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ausbreiten wird. Man braucht sie ;nm Farben, wes-wegen Saher selbige denn auch Lsrberkvam genen-nec wird.
Die sechste, siebende und achte Sorte, sind Va-rietäten von der lezten, als von welcher sie sich durchihr Wachsthum und die Breite ihrer Blatter un-terscheiden.
Die neunte Sorte wird viel grosser als eine dervorigen, und blühet auch langer. Sie hat keinekriechende Wurzel, und verdienet also einen Plajunter andern Stauden.
Die zehende Sorte wächst niederig, und wirdselten über dritthald Schuh hoch; weil sie aber sehrspat m, Jahr blüher, da wenig andere Staudenschön sind, verdient sie in iedem guten Garten einenPlaz. Sie blühet insgemein im Ocroder, undwenn die Witterung nicht gar zu streng ist, bleibtsie den ganzen November schon, bey dieser Ja!?rS-zeit aber sind die Zweige mit gelben Blumen besetzet.
Die eilste m>d zwölfte Svrte, sind auch niederigeE lausen, w-.lche, weil sie das ganze Jahr hindurchgrun aussehenunter andern Staudengewächsenum der Varietät willen , Pla; bekommen können;od aber gleich ihre Blumen nicht schön sind, dienensie doch in einer Plantasche, mit andern Stauden ver-mischet, zur Zierde.
Diese zwölf Sorten sind alle dauerhaft genug,in freyer Lufft die Kalte unserer Winter zu vertra-gen , die dritte Svite ausgenommen, welche beysehr starcker Kalte manchmalen etwas leidet ; inordentlichen Wintern aber dauert diese Sorte auchdraussen, sonderlich wenn sie in einen bedeckten Ortgepfianzet ist ; weil sie aber bey starcker Kalte gerneverdirbt, so soll man, um das Geschlecht zu schal-ten, eine öder zwey Pflanzen im Winter in Ver-wahrung bringen.
Die dveyzehende Sorte ist eine Varietät von derersten, welche zufälliger Weise in einigen deutschenGärten aus dem Saamen gewachsen ; jezt aber istsie in ^ngcland rar, man kan sie durch das Ab-saugen auf die gemeine Sorte, oder auch durch Ein-leger vermehren, wiewohl das erstere, um gutePflanzen zu erhalten, das sicherste ist. Sie tragtkeinen Saamen , und so es ja geschiehet, so werdendie daraus wachsende Pflanzen, selten gefüllte Blu-men haben.
Die übrigen bereits angeführten Sorten, wer-den alle aus dem Saamen gezogen, den man nnFrühling, in ein Beet von leichter frischer Er-de säen, und eben so, wie den spanischen Genster,warten kan; dieses aber ist etwas so bekanntes, daßes hier unnöthig wäre, deswegen eine Anweisungzu geben.
Alle Genstersorten treiben gerne lange, zähe, fa-serige Wurzeln, die tief in den Boden gehen; wennman sie also nicht in ihrer Jugend versetzet, so ver-derben sie vielmals: denn sie haben an ihren Wur-zeln wenig Fasern, so, daß wenn sie lang« iueinem Plaz gestanden, die Wurzeln tief in den Bo-den getrieben hab?n, welche man hernach beymVersehen abschneiden oder abreissen mus, dieses abermacht sie insgemein verderben.
Die vierzehende, sunfzehende, sechzehende, sie-benzehende und achtzehende Sorte, wachsen ur-fpringlich in Africa, die meisten aber um das Vor--gedürg der guren Hoffnung. Sie sind zu zart,im Winter in neuer Lufft fortzukommen, weswe-gen man sie in Gewächshäusern halt; alleinefür-letzo sind die meisten derselben in Engetand sehr rar.
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Sie können alle aus dem Saamen gezogen wer-den , den man im Frühling in ein mäßiges Mist^beet säen sott, und wenn die Pflanze« ausgehen,wollen sie so viel freye Lufft haben, als die Witte-rung erlauben will, sonst wachsen sie sc! wach daher-So bald die Pflanzen zum Versetzen starck genugsind, soll man jede in einen keinen Topf pflanzen,der mit leichter Erde angefüllet ist, und wenn maltdie Töpfe in ein recht temperirtes Mistbeet cingrabt,wvrinnen die Pflanzen, so lange bis sie sich wiederbewurzelt haben, im Schatten gehalten wertenkönnen, so ist solches das sicherste, hernach soll maltsie nach und nach an die freye Lufft gewöhnen. AntSommer kan man diese Pflanzen an einen ve^-wabr^ten Ort hinaussehen ; im Winter aber müssen siein ein gutes Gewächshaus gebracht werden, wobey gelindem Wetter, so viel möglich, frische Luffthaben können : denn wenn sie zu sehr eingeschlossensind , und die Lufft nicht zu ihnen kan, so lauffci»sie gerne an, und hernach verderben ihre Zweige.
Im dritten Jahr nach dem Aussäen, werdet!die Pflanzen sehr starck blühen, und hernach alleJahre ein gleiches thun, da sie denn unter andernausländischen Pflanzen ein feines Ansehen machen;weil sie aber auch das ganze Jahr hindurch grünbleiben, verdienen sie eben sowohl, als die meistenandern Pflanzen, so man in das Gewachehaus sc^tzet, gehalten zu werden.
Es werden diese Pflanzen sieben oder acht Schul)hoch, und wenn man sie in ihrer Jugend so ziehet,daß sie feine Stämme bekommen, kan man n^l>der Hand es auch dahin bringen, daß sie reguläreWipfel machen : denn sie lassen sich gar wohl be^handeln, sonderlich wenn sie noch jung find, un>wenn man sich bemühet, ihnen eine feine Form zNgeben, werden sie im Gewachshaus den Winteküber, ein viel besseres Ansehen machen.
5?luosä. Hier wird der Leser auf^lex verwiesen.
(Z!-55ILK^.
N>ue Sorte.
4. (ZxznLkä folü, Iznccolsti« ierrzris, pcclun^culc, rcrmmztnci laxo ipiczro I^in. !4art < iiik'.Die GeSnera mit spiesformigen ausgezackten Blat/tern, deren Stengel sich mit einer lockern Blumen^ähre endigen, insgemein der canarische Fingerhul-
G- ?55- Col. 2. l. 26. ist folgende Brände/rung zu machen : da man sie in^das Lobhaustzen kan , und wenn man selbige daselbst in mäßi^ger Wärme halt, werden sie wacker zunehmen,und im zweyten Jahr blühen, da sie denn ein sei^nes Ansehen machen: denn sie tragen lange Bln^menähren, und die Blumen kommen der Fornlnach, mit dem Fingerhut etwas überein. Es dau^er» diese Pflanze« nur wenige Jahre, weswegenman denn öffters neue Pflanzen ziehen soll: dennwenn man die Sorten aus der Frembde bekommt,bringen sie in Engeland reifen Saamen, wen"man sie sorgfaltig wartet; es ist aber der sichersteWeg die Pflanzen zu ziehen, wenn man den Saa^men, gleich nachdem er reif geworden, aussaet?und wenn man den Saamen, der an? der Fremdekommet, so bald er reif geworden, in Töpfen übe^sendet, und^ solchen, wenn er in Engt land ang^langet aussäet, wird er vielmals anschlagen, sonsderlich die zweyte Svrte, welche bey mir sehrgewachsen.
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