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ZUR GESCHICHTE DES NAMENS „GAS". I. 1
n seinem Aufsatze über J. B. van Helmont hatHerr Dr. F. Strunz kürzlich darauf hingewiesen, 2daß van Helmont zwar vom „wilden Geiste oderDunste (spiritus Sylvester)" der verbrennenden Holzkohle aus-drücklich sagt: „Diesem Geist . . . habe ich den neuen NamenGas ertheilt" (hunc spiritum . . . novo nomine gas voco), undhiermit das neue Wort Gas für sicli in Anspruch nimmt, daßaber auch schon Paracelsus im „Paramirum" von „Wind-kälte, Chaoskälte, Luftkälte, ohne Substantz, Greiffen, oderSehen" in einem Sinne redet, der die Gleichsetzung seines„Chaos" mit „Gas" rechtfertigt. 3
Für das Zutreffen dieser Anschauung spricht es, daßParacelsus sich des Ausdruckes „Chaos" keineswegs nur im„Paramirum" bedient, sondern ihn auch in vielen anderenSchriften häufig, und immer im nämlichen Sinne gebraucht.Die Hauptstellen seien im nachfolgenden angeführt, und zwarauf Grund der Huserschen Ausgabe von 1603 (Straßburg,zwei Foliobände):
Von den vier Elementen, aus denen auch der Mensch be-steht, ist eines Chaos, nämlich die Luft (chaos est aer). 4 Vonder Pest kennt man vier, den vier Elementen entsprechende
1 „Chemiker-Zeitung" 1910, S. 1. 2 ebd. 1909, S. 1181. 3 „Para-mirum", ed. Strunz (Jena 1904); Anmerkung auf S. 161 u. 217. 4 Huser,Bd. 1, S. 183.