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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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Die Arzneimittellehre des Dioskurides.

heit der Zähne, Brennen im Magen und in den Eingeweiden und Rheu-matismus; Nieren- und Blasenverletzungen richtet er wieder zu und unter-drückt den Drang zum Beischlaf. Beinahe ebenso wirkt der Saft davonals Trank, indem er auch in Fiebern seine Kraft entfaltet. Ferner wirkter tüchtig gekocht gegen runde Würmer, gegen Blutspeien, gegen Dysen-terie und Hämorrhoiden, gegen Blutsturz und gegen den Biss der Seps.Auch wird er den Augenmitteln mit Yortheil zugemischt. Im Klystierdient er bei Eingeweidefluss oder bei Jucken an der Gebärmutter, alsUmschlag mit Rosensalbe oder Oel bei Kopfschmerzen in Folge vonSonnenhitze, bei Ausschlag auf dem Kopfe mit Wein zum Bestreichen,mit Grütze als Kataplasma bei entzündeten Wunden.

Portulaca oleracea L. (Portulaceae), Portulak.

Cap. 151. llspl 'Aa^apayou. Spargel. Der Felsenspargel,welchen sie Myakantha 1 ) [Einige auch Mys 2 )] nennen, ist bekannt. SeinStengelchen, etwas gekocht und gegessen, erweicht den Bauch und treibtden Urin. Die Abkochung der Wurzeln, getrunken, hilft gegen Harn-verhaltung, Gelbsucht, Milz- und Ischiasschmerzen, und mit Wein gekochtgegen den Biss der Spinne, auch gegen Zahnschmerzen, wenn die Ab-kochung an dem leidenden Zahne behalten wird. In derselben Weisewirkt aber auch der Same, wenn er getrunken wird. Man sagt, dass dieHunde, wenn sie die Abkochung davon trinken, sterben. Einige habenerzählt, dass, wenn Jemand die Hörner des Widders zerhackt und ver-gräbt, Spargel daraus wächst 3 ); mir aber unglaublich. Dieser Spargelnun aber ist ein vielverzweigter Strauch mit vielen langen fenchelähnlichenBlättern und einer runden grossen Wurzel, welche eine Knolle hat.Wenn das Stengelchen von diesem mit Weisswein zerrieben wird, solindert es die Milzschmerzen, gekocht oder gebraten genommen besänftigtes Harnzwang, Harnverhaltung und Dysenterie. Seine Wurzel in Weinoder Essig gekocht beruhigt Verrenkungen. Mit Feigen und Erbsen ge-kocht und genommen heilt sie Gelbsucht, lindert auch Ischiasschmerzenund Harnzwang. Wird sie aber umgebunden 4 ) und ihre Abkochung ge-trunken, so verhindert sie die Empfängniss und macht unfruchtbar.

') Mäusedorn. 2 ) Maus. 3 ) Anders lautet dieses Geopon. XII 18: »Will manrecht viel Spargel haben, so schneidet man die Hörner von wilden Widdern in rechtkleine Stücke, bringt diese in den Boden und bewässert sie. Andere behaupten,man müsse die ganzen Widderhörner in die Erde stecken" u. s. w. Also sollen dieHörner düngen. 4 ) Als Amulett.

D. behandelt zwei Arten Spargel, den an felsigen Orten wild wachsenden undden gebauten. Athen. Deipn. II 62 heisst es: „Man unterscheidet den Sumpfspargel,äanäpafoi; eXeiog, und den Bergspargel, ä. opno;; der schönste wird nicht gesäet unddient gegen alle inneren und äusseren Krankheiten." Schon Cato (De re r. 16) gabausführliche Vorschriften zur Bearbeitung des Bodens, um eine gute Spargelernte