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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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551
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V. Buch. Cap. 159 (160).

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Lazuli zu sein, Aluminium-Calcium-Natriumsilicat mit eingesprengten Körnern vonSchwefelkies.

Cap. 157 (158). llepi jj .s jjl txoo Xtdoo. Memphitstein. DerMemphitstein wird in Aegypten bei Memphis gefunden von der Grössekleiner Kiesel, er ist fett und bunt. Man berichtet, dass derselbe, wenner fein gerieben auf die Stellen gestrichen wird, welche geschnitten odergebrannt werden sollen, eine gefahrlose Unempfindlichkeit bewirke.

Dieses Mineral ist wohl kaum zu bestimmen; Sprengel vermuthet, es seiein Asphalt (Retinasphaltum) von gelber bis brauner Farbe.

Cap. 158 (159). Ilspi asXirjvt'uoo Xt&ot). Selenitstein. DerSelenitstein, welchen Einige Apliroselinon nennen, weil er Nachts [voll 1 )]bei wachsendem Monde gefunden wird. Er entsteht in Arabien, ist weiss,durchsichtig und leicht. Geschabt gibt man ihn im Trank den Epilep-tikern. Die Frauen gebrauchen ihn als Amulett zum Umbinden. Auchscheint er, an die Bäume gegeben, die Fruchtbildung zu befördern.

') voxto ; [jAeatöv] ev fjj t-fj; oeX^vY|? itapao^cei. Statt dessen will Gessnerlesen: vuxxö? or.Xitvöv ev x-jj t-fj? osX-r |vy]<; jisoitj ? itapauydbsc, Nachts glänzend im Lichtedes Vollmonds.

Nicht ohne Wahrscheinlichkeit ist es der unter dem Namen Marienglasoder Fraueneis bekannte Gypsspat, Calciumsulfat, der krystallisirte, in dünneBlättchen spaltbare, durchsichtige Gyps. Den Namen Selenit haben wir noch imSelenitmörtel. Bekannt ist auch der Gyps als Dungmittel. Den Namen Marienglaserhielt das Mineral im Mittelalter; man betrachtete ihn als Symbol der Keuschheit(auch Selene, die Mondgöttin, war die Göttin der keuschen Liebe) und schmückteMarienstatuen damit.

Cap. 159 (160). Ilspi i&ojciSo? Xt'ö-OD. Jaspisstein. DerJaspisstein, einer ist smaragdgrün, ein anderer eisähnlich, wie eine Flammeaussehend, ein anderer luftblau, ein anderer, Kapneias, ist gleichsam durch-räuchert. Ferner gibt es einen, Astrios genannt, welcher weiss unter-mischte und glänzende Streifen hat, ein weiterer wird der terpentin-ähnliche genannt mit einer dem Kallai's gleichen Farbe. Von allen sagtman, sie würden als Amulette zur Beschleunigung der Geburt getragen,indem sie um die Hüften gebunden werden.

F.s sind sämmtlicb aus Kieselsäure bestehende Mineralien, Quarze, der klareBergkrystall, der Prasem, Chalcedon, Achat, gewöhnliche Feuerstein. Der Kapneiasist vielleicht der graue bis braune Quarz, Stinkquarz, welcher fein vertheiltes Bitumenenthält und angeschlagen stinkt. Der Callais ist bei Plinius XXXVII 151 ein blass-grüner Stein, dem Sapphir ähnlich, aber weisser, er gleicht dem Meere in der Näheder Küste.

Nach H. Fühner (Beiträge zur Geschichte der Edelsteinmedicin, Sep.-Abdr.aus dem Bericht der deutsch. Pharm. Gesellsch. 1901) sind unter Jaspis Nephrit-sorten (Verbindungen von Kieselsäure, Magnesia, Kalk und wenig Eisenoxydul) zu