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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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III. Buch. Cap. 51 (58).

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Ferula Opopanax Spr. (Umbelliferae), Breitblätteriges Steckenkraut.Ob diese in Griechenland heimische Pflanze als die Stammpflanze des Opopanax an-zusehen ist, wird vielfach bezweifelt. Nach Anderen stammt die Droge von Opo-panax Chironium Koch (Umbelliferae) ab. Bei Theophrast ist es jedenfalls PanakesCheironion. Das Gummiharz wird arzneilich wohl kaum noch angewandt.

Cap. 49 (56). IIspi üävaxoc A cn X t ]rcioö. AsklepischesPanakes. Das asklepische Panakes entwickelt von der Erde aus einenzarten, eine Elle hohen, in Knoten abgetheilten Stengel, um welchen demFenchel ähnliche, aber grössere und rauhere, wohlriechende Blätter stehen.An der Spitze trägt er eine Dolde mit goldgelben, scharfen, wohlriechen-den Blüthen. Die Wurzel ist klein und zart; Büthe und Samen habeneine heilsame Wirkung bei Geschwüren, Geschwülsten und Krebs, wennsie fein gerieben mit Honig aufgelegt werden, gegen Schlangenbisse, wennsie mit Wein getrunken und mit Oel aufgestrichen werden. Einigenennen das Panakes auch wilden Dosten, Andere Konila, worüber imAbschnitte vom Dosten gehandelt ist.

Echinophora tenuifolia L. (Umbelliferae), Zartblätteriges Stachelkraut.

Cap. 50 (57). IIspi Ildvaxo? Xeipwvioo. CheironischesPanakes. Das cheironische Panakes wächst am meisten am BergePelion. Es hat Blätter wie der Majoran, eine goldgelbe Blüthe, einezarte und nicht tiefgehende Wurzel von scharfem Geschmack. Getrunkenist die Wurzel ein Mittel gegen Schlangenbiss, das Kraut aber als Um-schlag wirkt ebenso.

Theophrast (Hist. pl. IX 11, 1) beschreibt das Cheironion durchaus anders; eshat lattichähnliche Blätter, aber grösser und rauher, eine goldfarbene Blüthe undlange "Wurzel; dabei bevorzugt es fetten Boden. Hiernach ist die Pflanze ganz ver-schieden bestimmt worden. Die Einen halten sie für Helianthemum vulgare Pers.,Andere für Inula Helenium L., Sprengel, weil ihr Aroma zugesprochen wird, fürHypericum, origanifol. Willd.; Praas möchte am liebsten das gleichfalls am Pelionhäufig vorkommende, stark duftende Hypericum olympicum hierher ziehen.

Cap. 51 (58). II epl Aiydotixod . Ligustikon. Das Ligustikon[Einige nennen es Panakeia, auch Panakes] wächst am meisten in Li-gurien, woher es auch den Namen hat, an dem Apennin genannten Ge-birge ; es ist dies ein den Alpen ähnliches Gebirge. Die dortigen Be-wohner nennen dasselbe nicht ohne Grund Panakes, da Wurzel undStengel dem herakleischen Panakes gleichen, auch die Kraft sich ähnlicherweist. Es wächst auf den höchsten, rauhesten und schattigen Gebirgs-stellen, am liebsten an Quellen. Es hat einen zarten, dem Dill ähnlichenknotigen Stengel und daran dem Steinklee ähnliche, aber zartere unddazu wohlriechende Blätter, nach der Spitze des Stengels zu sind sie