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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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V. Buch. Cap. 132 (133).

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welche nicht schwer, leicht zerreiblich und fast purpurfarbig ist, sie kommt inKügelchen in den Handel, die ägyptische dagegen wird in verpichten Gefässen, umein Zerfliessen zu verhüten, ausgeführt."

Der Natronschaum ist auf alle Fälle ein Auskrystallisationsproduct, un-reines Natriumcarbonat, oder auch das, was wir als Mauersalpeter be-zeichnen, in der Hauptsache Calciumnitrat, CafNC^j, ein leicht zerfliessliches Salz.Auch könnte man an eine Art Tropfstein denken.

Cap. 131 (132). II s p i t p o y 6 q. Weinabsatz. Am bestennimmt man den Weinabsatz von altem italischem Wein, sonst aber auchvon einem anderen ähnlichen, denn der vom Essig hat eine zu grosseKraft. Gebrannt wird er nach vorsichtigem Trocknen wie das Halkyonion.Einige legen ihn auf eine irdene Platte und brennen ihn über starkemFeuer, bis er durch und durch glüht, Andere legen ihn als einenKlumpen unter glühende Kohlen und thun das Gleiche. Als Beweis fürhinreichendes Brennen dient, dass er weiss oder luftfarbig ist, und dasser, an die Zunge gebracht, dieselbe gleichsam brennt. In derselbenWeise wird auch der vom Essig gebrannt. Er hat eine heftig brennendeKraft, welche reinigt, vernarbt, adstringirt, stark Fäulniss bewirkt undaustrocknet. Man muss aber den Weinabsatz gebrauchen, wenn er frischist, denn er vergeht rasch, deshalb darf er weder unverschlossen nochohne Gefäss aufbewahrt werden. Derselbe wird gewaschen, wie Pom-pholyx. Der ungebrannte heilt für sich allein oder mit Myrrhe Oedeme;als Umschlag stellt er auch Bauch- und Magenfluss, ebenso hemmt erden Fluss der Frauen als Kataplasma auf den Unterleib und die Scham.Er zertheilt noch nicht schwärende Drüsen an Scham und Achseln undGeschwülste; mit Essig aufgestrichen schränkt er strotzende und dieMilch ergiessende Brüste ein. Der gebrannte entfernt mit Harz krätzigeNägel, mit Mastixöl eine Nacht lang eingesalbt färbt er die Haare gelb,der gewaschene wird den Augenmitteln zugemischt wie Zinkasche; einsolcher vertreibt Narben und Nebel von den Augen.

Plinius XIV 131 sagt vom Weinabsatz (Faex vini), dass derselbe getrocknetFeuer fange und von selbst ohne Nahrung brenne, die Asche habe die Natur desNatrons (Kalis).

Es ist der Bodensatz in den Weinfässern besonders aus alten Weinen; er be-steht aus Weinstein (saurem weinsaurem Kalium), gemischt mit Hefe, Farbstoif,Schmutz u. s. w., beim Essig ist es nur Hefe und Schmutz. Beim Brennen entstandeine alkalische und durch Reduction mittelst der gebildeten Kohle auch kaustischeMasse, welche begierig Feuchtigkeit und Kohlensäure aus der Luft anzieht; deshalbsollte sie nur in gut verschlossenen Gefässen aufbewahrt werden.

Cap. 132 (133). Ilepl aoßsoToo. Gebrannter Kalk. Dergebrannte Kalk wird so hergestellt: Nimm Schalen der Meerschnecken,wirf sie unter das Feuer oder gib sie in einen glühenden Ofen, und lasssie darin eine Nacht liegen; am folgenden Tage, wenn sie ganz weiss