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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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in solchen Plätzen gefunden, wo die Pflanzen ausden Gärten hingcworffen wo:den; alleine ich haltedafür, sie seye allerdings eine Pflanze dieses Landes,weil man sie in Menge in solchen Waldern findet,die weit von Häusel» entfernet sind, sonderlich aberim Ccharltouwaid, und in verschiedenen andernWaldern in Sussex. Sie bat eine starck um sichkriechende Würze!; daher sie denn auch leicht fort-zupflanzen ist.

Die zweyte Sorte wird, an den Seiten der Ba-cke und Teiche, in vielen Theilen von Engelandwild gesunden Diese Pflanze wird bey drey Schuhhoch, und bringt oben an den Stengeln ihre Blu-men. Diese aber sind lange nicht so schön als ander ersten, und da die Pflanze eine starck um sichkriechende Wurzel hat, kommt sie niemalen in dieGarten. Wenn man die Blatter dieser Pflanzereibet, haben sie einen Geruch wie gebrühte Aepfel,weswegen sie einige (.oalins und Lrcam genennethaben.

Da die dritte Sorte eine Pflanze sonder Schön-heit ist, wird sie nur alleine in Krautergärten, umder Mannigfaltigkeit willen gehalten.

Die vierte und fünfte, sind ein gemeines Unkraut,und wachsen in den Waldern, wie auch an andernschattigen Orten, in den meisten Theilen von En-gcland wild, weswegen man ihnen denn niemalsin den Garten einen Plaz einräumet: denn durchdie W»'!e, welche an dem Saamen hanget, wirdsolcher weit weggeführet, und die Pflanzen werdendadurch zu einem schädlichen Unkraut.

LRDE.

S 299. Csl. l. L.. 28. ist nach dem 'Wort,nennen, hinznzüscyen : Die wahre Erklärungvom Letten , gehet dabin, daß er diejenige Erdsorteseye, welche fett und fchupfferig ist, nicht so dichtea s Thon, noch auch zu locker oder zu sandig; son-dern er ist zwischen beedm >in Mittelding, wirdleichtlich durcl) den Frost ausgelöset, ist auch lindund leicht zu bearbeiten. Dieses ist einer der bestenBoden,für die meisten esbarenPflanzen undWuzzeln.

L RDSCHVV A EM ME.

S ? Q. Col. >. l. :-7. ist nach dem Wort, be-halten, alles folgcndermafscn verändert: Da manaber diesen Saamen oder diese Brüt in keiner Hei-de finde 1 kan, als nur zu der Zeit, wenn die Schwäm-me natürlicher Weise wachsen, so kan man dochunfehlbar welchen in alten Misthaufen antreffen,sonderlich wenn nnter selbigen viel Sttohist, unddie Nässe solchen nicht durchdrungen, und faulengemachet hat; man kan ihn auch össters finden,wenn man alte Mistbeete du chfucher; denn eö sie-het diese Brüt wie weisst Gartenerde aus, und machtlaime Streifen, welche sie überall leichtlich kennbarmachen. Man kan sie aber auch erhalten, wennman langen Mist aus dem Stall, der noch nichtauf einem Haufen gelegen und gegohren hat, mitfetter Erde vermischet, und unter eine Bedeckungbringt, daß keine Nasse dazu kommen könne; jemehr auch die Lufft davon ausgeschlossen bleibet,je eher wird sich die Brüt zeigen.^ M.m mus ihnaber nicht so dicke anlegen, daß er sich erbitze: denndadurch wü'-de die Brüt vernichtet werden. Unge-fähr bey zwey Monade darnach, wird sich die^rutzeigen, sonderlich wenn der Hausse mit altem Schilfoder solchem Stroh wohl bedecket ist, welches langein freyer Lufft gelegen bat, und keine Gährung ma-chet. Sodenn aber kan man die Beete zurecht ma-

chen, um die Brüt darein zu bringen. Diese Bc^te sollen aus Mist gemachet werden, worinnen vielStroh lst, es mus aber kein solcher Mist seyn, derauf einem Haussen beysammen gelegen und gegoh-ren hat, und derjenige Mist, so ein Monat lang,oder auch länger ausgebreitet gelegen, ist der beste.Diese Beete macht man auf einem trockenen B»"den, auf welchen oben der Mist gelegct wird. Un-ten sollen diese Beete dritthald Sä uh weit seyn,und eine Lange haben, die nach der Menge derSchwämme, so man verlanget, p;oportioniret seye.Sodenn legt man den Mist einen Schuh dick an,und bedecket ihn vier Zoll hoch mit fetter Erde, Aufdiese leget man wieder bey zeben Zoll dick Milk,hernach macht man wieder eine Lage von Erde, wo<>bey man immer das Beet an den Seiten schmälermachet, so, daß es wie der Forst eines Hauseswerde, und dieses kan durch drey Lagen Mist, undeben so viel Laaen Erde cestbehen. Wenn das Beetfertig ist, soll man es mit Stroh, oder altem Schilfbedecken, um die Nasse abzuhalten, und zu hinderndaß es nicht trocken werde, alsdenn aber kan manes acht oder zehen Tage lie-ien lassen, welche Zeitüber das Beet die gehörige Wärme erhalten wird,um die Brüt hinein zu bringen : denn es mus nureine mäßige Wärme haben, weil die B.utvon gros-ser Hitze, wie von der Nässe verdirbt. Wenn manalso die Brüt gesunden, mus man sie allezeit trockn»halten, bis man sie brauchet: denn je trockener sieist, je besser wird sie im Beet bekleiden. Ich habeetwas solcher Brüt gehabt, so bey vier Monatelang am Offen eines Glashauses gelegen barte, nnSso trocken geworden war, daß ich mir keine Hoff-nung machte, sie aufgehen zu sehen; unterdess'lthabe ich seitdeme keine gesehen, die so geschwindaufgegangen und so fruchtbar, als eben diese gewe-sen wäre.

Wenn das Beet die zum Saamen erforderlicheWärme hat, mus die Bedeckung von Stroh hin-weggenommen, und die Seiten des Beetes eben ge-machst werden, hernach belegt man das ganze Beet,bey einem Zoll dick mit leichter fetter Erde, welcheaber nicht nas seyn darf. In diese steckt man dieBrüt, so, daß man die Klumpen derselben zweyoder drey Zoll von einander lege, hernach bedecketman sie mit der nämlichen leichten Erde einen hal-ben Zoll dick^und beleget das Beet so dick mit Stroh,daß die Nässe davon abgehalten, und es doch auchnicht trocken werde. Wenn diese Beete im Früh-ling oder Herbst gemachet werden, so wird dieBnit, weil das Wetter in diesen Jahrszeiten tem-perirt ist, viel ehcnder bekleiben, und die Schwäm-me werden ungefähr ein Mmiat nach Anlegung desBeetes zum Vorschein kommen. Diejenigen Beeteaber, so im Sommer, wenn heiss'S Wetter ist,oder im Winter, bey kaltem Wetter, gemachetwerden , bleiben viel länger liegen, ehe und bevorsich die Schwämme zeigen.

Das vornehmste kommt bey Besorgung dieserBeete darauf an, daß man sie beständig mäßigfeucht erhalte, und niemalen zu nas werden lasse.Im Sommer kan man die Beete aufdecken, damitsie zu geböriger Zeit der milden Schauerreaen ae->messen können, und bey lang anhaltender Trecksne, mus man sie denn und wenn gelinde begicssen,auf alle nur mögliche Weise aber verhüten, daß sienicht zu nas werden. Den Winter über mus mansie, so viel möglich trocken halten, und so wohl be/decken, daß keine Kälte in selbige eindringen könnt'Wenn man bey frostigen oder recht kalten Wetter,