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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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fett ist ein gutes Mittel bei Frauenleiden, bei Rissen der Lippe, zur Pflegedes Antlitzes und bei Ohrenleiden. Das Bärenfett scheint die Haare beiFuchskrankheit zu erzeugen, auch bei Frostbeulen wirkt es. Das Fettdes Fuchses dient gegen Ohrenleiden, das der Flussfische, in der Sonnegeschmolzen und mit Honig zusammengemischt und eingestrichen schärftden Blick, das Vipernfett wirkt gegen Schwachsichtigkeit, auch gegen Star,wenn es mit Cedernpech, attischem Honig und Oel zu gleichen Theilen ge-mischt wird. Beim Ausrupfen der Haare in der Achselhöhle macht esdiese leicht ausgehend, wenn es für sich allein frisch an die Wurzeln ein-gerieben wird.

') Die Ptisane von der Grütze abcolirt. 2 ) avaXoyet = eäfrsTst oder dpfiöjst.

Cap. 95. IIspi MosX mv . Mark. Das beste Mark ist das desHirsches, dann des Kalbes, nach diesen das des Rindes, dann der Ziegeund des Schafes. Es wird aber zurecht gemacht in der Zeit des Sommers,welche dem Herbste sich nähert; denn in der übrigen Zeit findet sicheine geronnene Blutmasse und gleichsam leicht zerreibliches Fleisch inden Knochen. Es ist aber schwer zu erkennen, es sei denn, dass Je-mand es selbst den Knochen entnommen und aufbewahrt hat. Alle ArtenMark sind erweichend, lockernd, sie heilen und füllen die Geschwüre aus.Das vom Hirsche eingerieben verscheucht auch wilde Thiere. Weich ge-worden wie Fett, wird es frisch nach Entfernung der Knochen geläutert,Jndem es mit Wasser übergössen, mit einem Leintuche gereinigt undebenso ausgewaschen wird, bis das Wasser rein erscheint. Dann wird esUi einem Gefässe im Wasserbade 1 ) geschmolzen, wobei mit einer Federder obenaufschwimmende Schmutz abgenommen wird, und in ein Beckencolirt; nach dem Erstarren, und nachdem der Bodensatz vorsichtig ab-geschabt ist, wird es in einem neuen irdenen Topfe zum Aufbewahrenweggesetzt. Wenn du es ungeläutert aufbewahren willst, so mache Allesso, wie es beim Hühner- und Gänsefett vorgeschrieben ist.

J ) iv 8ijtX(ü[i.axt.

Cap. 96. Ilspi / oXtjs rcaar]?. Jegliche Art Galle. JedeGalle wird auf diese Weise aufbewahrt: Nimm die frische Gallenblase,lege sie, nachdem du die Oeffnung derselben mit einer Schnur zugebundenhast, in siedendes Wasser und lass sie darin so lange Zeit, als Jemandhaucht, um einen Weg von 3 Stadien r ) zurückzulegen. Dann nimmSle heraus und trockne sie an einem schattigen, nicht feuchten Orte. Diefür die Augenarzneien binde an eine Schnur, gib sie in ein kleines Glas-gefäss mit Honig, indem du das Ende der Schnur am Halse des Gefässesbefestigst, decke es zu und setze es weg. Alle Arten Galle sind scharfund erwärmend, sie unterscheiden sich von einander durch die grössere