III. Buch. Cap. 161 (171).
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Cap. 159 (169). II s p i 'A X i o jj , a z o <;. Froschlöffel. DasAlisma a ) — die Einen nennen es Alkea, die Anderen Damassonium,Akyron, auch Lyron — hat denen des grossen Wegerich ähnliche Blätter,aber schmaler und zur Erde hin geknickt. Der Stengel ist dünn, ein-fach, über eine Elle hoch mit thyrsosartigem Köpfchen 2 ). Die Blüthensind zart, weiss, etwas blass 3 ), die Wurzeln dünn wie bei der schwarzenNieswurz, wohlriechend, scharf, etwas fett. Es liebt feuchte Plätze. DieWurzel, mit Wein getrunken, ist in der Gabe von 1 bis 2 Drachmen eingutes Mittel für die, welche den Mserhasen verschluckt haben, die vonder Kröte gebissen sind und die Opium getrunken haben. Ferner lindertsie Leibschneiden und Dysenterie für sich allein oder mit gleichvielMöhre genommen. Angebracht ist sie auch bei Krämpfen und Gebär-mutterleiden. Das Kraut stellt den Durchfall, befördert die Menstruationund heilt als Kataplasma Oedeme.
3 ) Von fiXcojAos, wörtlich Einsalzen, vom Standorte an Meeressümpfen. 2 ) DerBlüthen- und Fruchtstand. 3 ) Die Blüthen sind röthlich, blassen aber etwas ab.
Alisma Plantago L. (Alismaceae), Froschlöffel.
Cap. 160 (170). Ilepi'Ovoßpu/iSo?. Esparset. Die Onobrychisdie Einen nennen sie Onobrocheilos, die Anderen Eschasmene, Hyperikon,Korion, Chamaipitys, die Römer Opaca, Lopta oder Juncinalis, Brichillata,die Dakier Aniassexe — hat denen der Linse ähnliche, etwas grössereBlätter, einen spannenlangen Stengel, eine rothe Blüthe und eine kleineWurzel. Sie wächst an feuchten und ungebauten Stellen. Die fein ge-stossene Wurzel als Umschlag hat die Kraft, Geschwülste zu vertheilen;mit Wein getrunken, heilt sie Harnzwang, mit Oel eingesalbt treibt sieden Schweiss.
Onobrychis caput galli L. (Papilionaceae-Leguminosae), Hahnenkamm-esparset, in Griechenland und Italien wild. Sprengel zieht Onobrychis sativaLam. hierher.
Cap. 161 (171). IIspi Tjrepixoo. Hartheu. Das Hyperikon —Einige nennen es Androsaimon 1 ), Andere Korion, auch Chamaipitys, weilder Same einen ähnlichen Geruch hat wie Fichtenharz — hat denen derRaute ähnliche Blätter. Es ist ein sparriger, spannenhoher, röthlicherStrauch und hat eine Blüthe wie die Levkoje, welche zwischen denFingern zerrieben, einen blutähnlichen Saft abgibt, weshalb es auchAndrosaimon heisst, eine etwas rauhe, länglich runde Kapsel von derGrösse eines Gerstenkornes 2 ), in der sich ein schwarzer Same befindet,welcher nach Harz riecht. Es wächst an bebauten und rauhen Stellen.Es hat eine harntreibende und, im Zäpfchen eingelegt, eine die Men-struation befördernde Kraft. Mit Wein getrunken vertreibt es das vier-