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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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selbigen kaum eines ausbleiben ; da hingegen diejs-lügen, so man oben von den Zweigen wegnimmt,grostentheils misrathen.

Diese Staudengewachse zc.

4. mzximz villolz. ^mm» Das gro-

sse, haarige, wilde Mutterkraut.

G. »71. Col. 1. l. 7. Die jwey zc. scye: Diedrey.

— — I, 26. Diese Distelsorten, ftye: Diedrey ersten Distelsotten wachse» i» verschiedenen Thei-len von Engeland wild; die erstere insgemein anden Seeküsten , und an den Seiten der Landstras-sen: auch wird sie manchmalen für die Tafel ge-bauet, und wenn die Pflanzen ausgewachsen haben,bleichen sie dieselben, mdem sie die Blätter a fbin-den, und Erde darum aufhauffen, Diese gebleich-ten Pflanzen werden gesotten, und von einigen Leu-ten sehr hoch geachtet. Die zweyte zc.

c4kl>l5^5.

s. 05,i>i>'us oricnrslis, folio minori, fluBu

breui. dor. InN. Orientalische Hagenbuche, mitkleinerem Blat, und kurzer Frucht.

Neue Zusaye.

Diese Sorte wird bey dreysig und mehr Schuhkoch ; und wachst geschwinder als eine der vorigenPorten. Sie läst im Winter ibre Blatter, fast zugleicher Zeit mit dem Ulmenbaum fallen ; so langeaber die Blatter dauern, macht dieser Baum eingutes Ansehen, indem er wohl mit Blättern be-kleidet ist, die von starcker dunckelgrüner Farbe sind,und mehr den Blattern des Ulmenbaumes als derHagebuche gleichen.

Die orientalische Hagebuche ist ein Baum vonniederigem Wachsthum, indem er in diesem Landselten über zehen oder zwölf Schuh hoch wird, undviele horizontale unregelmäßige Zweige treibet, so,daß man ihn selten zu einem Stamm ziehen kan.Die Blatter dieser Sorte sind viel kleiner als ander gemeinen Hagenbuche, und die Zweige wachsendichter; daher taugt sie sehr wohl zu niedrigen He-cken, wenn man derselben in Garten benothiget ist:denn es ist eine Pflanze die das Beschneiden sehrwodl leidet, und last sich mehr eingeschranckt hal-ten/ als a'le andere Baume die das Laub fallenlassen. Sie ist so dauerhaft als alle übrige Sorten,und kan auf gleiche Weise fortgepflanzet werden,zur Zeit aber ist sie in den englischen Baumschulenetwas Seltenes.

z. ^friczn«5 frutelccns, kolio ili-

cis, störe »ureo. Loerli Incl. ^lt. Der staudige,africanische wilde Saffran, mit dem immergrü-nen Eichenblat und goldfarber Blume.

, Neuer Zusaz.

Die zwe»te Sorte wachst ursprünglich in demLand um das vorgebürg der guten Hoffnungherum, und von daher ist sie in die holländischenGarten gekommen. Im Winter mus man sie inein Gewächshaus setzen, weil sie zu zart ist in frey-er Lufft zu dauern. Man kan sie aus Zweiglein zie-hen , die man im August abschneidet, wenn dieSchossen etwas verhärtet und holzig geworden sind:denn die zärtern schlagen selten wohl an. DieseZweiglein mus man in eine schattige Rabatte setzenund offters begiessen, da sie denn in sechs Wochenwohl gewurzelt haben werden, worauf man selbige

in Topfe pflanzen mus um sie im Winter verwah-ren zu können, man kan sie auch aus dem Saamenziehen.

Diese Sorte wachst bey vier Schuhe hoch, undbekommt holzige Stengel Die Blätter aber sindgleich den Blättern stachlicht, und die Blumen sindden Blumen der gemeinen Sorte nicht vicl ungleich,aber kleiner.

S. 174. Col. 1. l.statt, Funcken genannt

(Farbenbaum) seye: die stammirten genannt.

S. 175. Col. 2. l. is. nach dem Molk: Ra-batten, ist folgendes einzuschalten : Seit einigenJahren sind die ganzen blühenden Blumen hoher ge-achtet worden, als diejenigen grossen, an welchender Kelch aufspringet; sonderlich aber diejenigenrunden Blumen, welche breite, sehr schöngefärbteStreift», und runde Rosenblätter haben, von wel-chen Sorten viele Varietäten aus Frankreich,innerhalb dieser wenigen Jahre zu uns gebrachtworden. Weil aber diese französische Blumen garzu gerne ausarten, und gemeine Farben bekommen,auch viel zarter sind als die in E> geland erzogene,so zahlt man nic! t mehr so viel für diese Pflanzen,als vor einigen Zabren. Nach dem jetzigen Ge-schmack sind statt dieser ganzblühenden fiammirtenSorten, viele von den alten Varietäten, so seitvielen Jahren an? den Garten der Blumisten hin-weggeschaffet worden, um den grossen Blumen Plajzu verschaffen, welche damals Mode waren, wie-derum eingeführet worden; undjeit kurzem hat manfür solche Blumen, von denen man vor etlichenJah-ren das Duzend um einem Schilling, oder auchwohlfeiler gekaufft, vieles Geld ^bezahlet: welchesein satt'amer Beweis ist, wie veränderlich der Bluimisten ihre Einfälle seyen.

Jezt aber will ich eine Anweisung geben :c.

S, 176. Col. 1. l. 27. von unrcn, nach dem'tDorr, August, serze: oder mit Anfang des Sep-tembers.

-- Col. 2. l. 4. nach bedecket, ftye: damitder Frost nicht eindringe, :e.

G. 178. Col. 2. 1. 26. von unten, im Merzen,seye: zu Ende des Merzen, oder mit Anfang desAprils.

— — l. 25. von unren, im May> seyetim Zunio.

— — l. 18. — — Im May, setze:Iunio.

— — ist nach lin. F. von unten, folgen-der Absaz hinzuzusetzen : Es giebt von dieserBlume eine Varietät, die unter den Gärtnern ins-gemein unter dem Namen l ^iincä . 5>vcer-X^illi'zm, Das Dartnciglein, die gcschminckreFrau genannt, bekannt ist. Diese Sorte wirSselten vom Stenge! so hock als die gemeine Sorte,die Blumen aber sind?'it mancherley xräebtigmFarben geschmücket; und 00 sie gleich keinen Geruchhaben! so verdienen- sie doch um ihrer Schönheitwillen, in jedem guten Gatten einen Platz. Umaber die schone Mannigfaltigkeit der Farben zu er-halten, soll man den Saamen nur von solchen Blu-men sammeln , so die schönsten sind, und wenn manden Saamen ossters mit dem von einem andern, sehrentlegenen Ort verwechselt, wo auch Der Bodenseiner Natur nach sehr unterschieden ist: so werdendie Blumen nicht so offt ausarten, als wenn manden Saamen in einerley Garten etliche Jahre hin-tereinander sammelt.