II. Buch. Cap. 125.
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kochung desselben in Wasser bringt Haare weg, sowie Schorf und bösenGrind. Mit Gänsefett als Zäpfchen eingelegt erweicht und erweitert esdas Perimetrium 5 ). Grün aber mit Essig eignet es sich für schlaffe undgeschwürige Stellen; die Abkochung davon hilft gegen Stuhlzwang undübelriechenden Stuhlgang bei Dysenterie. Das Oel daraus mit Myrrheentfernt die Haare und an den Schamtheilen die Narben.
') Ochsenhorn. 2 ) Ziegenhorn. 3 ) Kera'itis, hornähnlich. Die drei Ausdrückebeziehen sich auf die etwa 8 cm langen sichelförmigen Hülsen, dasselbe bedeutetauch das ägyptische Wort Itasin. 4 ) Lotos ist der gemeinsame Name für Klee, wozuauch das Bockshorn gehört. 5 ) toix; 7tepi rr]v Satspav toirou;.
Das Wort xvjXt?, Telis, ein unerklärter Ausdruck, bedeutet bei D. sowohl diePflanze als auch den Samen, letzteren wohl in den meisten Fällen.
Die Heimath des Bockshornklees ist nicht bestimmt. In den Ttecepten desPapyrus Ebers kommt derselbe sehr oft vor. Plinius XVIII 140 hat dieselben Syno-nyma, ausserdem die ächt römische Bezeichnung Silicia. Der Name Foenum graecum,griechisches Heu, weist hin auf die Einwanderung über Griechenland.
Bei den Aegyptem dienten die frischen Schösslinge der Pflanze als Gemüse,die Griechen benutzten die ganze Pflanze als Viehfutter. Die mittelalterlichenApotheker gebrauchten die Samen des Schleimes wegen zur Bereitung des Bleipflasters;jetzt dienen dieselben fast nur noch als Thierheilmittel; sie enthalten ein Alkaloid.Trigonellin.
Trigonella Foenum graecum L. (Leguminosae-Papilionaceae).
Cap. 125. IIspl Aivoo. Lein. Der Lein [die Einen nennen ihnLinokalamis J ), die Anderen Annon, Linon agrion 2 ), die Römer Linomyrum,noch Andere Linum agreste a ), die Afrikaner Zeraphois] ist bekannt. DerSame hat dieselbe Kraft wie der des Bockshorns, er zertheilt und er-weicht jede innere und äussere Geschwulst, wenn er mit Honig, Oel undwenig Wasser gekocht oder in gekochtem Honig aufgenommen wird.Roh mit Natron und Feigen als Umschlag entfernt er Sonnenbrandfleckenu nd Finnen, mit Lauge zertheilt er Drüsen neben dem Ohre und Ver-härtungen; mit Wein gekocht nimmt er fressende und grindartige Ge-schwüre weg. Mit gleichviel Kresse und Honig entfernt er schuppigeNägel. Mit Honig als Leckmittel genommen reinigt er die Brust undlindert den Husten. Mit Honig und Pfeffer gemischt und als Kuchenreichlich genommen reizt er zum Liebesgenuss. Die Abkochung desselbendient als Klystier bei Verwundungen der Eingeweide und der GebärmutterUß d zum Herausbefördern der Excremente; bei Entzündung der Gebär-mutter leistet sie, wie die des Bockshorns, als Sitzbad gute Dienste.
') Flachshalm, zum Unterschiede vom Gewebe, wie auch heute noch der Aus-druck Flachs die Pflanze und die bearbeitete Faser bedeutet. 2 ) Wilder Lein.) Ackerlein.
Der Lein ist eine der ältesten Culturpflanzen. Die Aegypter verwandten diePaser zur Herstellung von Geweben und die Pflanze sowie den Samen als Arznei-wittel. Das Oel aus den Samen scheint man nicht gekannt zu haben, erst Theophrast