II. Buch. Cap. 206.
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Lepidium sativum L. (Cruciferae), Garteukresse. Sprengel zieht Lepidiumlatifolium hierher, dem widerspricht aber erstlich das Grössenverbältniss, denn D.nennt sie ein Pflänzchen (ßoTaviov), und Lepid. latifol. ist viermal so gross als Lepid.sativum. Dann wird Gingidion als Synonymum angeführt, welches fiederspaltig ge-theilte Blätter hat, während bei Lepid. latif. dieselben ungetheilt, gekerbt-gesägt,die unteren eiförmig, stumpf, die oberen aus eiförmigem Grunde lanzettlich sind
Plinius XXY 87 sagt, dass kürzlich (nuper) die Iberis von Servilius Damocratesaufgefunden und in Versen beschrieben sei. Damocrates handelt in seinem „Clinicus"von drei Arzneimitteln, darunter von Iberis. Mit dieser Pflanze, sagt Galen X 350,habe ein Arzt in Iberien seinen kranken Freund geheilt und die Pflanze, da er siefrüher nicht gekannt habe, Iberis genannt. Galen sowohl wie viele spätere Schrift-steller halten Iberis und Lepidion für dieselbe Pflanze; Anguillara und Dodonäus(Hist. stirp. 16. Jahrh.) haben schon die Verschiedenheit derselben nachgewiesen.
Das Capitel „Iberis" wird für unächt gehalten und fehlt in den ältesten Co-dices, in der Aldina steht es am Ende des ersten Buches, an durchaus ungehörigerStelle, wohin es von einem späteren Arzte oder Herausgeber eingeschmuggelt ist(vgl. darüber Bauhin et Cherler lib. XXII p. 915 sqq.).
Iberis amara L. (Cruciferae), Bitterer Bauernsenf.
Cap. 206. Ilepi Barpa/ioo. Batrachion. Batrachion, Einigenennen es wilden Sellerie. Von diesem gibt es mehrere Arten, aber siehaben eine Kraft, nämlich eine scharfe und sehr leicht Geschwüre ver-ursachende. Die eine von ihnen hat dem Koriander ähnliche, aber bittere,dabei weissliche und fettglänzende Blätter, eine gelbe, zuweilen purpur-farbige Blüthe, einen nicht starken, eine Elle hohen Stengel, eine kleineweisse, bittere Wurzel mit Nebenwurzeln wie die Nieswurz; sie wächstan fliessenden Gewässern. Es gibt eine zweite Art, sie ist rauhhaariger,hat einen grösseren Stengel und viele Einschnitte an den Blättern; siewächst am meisten in Sardinien und ist sehr scharf, man nennt auch diesewilde Sellerie. Die dritte ist sehr klein und riecht schlecht, die Blütheist goldgelb. Die vierte gleicht dieser, hat eine milchweisse Blüthe. DieBlätter, Blüthen und zarten Stengel haben die Kraft, als Kataplasmenschmerzhafte Geschwüre und Schorf zu bilden. Deshalb bringen sie schorfigeNägel und Krätze weg und entfernen Brandmale, ebenso gewöhnliche unddünn gestielte Warzen und (heilen) die Fuchskrankheit, wenn sie kurzeZeit 1 ) aufgelegt werden. Gekocht bilden sie eine warme Bähung für die,welche von Frostbeulen zu leiden haben. Die Wurzel erregt Niesen,wenn sie trocken fein gestossen in die Nase gebracht wird, lindert auchZahnschmerzen, wenn sie (an die Zähne) gelegt wird, sie zerbröckelt sieallerdings.
') Der C. C. setzt /Xcupa, grün, hinzu.
D. behandelt hier verschiedene Banunculaceen; zuerst Ranunculus asiaticus L.,Asiatischer Hahnenfuss, welcher sehr häufig in Griechenland vorkommt;die zweite Art ist R. languinosus L., Wollhaariger Hahnenfuss, die dritteR. muricatus L., Stacheliger Hahnenfuss, die vierte Ii. aquatilis L., derWasserhahnenfuss.