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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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Die Arzneimittellehre des Dioskurides.

in der Hand halten, keinen Schmerz empfinden, wenn sie es aber weg-werfen, leiden.

') Praesepium, Vermachung, Verhau, wozu sie sich vielleicht wegen derStacheln eignete. 2 ) Fusüs agrestis, Bauernspindel. 3 ) Colus rustica, Bauern-rocken.

Bei Theophrast (Hist. pl. VI 4, 6) heisst sie auch «povo? (Phonos), Blutver-giessen, weil das abgerissene Blatt bei Berührung mit der Haut einen blutigen Saftabgibt (vielleicht die Haut ritzt). Dasselbe sagt Plinius.

Auch über die Identität dieser Pflanze sind die früheren Botaniker sich nichteinig, die Einen hielten sie für Carlina vulgaris L., die Anderen für Centaurea bene-dicta L., Sibthorp für Onobroma leucocaulon. Matthiolus zog zuerst Centaurealanata, Carthamus lanatus L., Wolliger Saflor, Wollige Dornhülle, Compositae,hierher, ihm stimmt Fr aas bei und bemerkt, dass die Pflanze in Griechenland anmageren Orten sehr häufig sei; sie heisst jetzt rrj? -pvaixai; z' ar^u/v..

Cap. 98(108). Ilspi II o X dxvtj[j,ou. Polyknemon. Das Polyknemon[Einige nennen es auch Klinopodion a ), Andere Polygonaton 2 ), .Jovis Elakate 3 ),Echeonymon 4 ), die Römer Putialogonthria] ist ein holziger Strauch; es hatBlätter wie der Dosten, einen vielkantigen Stengel wie Polei, aber keineDolde, sondern an der Spitze kleine Blüthentrauben, welche einen scharfenWohlgeruch besitzen. Frisch oder getrocknet mit Wasser als Umschlagwirkt es bei Wunden verklebend; man muss es aber am fünften Tageablösen. Es wird auch mit Wein gegen Harnzwang und innere Rupturengetrunken. [Die Erfahrung hat gelehrt, dass, wenn die kleinen Zweigedesselben mit Wein zerrieben werden, sie ein gutes Mittel sind fürsolche, welche von Wildheit (dem Drange nach Nothzucht) ergriffen sind.]

') Bettfüsslein, von der Form der Blüthe, wegen der Aehnlichkeit mit denKnäufen der Bettfüsse. 2 ) Vielkantig. 3 ) Zeusspindel. 4 ) Ottername.

Der letzte Satz wird von Marcellus für unächt gehalten. In den meistenHandschriften befindet er sich unter den Nothis.

Bei Theophrast findet sich die Pflanze nicht. Plinius XXVI 148 hat ungefährdasselbe wie D., vergleicht sie aber mit Cunila bubula, einer Dostenart.

Lobel hielt sie für Mentha vulgaris, Cäsalpinus für Prunella vulgaris,Dodonäus für ein Polygonum (vgl. Bauhin et Cherler lib. XXIX p. 347). Fraasbezieht sie auf die in den fetten Ebenen Böotiens vorkommende Lizipliora capitata L.(Labiatae), welche dort so hoch wird, dass die Bezeichnung0-äjj.oi;, Strauch, des D.wohl gerechtfertigt ist.

Cap. 99 (109). nepi KXivojtoöiot). Wirbeldosten. Das Klino-podion [die Einen nennen es Kleonikon 1 ), die Anderen Okimoeides 2 ), auchZopyron"')]; auch dieses ist ein holziger, zwei Spannen hoher, an Felsenwachsender kleiner Strauch; er hat Blätter ähnlich denen des Quendels undBlüthen, die Bettfüssen in gewisser Weise gleichen und nach Art desAndorns in Abständen von einander stehen. Das Kraut und die Ab-kochung davon wird gegen die Bisse giftiger Thiere, gegen Krämpfe,