IV. Buch. Cap. 40.
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Rubus tomentosus Willd. (Rosaceae), Wolliger Brombeer, mit verschie-denen Varietäten, Ii. caesius L., Ackerb rombeer, R. amoenus L., LieblicherBrombeer u. a. Er vertritt in Griechenland, die Stelle unseres Rubus fruticosus,dessen Stengel als Volksmittel gegen Durchfall und zu Gurgelwasser, die Beeren inSirup gegen Brustaffectionen und das sogen. Schwämmchen der Kinder gebrauchtwerden.
Cap. 38. Ilepi iSatac B «iot>. Himbeer. Batos idaia hat denNamen vom häufigen Vorkommen am Idagebirge; sie ist viel wenigerverzweigt als die vorige und hat kleine Dornen, sie findet sich aber auchdornenlos. Sie hat dieselbe Kraft wie die vorige; aussergewohnlich aberhilft die mit Honig zerriebene Blüthe als Salbe bei Augenentzündungenund lindert roseartige Entzündungen. Magenleidenden wird sie mit Wasserals Trank gegeben.
Es ist ohne Zweifel ßa 104 öpfl-otpu-rj? v.ai ßtpos Zytm, der zu einer Höhe auf-steigende Dornstrauch des Theophrast (Hist. pl. III 18, 4).
Plinius XXIV 123 sagt, eine Art Rubus wächst nirgends anders als auf demIda, er ist kleiner, schwächer und hat wenigstachelige Zweige. Rubus Idaeus L.(Rosaceae), Himbeerstrauch. Er liebt sogen. Schlagschattenstellen, ist inGriechenland nicht häufig, besonders auf dem Hochgebirge, meist in schattigenSchluchten der Tannenregion. In Italien findet er sich nicht gerade selten, wirddort auch in Gärten gezogen.
Der aus den Beeren bereitete Sirup ist officinell; durch Destillation wirdauch ein aromatisches AVasser, Aqua Rub. Id. daraus gewonnen.
Cap. 39. Ilepi 'EX^ivvj?. Ackerwinde. Die Helxine [Einigenennen sie Heleitis, Andere Kanochersaia, Amelxine, Eusine, Amorgine,Sukotachos, Psychuakos, Melampelos, Kissampelos, Kissanthemon, Ana-tetamenon, die Römer Volutu laparu, die Aegypter Hapap] hat Blätterwie der Epheu, aber kleiner, und lange Zweige, welche Alles um-schlingen, was sie treffen. Sie wächst in Hecken, Weinbergen undunter dem Getreide. Der Saft der Blätter hat, getrunken, den Bauchlösende Kraft.
Convolvulus arvensis L. (Convolvulaceae), Acker winde, ein in den frucht-baren Niederungen Griechenlands sehr häufiges und lästiges Unkraut. Einer zweitenHelxine begegnen wir im Cap. 86. Plinius spricht gleichfalls an zwei Stellen voneiner solchen, aber weder die eine noch die andere kann hierher gezogen werden.
Cap. 40. nspi 'EXaTivYj?. Elatine. Die Elatine hat denen derHelxine ähnliche Blätter, sie sind aber kleiner, runder und rauh, fernerzarte, spannenlange Zweige, fünf bis sechs aus einer Wurzel, welche reichsind an zusammenziehend schmeckenden Blättern. Sie wächst unter demGetreide und an gebauten Stellen. Die Blätter als Umschlag haben dieKraft, Entzündungen und Flüsse der Augen zu heilen. Gekocht und ge-trunken helfen sie auch bei Dysenterie.
Berendes, Arzneimittellehre des Dioskurides. 25