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Dysenterie gegen die fressenden Geschwüre, ebenso bei chronischemIschiasleiden. Sie eignet sich sehr zu Uebergiessungen, wobei das Meer-wasser schicklich angewandt wird.
Unter Salzlake haben wir zunächst die natürliche Salzsoole zu verstehen, vonder Plinius XXXI 83 sagt, dass sie (muria) in einem Districte Spaniens aus Brunnengeschöpft werde, dann auch die Pökelflüssigkeit.
Cap. 128 (129). IIspi av&ou? aXo?. Salzblüthe. Die Salz-blüthe fliesst vom Nilflusse ab, sie steht aber auch auf gewissen Teichen.Man soll die nehmen, welche eine safrangelbe Farbe und einen etwasüblen Geruch hat, wie etwa das Garon, oft hat sie auch einen vielwidrigeren Geruch, einen sehr beissenden und etwas fettigen Geschmack,die mit Röthel gefärbte und harte Stücke enthaltende ist für schlecht zuachten. Es wird auch nur die reine von Oel gelöst, die verfälschte da-gegen zum Theil auch von Wasser. Sie hilft gegen bösartige und kreb-sige Geschwüre, gegen fressende Geschwüre an den Schamtheilen, beieiterflüssigen Ohren, bei Stumpfsichtigkeit, auch nimmt sie Narben undLeukome weg. Sie wird ferner den Pflastern und Salben zum Färbenzugemischt, so auch der Rosensalbe. Sie wirkt Schweiss erregend, be-unruhigt, in Wein und Wasser genommen, den Bauch, dem Magen istsie schädlich. Sie wird den stärkenden Salben zugesetzt und den Schmier-mitteln, welche zum Dünnmachen 1 ) des Haarwuchses dienen. Ueberhauptist sie scharf und brennend wie die Salze.
') itpö? XsTttuajiöv nach den älteren Interpreten, eine vulgäre Lesart ist sonstltpbi Xsuxaofi.6v, zum Weissmachen.
Die Salzblüthe könnte man dem Wortlaute nach für das reinste Salz halten,allein der Text und die Parallelstelle bei Plinius führen zu der Annahme, dass esNatron ist, welches vielfache Verunreinigungen von Humus-, empyreumatischen undanderen Stoffen enthält, die der Nil bei der Ueberschwemmung in stehende Gewässerführt, wo sie sich verdichten. Plinius XXXI 90 sagt, die Salzblüthe sei am besten,wenn sie beim Drücken eine Art Oel zeige, welches als Träger der rothen Farbeanzusehen sei, denn die Farbe des künstlichen löse sich in Wasser; beim Stehen inGefässen bilde der obere Theil der Salzblüthe eine weisse Fläche (durch Ausschei-dung von Soda), während der mittlere Theil feucht bleibe; sie sei ein sehr wirk-sames Mittel zur Entfernung der Augenbrauen.
Cap. 129 (130). Ilspi vCtpou. Natron. Das Natron verdientden Vorzug, welches leicht ist, eine röthliche oder weisse Farbe hat unddurchbrochen ist, als ob es schwammig wäre. Ein solches ist das ausHaufen 1 ). Es hat metasynkritische Kraft 2 ).
') in töiv ßouvöiv. 2 ) Siehe I Cap. 47.
Das Nitron der Alten ist nicht unser Salpeter (Nitrum), sondern eine mitanderen Substanzen, besonders Chlormagnesium, Eisenoxyd, Kochsalz u. s. w. ver-unreinigte Soda, Natrium carbonicum.