilstlbiges eine MengeBeeren trägt; eben daher aber haben wieder anderegeglaubet, beede wären nur eine Sorte; alleine essind gewiß zwey verschiedene Pflanzen : denn sie sindin Ansehung der Art ihres Wachsthums und ihrerBlätter gänzlich von einander unterschieden. Ichhabe an der ersten Sorte manchmalen Beeren ge-funden ; alleine sie wachsen gar sparsam, und nuralieine an alten Pflanzen.
Die erste wird selten über drey oder vier Tchuhhoch, und die Zweige breiten sich, weit vom Stammwcg« horizontal aus, daher denn diese Pflanzen sich
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gar wohl schicken, Felsen damit zu bedecken, odersie so zu pflanzen, daß sie über das Wasser herhabgen, da denn das dunckle Grüne der Blatter en^sehr guten Effect hat, ferner recommendiret sie auchdieses, daß sie sehr dauerhaft sind, denn in VeMstrengen Frost von >7?^-4'> welci en wenigzen überstunden, blieben diese grun, und litten kei-nen Schaden.
Die andern Sorten wachsen mehr aufrecht, undwerden Lehen bis zwölf Schuh hoch. Ihre Bat-ter sehen den Blattern dervirgimschen tzeder gleich,und riechen eben so starck als der gemeine ^even-bäum ; alleine jezt ist diese Sorte in Lngel^nd «ich»gemein , ob sie gleich fortgep-anzet zu werden ver-dienet, indem sie unter andern immergrünen Sta^den eine Mannigfaltigkeit machet.
GALLT.
S. 220. Col. 2. ist nach dem Absa;: DASafft einer Pffanze:c. hinzuzusetzen : Dieser S^«/kommt in die Manze als ein feines und zartes Was"ser, und je näher selbiger bey der Wurzel lst, >emehr hat er noch von seiner eigenen Natur; je wel-ler er aber von der Wurzel entfernet ist, ie mAist er schon bearbeitet und der Natur des Gewächsahnlicher gemachet worden.
Wann also der Safft :c.
G -2! Col. 2. l. 26. von unren, seyenatdUnkcli, h-adcn: welche Herr Linnäu» keätzriua»nennet.
S. 2!,. Csl. z. l. ? von unren, feye statt?
von diesem werden die Augen :c folgendes: Dieselvchiichte Schleim dienet den Knospen der Bäumtzu einem Überzug, welcher sie im Winter wider dieNässe und den Frost verwahret; bey einer feucht^Wärme aber schmilzt solcher wieder, und wenn dieFruhlingswarme ankommet, fliest er von seidige"herab, auch wird er niemalen zu einer so harte"Kruste, daß er den von ihm umgebenen KnosptSchaden bringen sollte. Diese ohlichte Substantenthalt allezeit einen sauern Geist, welcher einwahrendes Mittel wider die Fäulung ist.
Der erste Absa; fängt in der neuen Ausgabtalso an : Die zwey ersten Sorten sind an den S>e^ten :c. unö der andere Adsaz: Die zwo folgend^Sorten:c.
L^lX.
!^eue Sorten.
I». 8/.I.IX czprez, zcuro lun^oczue folio.
§7n. Bergweide, mit langem spitzigen Blak.
l?. 8^l.ix miiiime 5l^i!is , kolns lonzzilliw^utririczue vjri^idui, non lerrzris. t<zii 8^n. (Ilat^
Weide, mit sehr langen grünen Blattern.
54. 8.4I.IX folio lvnZi'Iimo. Lsc» Lsnt.
Weide mit dem längsten Blat.
ls. 8-^l.ix twmilior, foliis znZulkiz fubcoerU^
leis, ex s(!verl!i binij. Ksii Gelbe ZwekA"weide.
16. 8^r.ix ^!p!n?, ?Ini rotuniZo folio, repenk»
Locc. Vlus Kriechende Bergweide, mit dem rliit^den Erlenblal.
S. 2-7. Col. 2. l. is. von unten, ist starr derN>orre- weil man sie aber selten ziehet :c. folgendes;^seyen.: und in verschiedenen Theilen von Engeland/als Schlagholz gezogen werden.
Die