IV. Buch. Cap. 136 (138).
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Ebenotrichon 4 ) [Argion 5 ), Wasserkoriander, die Aegypter Epier, dieRömer Cincinalis 6 ), Terrae capillus 7 ), Supercilium terrae 8 ), die DakierPhithophthethela] — hat denen des Korianders ähnliche, an der Spitze ein-geschnittene Blättchen, kleine schwarze, sehr zarte, spannenlange, glän-zende Zweige. Es treibt weder Stengel, noch Blüthe, noch Frucht. DieWurzel ist nutzlos. Die Abkochung des Krautes als Trank hat die Kraft,bei Asthma, Engbrüstigkeit, Gelbsucht, Milzkrankheit und Harnverhaltungzu helfen. Sie zertrümmert ferner den Stein, stellt den Durchfall und hilftgegen den Biss giftiger Thiere, mit Wein getrunken auch bei Magen-fluss. Sie befördert die Menstruation und die Reinigung der Wöchnerinnen,auch hemmt sie Blutauswurf. Roh wird es (das Adianton) als Umschlagbei Bissen giftiger Thiere benutzt, befördert nach der Fuchskrankheit denHaarwuchs und vertheilt Drüsen am Halse. Mit Lauge vertreibt es SchorfUnd bösen Grind, mit Ladanum, Myrrhensalbe, Hysop und Wein hält esden Ausfall der Haare auf, ebenso die Abkochung desselben mit Laugeund Wein aufgestrichen. Unter das Futter gemischt macht es die Hähneund Wachteln kampflustiger. Zum Gedeihen der Schafe wird es auchan die Schafställe gepflanzt. Es wächst an schattigen Orten, an feuchtenMauern und bei Quellen.
') Vielhaar. 2 ) Schönhaar. 3 ) Wildhaar (von S-pES und jj.aivojj.at ). 4 ) Eben-holzhaar. 5 ) Schimmernd. 6 ) Gekräuselt. 7 ) Erdhaar. 8 ) Augenbrauen der Erde.
Adiantum Capillus Veneris L. (Polypodiaceae), Frauenhaar; in Griechenlandhäufig, ebenso in Hügel- und Berggegenden Italiens.
Theophrast (Hist. pl. VII 14, 1) führt den Namen Adianton darauf zurück,dass die Blätter nicht nass werden (ö. priv. und Staiveafra:); er sowohl wie PliniusXXII 63 unterscheiden zwei Arten, das weisse und schwarze, letzterer nennt dasdunkle, grössere Trichomanes und handelt darüber in einem besonderen Abschnitte.
Früher war das Frauenhaar als Herba und Sirupus Capillorum Venerisofficinell.
Cap. 135 (137). Hspt Tpt^ojj.avoö?. Streifenfarn. Das Tricho-manes [Einige nennen es Pterion 1 ), Andere Opteron, die Römer Capil-laris 2 ), Pinula 3 ), auch Filicia 4 )], noch Andere auch dieses Adianton —wächst an denselben Stellen, ist dem Farn ähnlich, klein und glatt, diezarten, linsenähnlichen Blätter hat es reihenweise auf jeder Seite ein-ander gegenüber gestellt an zarten, glänzenden, herben, schwärzlichen,kleinen Zweigen 5 ). Es scheint dieselbe Kraft zu haben, wie das vorige.
') Klemer Farn. 2 ) Haarpflanze. 3 ) Federchen. 4 ) Filicula, kleiner Farn.5 ) Gemeint sind die Blattrippen.
Asplenium Trichomanes L. (Polypodiaceae), Streifenfarn, in ganz Griechen-land und Italien häufig.
Cap. 136 (138). IIspl Eavdioo. Spitzklee. Das Xanthion 1 ) —Einige nennen es Phasganon 2 ), Andere Antithesion 3 ), Chaskanon 4 ), Choir-