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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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ben sich freylich von einem guten Fortgang Hoff-nung gemachet, wenn sie gefeien, daß Diese neu-gepflanzte Baume zwey oder drey Jahr lang, wiesie insgemein zu thun pflegen, getrieben haben;allein drey oder vier Jahre hernach, fangen sie an,statt fortzuwachsen, von oben abzustehen, und die-ses gehet so »ach und nach fort, bis sie ganzlichverderben; welches vielleicht innerhalb acht oder ze-hen Jahren m1>t geschehn würde, sonderlich wennkein strenger Winter, oder sehr trockener Sommereinfällt, als vm welchen beeden, dieser oder jenerden 'Z>lantaschen insgemein sehr nachteilig ist; so,daß sich also die Leute so viele Jahre, und bey ih-rer besten Lebenszeit, mit einer Hoffnung Weisen,die ihnen gewis fehl schlagt, indem die Baumeentweder absieben, oder niemalen än Grosse zuneh-men Jedoch nn Arlickel pflanzen, werde ichhievon umständlich handeln, nun aber will ich fort-fahren.

Beym Entwurf soll man, so viel möglich, dieschlechten und elenden Arten zu vermeiden suchen,und seine Absicht blos auf das Edle und Grosserichten. Man soll in einem Garten nicht zu vielKleinigkeiten anbringen , noch auch, sonderlich ii»grossen Gärten, kleine Wasserwercke, schmale We-ge :c, machen : denn es ist viel bester, einige weni-ge grosse Wercke, als viermal so viel kleine Lappe-reyen zu haben. In kleinen Garten lässt sich sol-ches ebender entschuldigen, auch würde es in derThat übel gethan heissen, wenn man in selbigeng> osse Ebenen, breite Wege oder weitlauftige Was-serwercke anleaen wollte, vielmehr mus man hierim Mittel bleiben, und dergleichen Gärten zu starckanzufüllen, sich nicht in den Sinn kommen lassen,weil sie dadurch nur das Ansehen eines schlechtenund lappischen Models von einem grossen Gartengewinnen würden.

Ehe man den Entwurf von einem Garten ma-chet, hat man wohl zu überlegen, wie er etwann,innerhalb zwanzig oder drcysig Jahren aussehenmögte, wenn die Bäume und Stauden in die Höhegegangen, und sich ausgebreitet haben; denn es ge-schiehet öffters, daß ein Entwurf, bey der erstenAnlaae ganz fein und proportioniret aussiehet, mitder Zeit aber jo klein und lächerlich ausfällt, daßman solchen entweder verändern, oder ganz um-reissen mus.

Uberhaupts mus die Einteilung eines Gartensund seiner Theile, nach der verschiedenen Lage desBodens eingerichtet werden: denn ein Entwurf dersich für einen vollkommenen ebenen Garten schicket,taugt keineswegs wenn der Boden sehr uneben ist,so, d^ß wie ich bereits gesaget habe, bey einemEntwurf die Ainst hauptsächlich darinnen bestehet,daß man denselben nach der Lage einrichte, und dieUnkosten zu erfahren suche, die man mit Wegräu-mung der Erde m machen hat, wenn man den Bo-den eben machen will. Ferner soll man in der An-zahl, und mit den Sorten der Bäume und Stau-den ,'si h nach jedem Theil des Gartens richten,nichts aber, so schon in das Gesicht fällt, und demGarten zur Zierde dienen konnte, verdecken.

Es giebt ausser diesen noch viele die Proportion,Gleichförmigkeit und Anordnung der mannigfaltigenTheile eines Garens betreffende Regeln, wovonaber ein mehreres unter den verschiedenen dahin ge-hörigen Artickeln nachgesehen werden kan.

Ich? Lnowärop. SchneeglöAlein, Schueetropflein.

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Der Character ist:

Die Scheide der Blume ist längliche, stumpj»und zusammengedruckt ; sie offner sich an derSeire, und wird eine trockene Haur. DieBlume bar drey langlichre hole Blüclein, diesich ausbreiten und gleichgros sind In derMitte sizr das Honigbehairms, welches wal-zenförmig und stumpfist, auch eine Einfassunghat. Mitten in der Blume stehet der Srew-pfei, den sechs Läden umgeben. Aus dewStempfel wird hernach ein eyföcmiges Gehäu-se, welches drey Lacher hat, die voU runde"Gaamens sind.

Diese Pflanze wurde nebst dem grösseren Schneeglecklein von Tournefort iXai-cilivicucoium genen-net; da dieses aber ein zusammengesetzter Name ist,hat Herr Linnäus solchen in kzlsmluis verändert,und das qrosse Schneeglöcklein davon abgesondert,solches Geschlecht aber nur blos l.eucoium senen-net.

Die Sorten sind:

(Z^xi-nus. l_m. ttort. Lliff. GemeinesSchneetropflein.

2. (Zäl^nruus ilore plcno. Gefülltes Schneitröpflein.

Diese Psianzen haben ihren Werth, weil sie 5>bald im Frühling zum Vorschein kommen: dennsie blühen insgemein im Ianuaris, da die Erveöffters noch mit Schnee bedecket ist. Die einfacheSorte kommt zu erst, und obgleich die Blumennoch klein sind, so machen sie doch, wenn sie bü-schelweis wachsen, ein sehr feines Ansehen, dahersoll man diese Wurzeln nicht einzeln einsetzen , wiemanchmalen geschiehet, wenn man um die Rabat-ten mit solchen eine Einfassung macht: denn da ma-chen sie ein sehr schlechtes Ansehen. Wenn abekzwanzig oder mehr Wurzeln dichte beysammen ste-hen , sehen die Blumen sehr wohl aus, da auchdiese Blumen unter Bäumen und Hecken gutwachsen, so schickt es sich sehr wohl, sie an die Sei-ten von Waldwegen, und in die Quartiere der Lust-gebüsche zu pflanzen, und wenn sie dastlbst unge-stöhret gekästen werden, werden sich die Wurzel!»ausserordeutlich vermehren.

Hier wird der öeser aufktynca verwieset

G. Col. 2. ist der dritte Absaz: D>efünfte Sorte?c. also verändert. Die fünfte Sor-te hat der emsige Botanicus D. N)ilh. Houstou"zu Campeche entdecket, und den Saamen davo"nach Europa gesendet. Es ist eine jährliche Pflan-ze, und mus bald im Frühling in einem Mistbeetgezogen, und in ein maßiges Mistbeet von Geber-loh eingegraben werden. Wenn hernach die Pflal^zen aufgehen, und zum Versetzen taugen, müsse"sie wie andere jahrliche Pflanzen, die man im Loh^Haus halt, gewartet werden. Bey dieser Wartwerden sie im Iulio blühen, und im Septemberreifen Saamen bringen, die Pflanzen aber werde"bald darauf verwelcken.

G. Z4?. l. 8. ist nach dem N)ore v<^

setzen, folgende Veränderung zu machen:eben so tractiren wie andere zarre Pflanzen des nä>n^lichen Landes. Das erste Jahr soll diese Pflanzeim Lohbeet bleiben, hernach aber kan man sieWinter in ein mäßiges Glashaus setzen, im Soll!/mer aber will sie freye offene Lufft haben.