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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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IV. Buch. Cap. 118 (120).

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Cap. 116 (118). Ilspi 'Ov&vpas. Weidenröschen. DieOnagra Einige nennen sie Onothera, Andere Onuris ist ein baum-artiger Strauch von ansehnlicher Grösse, er hat denen der Mandel ähn-liche aber breitere und mehr der Lilie gleichende Blätter. Die Blüthensind rosenähnlich, gross, die Wurzel ist weiss, gross, und hat getrockneteinen Weingeruch. Sie wächst in bergigen Gegenden. Der Aufguss derWurzel hat die Kraft, wenn er von wilden Thieren gesoffen wird, die-selben zahm zu machen. Als Kataplasma besänftigt sie bösartige Ge-schwüre.

Epilobium hirsutum L. (Onagrarieae), Rauhes Weiden röschen, in Griechen-land und Italien häufig.

Cap. 117 (119). llepi Kipatoo. Kirsion. Das Kirsion 1 ) [Einigenennen es grosse Ochsenzunge, die Römer Spina mollis 2 )] ist ein zarter,etwa zwei Ellen langer, dreieckiger Strauch, die unteren Blättchen sindrosettenförmig und haben entfernt stehende, weiche, dornige Ecken. Die(Stengel-)Blätter sind denen der Ochsenzunge ähnlich, mässig rauh undkleiner, weisslich und an den Rändern dornig. Das oberste Ende desStengels ist rund, rauh, und daran sitzen oben purpurfarbige Köpfchen,welche zu einer Haarkrone auswachsen. Andreas schreibt, dass dieWurzel desselben, über die leidende Stelle gebunden, die Schmerzen derKrampfadern lindere.

') xtpKrampfader, daher hat die Pflanze den Namen. 2 ) Weicher Dorn.

Sprengel vermuthet unter Kirsion Carduus tenuifolius Curt. (Compositae).Zartblätterige Mariendistel, eine auf den Inseln des griechischen Archipelshäufige Pflanze. Die Blätter sind am Stengel herablaufend (D. nennt diesen dreikantig), ganz grau, unterseits wollig, am Rande buchtig, dornig. Die Grundblätterbilden eine Rosette, sind leierformig, die Blüthen purpurfarben.

Cap. 118 (120). IIspl 'Aatspoc attr/.. Attische Aster.Die attische Aster 1 ) [Einige nennen sie Asteriskos 2 ), Andere Asterion 2 ),Bubonion 3 ), Hyophthalmon 4 ), die Römer Inguinalis 5 ), die Dakier Rathi-bida] bildet einen holzigen kleinen Zweig, der an der Spitze eine purpur-farbige und gelbe Blüthe 6 ) hat, und ein Köpfchen ringsum eingeschnittenwie bei Anthemis. Die Blättchen stehen sternförmig. Die Stengelblättersind länglich und rauh. [Als Kataplasma hilft sie bei erhitztem Magen,bei Augen- und Schamdrüsenentzündungen und bei Mastdarmvorfall. Mansa gt, der purpurne Theil der Blüthe, mit Wasser getrunken, helfe beiAngina und Epilepsie der Kinder 7 )]. Als feuchter Umschlag ist sie eingutes Mittel gegen Schamdrüsenentzündung. Wenn sie aber trocken mitder linken Hand des Leidenden abgerissen und auf die Drüse gelegt wird,so wird er vom Schmerz befreit. [Sie wächst mitten zwischen Felsenund an rauhen Stellen. Ihre Sterne leuchten in der Nacht; diejenigen,