IV. Buch. Cap. 65.
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Cap. 63. Ilspi Taxiv&oo. Hyacinthe. Der Hyakinthos [Einigenennen ihn Helonias, Andere Porphyranthes*), die Römer Yaccinium, auchUlcinum] hat denen der Zwiebel ähnliche Blätter, einen spannenlangen,glatten, grünen Stengel, der schmaler als der kleine Finger ist, daransitzendeine gekrümmte Spitze voll von purpurfarbenen Blüthen. Auch die Wurzelselbst gleicht einer Zwiebel. Diese, mit weissem Wein als Umschlag beiKindern angewandt, hält, so glaubt man, die Mannbarkeit fern. Getrunkenstellt sie auch den Bauch, treibt den Harn und ist den von giftigenSpinnen Gebissenen heilsam. Die Frucht, welche selbst noch adstrin-girender wirkt, eignet sich sehr zu Mitteln gegen den Biss giftigerThiere. Sie beseitigt ferner die Gelbsucht, wenn sie mit Wein ge-trunken wird.
') Purpurblüthe.
Hyacinthus Orientalin L. (Liliaeeae), Gemeine Hyacinthe.
Cap. 64. Ilspi Mijuiflvo; poi&$. Mekonßhoias. MekonRhoias hat seinen Namen davon, dass er die Blüthen früh abwirft [Einigenennen ihn Oxytonon 1 ), die Römer Papaveralis, die Aegypter Nanti]; erwächst im Frühjahr auf den Aeckern, dann wird er auch gesammelt. Inden Blättern gleicht er dem Dosten oder der Rauke oder Cichorie oderdem Thymian, sie sind eingeschnitten, aber grösser und rauher, derStengel ist binsenartig, gerade aufrecht, rauh, etwa eine Elle hoch, dießlüthe roth, bisweilen auch weiss, ähnlich der der wilden Anemone. DasKöpfchen ist länglich, jedoch kleiner als bei der Anemone, der Sameröthlich, die Wurzel länglich, weisslich, von der Dicke des kleinen FingersUnd bitter. Fünf bis sechs Köpfchen davon koche mit 3 Bechern Wein,en ge sie bis auf 2 ein und gib sie denen zu trinken, die schlafensollen. Ein Essignäpfchen voll der Samen mit Honigmeth getrunken er-reicht gelinde den Bauch. Zu demselben Zwecke werden sie dem Honig-kuchen und dem Gebäck zugemischt. Die Blätter sammt den Köpfenals Umschlag heilen Entzündungen; der Aufguss davon als Klystier istschlafmachend.
') Scharf.
Sprengel und Kosteletzky ziehen Papaver dubium L. (Papaveraceae) hier-^ er » Fraas ist für Papaver Argemone L., Keulen- oder Sandmohn. Beide habenkeulenförmige Kapseln, bei letzterem sind sie steifhaarig-rauher, er ist auch kleineru °d schmächtiger als P. dubium.
Cap. 65. Ilspi Mi ]X (ovo<; ^[ispou. Gartenmohn. Mekon —bei Einigen Chamaisyke, bei Anderen Oxytonon, bei den Römern Papaver,bei den Aegyptern Nanti —; es gibt eine gebaute Art, Gartenmohn,dessen Same ins Brod gebacken wird zum Genuss in gesunden Tagen,ITIlt Honig gebraucht man ihn statt Sesam. Er heisst Thylakitis 1 ) und