V. Buch. Cap. 136 (137).
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Propontis bei der Besbikon genannten Insel, landläufig heisst es Meer-schaum. Das erste und zweite wird zu Pomaden der Frauen genommen,auch gegen Leberflecken, Flechten, Aussatz, weisse und schwarze Flecken,Muttermale im Gesicht und am übrigen Körper gebraucht. Das drittedient gegen Harnverhaltung und entstehende Blasensteine, ferner beiNierenleiden, Wassersucht und Milzsucht. Gebrannt und mit Wein alsUmschlag bewirkt es nach der Fuchskrankheit dichtes Haar. Das letztevermag die Zähne weiss zu machen; es wird aber auch mit Salz vermischtzu anderen Reinigungs- und zu Enthaarungsmitteln genommen. Wenn du esbrennen willst, gib es mit Salz in einen rohen irdenen Topf, verschliessedessen Mündung mit Lehm und setze es in den Ofen. Wenn der Topfglüht, nimm es heraus und bewahre es zum Gebrauch auf. Gewaschenwird es aber wie Kadmeia.
') [%al otputpvov] passt hier durchaus nicht und wird auch von den älterenInterpreten als eingeschoben betrachtet. 2 ) iiispu-p/W öip&aXp.i*^. 3 ) Im Text heisstes: 5) s-6-{-/u> eoixe, xoücpov te eaxt xai itoXuxbvov, nach Serapion würde man lesen:y.oü&ov Ts eaxi v.al rcoXixsvov (u? arcöfx 0 ?, leicht und porös wie Schwamm.
Halkyonion leitet sich ab von dcXxoiiv, der Meeres- oder Eisvogel, AlcedoIspida L. Bei Plinius XXXII 86, X 91 entsteht das Halcyonion nach Einigen aus demSchlamme oder einer Art Wolle des Meeres, nach Anderen sind es die wunderbarenNester der Vögel Halcya und Ceyx (es sollen der männliche und weibliche Eisvogelsein), welche die Gestalt eines Balles haben und wie ein Badeschwamm aussehen.Sie bilden sich aus den Gräten der von den Vögeln verschlungenen Fische, welchevon jenen wieder ausgespieen werden (Arist. hist. anim. IX 15). — Der Eisvogelbaut aber kein eigentliches Nest, sondern legt die Eier in ein Loch, welches er inden Uferlehm bohrt, unter Wurzelgestrüpp.
Das Halcyonion gehört zu den Alcyonidae, den Schwamm-, Kork- oder Leder-korallen, Zoophyten, welche besonders im Rothen und Mittelmeere leben. Sie be-stehen aus Gallerte, Kalk- (Lithion-) und anderen Meeressalzen, denen sie wohl dieAnwendung bei Blasenkrankheiten verdanken.
Die erste Sorte hält Sprengel für Älcyoneum cortoneum Pall., die zweite fürA. papillosum Pall., die dritte für A. palmatum Pall., die vierte für Spongia paniceaPall., die fünfte für Ale. Ficus Pall. oder Ale. Aurantium Pall.
Cap. 136 (137). Ilspi aSdpy.oo. Adarkes. Die sogen. Adarkes-entsteht in Galatien; es ist eine Art Salzkruste, welche in feuchtenGegenden bei Trockenheit sich bildet und an Rohr und Grashalmen sichverdichtet. In der Farbe gleicht sie der Blüthe des gebrannten assischenSteines, im ganzen Aeusseren aber dem weichen und porösen Halkyonion,sie ist auch eine Art Sumpfhalkyonion. Sie eignet sich zum Entfernendes Aussatzes, der Flechten, der weissen Flecken, Leberflecken und der-gleichen. Im Ganzen ist sie scharf und metasynkritisch 1 ), sie hilft auchbei Ischias.
l ) Die Gesundheit durch Oeffnen der Poren und Ausscheidung verdorbenerSäfte durch dieselben befördernd (s. I 47).