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2 (1913)
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389
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ZUR GESCHICHTE DES NAMENSGAS". //.

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Die übliche Behauptung, daß erst Macquer 1778 in der2. Auflage seines (zuerst 1766 erschienenen) ,,Dictionnaire deChymie" 1 das WortGas" derfast völligen Vergessenheit"entrissen habe, 2 ist also nach obigem nicht zutreffend, undwird auch durch Macquers eigene Äußerung widerlegt, dergemäß zahlreiche Substanzenderart, daß er sich ihnen nichtmehr entziehen läßt, im Besitz dieses Namens sind", denan-zunehmen" er sich daraufhin ebenfalls entschließt. 3 Auchnach Fourcroy 4 hat Macquer diese zuerst von Helmontaufgebrachte Bezeichnungadoptiert", jedoch schrieb er dannnicht mehrGas", sondernso wie ihm folgend auch wir(d. h. Fourcroy) diess thun",Gaz", damit sichdas Wortvon anderen ähnlich klingenden unterscheide"; indessen wirddiese Veränderung der Orthographie auch damit begründet, 5daß sie einer unrichtigen Aussprache (wie bei cas, bras, . . .)vorbeugen sollte, und zugleich einer wissenschaftlichen Ge-wohnheit Genüge tat, der gemäß man zu jener Zeit immernoch analyze, baze, doze, grez, 6 precipitez, u. dgl. zuschreiben pflegte. Wie Mac quer anführt, ist Gas eine Name,zuerteilt von den Chemikern allen jenen flüchtigen, unsicht-baren, nur in besonders eingerichteten Gefäßen aufzufangenden,luftartigen, elastischen, nicht coerziblen Teilchen, die beivielerlei Verbrennungen, Gärungen und Fäulnissen, beim Er-wärmen mineralischer Wässer, usf., entstehen und entweichen; 7diesen allen habe er die Helmontsche BezeichnungGas"beigelegt, ein barbarisches und an sich bedeutungsloses Wort,

1 In der Übersetzung Leonhardis (Leipzig 1788ff.) nimmt der ArtikelGas im Bd. II, S. 626 bis 853, und im Bd. III, S. 1 bis 211 ein; Macquerverfaßte ihn 1776,1778 (s. ebd., Bd. II, S. 743 u. 812). - Speter, a. a. O.3 Speter, a. a. O. 4Enc. meth.", S. 345; auch Fourcroy glaubt,

Helmont habe Gas vom niederländischen Ghoast abgeleitet, das englischGhost heiße, und deutsch Geist, spr. Gaistre (!). 5 Meiner Erinnerung

nach von Chevreul, doch kann ich die Stelle augenblicklich nicht angeben.

6 Gres = Sandstein, Steingut; alle diese Worte finden sich, mit z statt s ge-schrieben, z. B. imCours de Chymie" des Lemery, Ausgabe von 1697.

7 Macquer, Bd. II, S. 627.