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2 (1913)
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347
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ZUR GESCHICHTE DER POTTASCHE UND IHRES NAMENS. II. 347

etwas warm, . . . schlägt man sie bey Zeit in die Fässer".Wenn also nach Merret der NameCineres clavellati" vonclava oder clavula, englisch club (= Keule), abgeleitet werdensoll, so ist hiermit der rechte Weg beschritten (der freilich dasrichtige Ziel noch nicht erreicht), während die Bemerkungüber dieAsche von der Weyde, die, wegen deren nitrosischerNatur, ein helles Glas gibt", in den schon bekannten Irrtumzurückverfällt. 1

Marx berichtet in seinerMaterialkammer" von 1687,es sei die Soda, auch Soude oder Alumen catinum, jetztdurchdas gesuchte hellscheinende Glas- und Spiegelmachen" auchin Deutschland ziemlich bekannt geworden, und komme, alseine aus spanischen Kräutern gebrannte, schwach kalzinierteAsche, in großen Fässern in den Handel; 2Alumen catinum"bedeutet aber auch die Waidasche der Waidfärber und Seifen-sieder,Cinerem infectorium", die schwächer als Pottascheist, und in Frankreich auch aus kalzinierter Weinhefe bereitetwird; 3 Pottasche endlich 4 ist sehr gemein und bekannt, dasie die Färber, Seifensieder, und Glasmacher benützen, undman sie,wo nur große Wälder stehen, vielfältig und in großerMenge herstellt und kalziniert". Sie soll anfänglich aus denTauben (= Dauben) oder Clavellis derjenigen Fässer undPotten gemacht worden sein, in denen die Waidasche kömmt,und daher auch Pottasche heißen. Hier finden wir also, undwie der nähere Vergleich ergibt, fast im selben Wortlaute, dieErklärung, die Jungius in seinerDoxoscopia" von 1662(verfaßt etwa 1632) anführt, und da letzteres Werk, wie HerrDr. Speter mit Recht sagt, der Mit- und Nachwelt verborgenblieb, so liegt die Annahme nahe, daß beide Autoren auseiner dritten älteren Quelle schöpften; diese muß auch dieVerdeutschung Dolii = Potten oder Poten enthalten haben,die hier zum ersten Male aufträte, und des Jungius Gleich-

1Glasmacherkunst", S. 225. 2 Nürnberg 1709, S. 343. 3 ebd.,S. 377. 4 ebd., S. 247.