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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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247
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Diese Art des Feldbaues wird denjenigen, so sol-^noch nicht practiciret haben, viel ^ostba^er vor-^Mu?en, als die ^euicine; wer über nn/ beedcn ci-Versuch aeina 1er, der hat gesunden/ daß dasocettp'uge» viel woblfeiter und desser seye': dennLandvolk, welches mau brauchet, die i)>üben!?ul der Hand zu fetten, eylet c'.erne mit seiner Ar,so, )aß oje Hälfte des Unkrautes stehen b!/i-^t, auch werden die Pflanzen von selbigen seltenw wobl aus einander gesetzet, als c5 levn so^e;Uberdem ist es nicht lorgfä'rig genug, den Rübsen,welcher in den Aeckern das gemeinste Unkraut ist,den Rüben zu unterscheiden; daher es denngemeines ist, die Rübensel)er um die Mitte?es Septembers voll gelber Rüdsend'.unie» zu se-Nun wi d aber durch den Frettpflug allesUnkraut in den Zwischenräumen ganui.^ ausgerottet,^>d sollten in den Reiben der Rüben ek.'iae wenige^an;eu übersehen werden, kan man sie, wwn seligeäderst in das Gesichte fallen, leichtlich ausziehen.. Das gröste Uebel, so man wegen der Rüben zuMrchten hat, bestehet in den Fliegen die solche zu^rund richten; dieses pfleget insgemein bald naa)Hervorkunst der Plauzen zu geftbehen, oder weitnnoch die Saamenblarter haben : denn wenn die!^uen Blatter der Rüben schon ziemlich sta>-ck sind,haben sie diese Geiahr überkommen. Es >ies1ue-5^ solches aberalleeit bey trockenem Wetcer; wenn^her beym Ausgeben der Rüben ein ,^egen ein>allt,Achsen siesosrarck, dak ibnen die Fliegen so leichtschaden können. Auch b^ man gesunden,M' diejenigen so in Grüblein gesaet w.-rdeil, denLiegen viel besser entgangen seyen, als die, so man''t voller Hand gesäet hat; bestreuet man aser^en jedes Grüblei» mit Ruß , ist solches die Flie-abzuhalten sehr dienlich, und wenn man nur^ciiie die Grüblein bestreuet, braucht man, zu ei-"M, grossen Feld, nicht viel.

^Einc andere Gefahr haben die Rüben von den^Uupen auszustehen , von welchen sie vielmals an-Kiffen werden, wenn sie so g-os geworden , daßpflanze sechs bis acht Blatter hat. Man kan"der Insecten am sichersten ausrotten, wennviele Hühner auf das Feld b' inget, welche man^her hungerig wcrde» last, und hernach desMor-hinein führet. Dieses Genüget wird die Rau>«^ balö auffressen. und die Rüben reinigen. Die-^ Übel sind die Rüben , welche man in Grübleinnicht so ausgesetzet: denn da der Boden zwi-Den den Reihen immer aufgelockert wird , so wer-/n die Pflanzen auch immer im Wachsthum er-sten ^ im) da hat man von diesen Insecte» nichtsmrchten: denn die Papilionen legen ihre EyeryMalen auf gesunde Pflanzen, so bald sie aber im^a.höihum zuruc? bleiben , werden sie gleich mitÄiern dieser Jnsecten besetzet. Und so verhaltc^ uch überHaupts mit den Plauzen, wte mit den^leren, daß sie selten vom Geschmeiß angefallenrx.^n, wenn sie gesund sind; wenn sie aber krän,^» werden sie von selbigen bald besetzet, so, daß„j" die Kranckheit eine Ursache des Geschmeisses,1)^^ aber das Geschmeiß eine Ursache der Kranck-^ 'Ü, wie man doch insgemein zu glauben pfleget.>D», aber die Pflanzen allezeit gesünder sind/h., "der Boden um selbige herum wohl aufgelockerts^' als hat man auch diese Feinde nicht so sehr zuq^ten, wenn man sich des Frettpfluaes bedienet,^enn man nach der gemeinen Weise verfähret.

h.^enn die Rüben mit den Grübleinplug gesäet^t!, so ist es am besten? man bediene sich an-

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fangs des F^ettpfluges a'lezeit m der zweyten Reihe,und einige Zeit nachher, kan man auch die zu erstübergangeuen Reihen freuen, hiedurch n iid manden Pfanzen wegen des vffkern )luflocken> des Bo-dens me^r .putzen schaffen, al? wenn man i. ^wi-schenraume alle auf einmal sren.n wollte; auch istes üi^t so gefährlich für die Pfanzen, ta e wanndie Erde iu manche» Reiben zu sehr möate a»ge-hauffet werde» , andere aber davon gar zu ri l eut-vloset wurden^ Wenn man aber die ^rde ^n einerSeite der Grüblein ausgeworfen hat, s>m man sel-bige, ehe der andere Awisi emaum ge^retlet u >rd»vorher noch einmal umwenden. Dieses wecl scieweise?<uflockern der Erde aber , wird den Bo^en nw .iefolgende <?'aat nicbt nur alleine zubereiten, sondernauch den Rüben selbst zur Verbesserung di. n 'n. Daman aber mit den Fre^lpflug nicht wohl er zuden^rüblem, als bis auf zwei, oder drey Zoll kom-men kan , so soll man den übrigen Boden mit einerGabel auflodern, und den Fasern de Wur;elüPlaz machen, daß sie sich in den Zwischen'auinhinein begeben können , sonst wenn der Boden fettist, wird er an solchen Orten , welche nicht aufge-lockert werde»?, so hart, daß dadurch das Wachs-thum der R ben gedemmet wir). Dieses ader kanm it leichten Kosten bewerkstellige werden, und einsfltlk'ige Hand, wird cin-'ii grossen Tbeil dieses Wer-ckes m' einem Tag verrichten; wer aber biemit eineProbe ?M.'l,en wül^ der wird den Nutzen da»on ge-wis emp^n >en , sonder'iwo fette' Boden ist. inwelchem die R'iben viel cl'-ender, wenn r sich vestzusammc/usetzet, Schaden leiden, als in einem inehrlockerem Boden; jedvch es kan dieses V rsab>-enin jedem Boden nicht anders als höchst vorträglichseyn.

Wenn der Boden auf diese Weise überall aufge-lockert wird, so darf man, wenn die Rüben abge-hütet worden , für die Gerste, oder was man sonstdarein säen will, nur einmal pflügen, so, daß maneinen Vortheil davon hat, wenn man die Rübenlange stehen last, wie offters geschiehet, sonderlichwenn man selbige bauet, um die Scbaafn ütter da-mit zu füttern; weil alsdenn der Boden offters e' stum die Mitte des Apl ils rein gemachet wird: denneine spate Fütterung im Frühling zu haben, ehe nochdas Gras hervorkommet, wünschet man gar sebr,wo man viele Scbaafe oder Gebärmutter hält,und ein Morgen Rüben giebt mehr Futter zu dieserJahrszeit, als fünfzig Morgen der besten Wiese.

In Norfolk und einigen andern Prov.'»;ien,bauen sie die Rüben sehr hauffig, um Hornvieh(ttjzck c>^rlle) damit zu füttern, wodurch n?anauf den Meyerhöfen vielen Vortheil erhalt denndas Land bekommt dadu ch eine gute Düngung,und man ziehet sodenn auf selbiaem sehr viel Gersten,da es sich vorhin kaum der Mühe verlohnet hätte,einen solchen Boden zu pflügen, wenn er nicht aufdiese Weise bebauet worden wäre.

Last man die Rüben von dem Vieh auf dem Feldabfressen , so mus man seliges nicht zu viel daraufhin und wieder lauffe» lass)» : denn w 'un man eSnicht durch Hürden, welche täglich weiter gerrcketwerden können, in einen solchen Raum einschliesset,wo es für einen Tag genug zu fressen hak, so ver-dirbt selbiges dreymal mehr, als es fressen kan; da-her es denn sehr übel hausgehalten Heisset, wennman ihm zu viel Raum läst.

Hier mus ich auch eines gemeinen Irrthums ae-dencken, worinnen alle diejenige stecken , !o vom Ge-gcntheil nicht wohl unterrichtet sind; es dclMt aberO. qq z. selbi-