I. Buch. Cap. 105.
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zerstört es zwar die Zähne, vertreibt aber die Zahnschmerzen, mit Essigals Mundspülwasser thut es dasselbe. Das Schamglied vor dem Bei-schlafe damit eingesalbt, verhindert es die Empfängniss. Bei Entzündungder inneren Schlundmuskeln (Bräune) ist es ein Einsalbungsmittel undhilft auch bei Mandelentzündungen. Eingeschmiert tödtet es Läuse undWanzen. Gegen den Biss der Hornschlange leistet es als AufschlagHülfe. Gegen genossenen Meerhasen hilft es mit süssem Wein ge-nommen, auch den an Elephantiasis Leidenden ist es heilsam. Als Leck-mittel oder als Salbe reinigt es die Geschwüre an der Lunge und bringtsie in der Gabe eines Bechers geschlürft zur Heilung. Im Klystier an-gewandt tödtet es Spulwürmer und Askariden, zieht auch den Fötusheraus.
Es wird auch ein Oel daraus gemacht, welches vom Harz durchWolle abgeschieden wird, die wie beim Pech während des Kochens darübergespannt wird; es hat dieselbe Wirkung wie das Cedernharz. Insbesondereheilt das Oel, kräftig eingerieben, aber die Räude der Vierfüssler, derHunde und Ochsen und tödtet ihre Zecken, bringt auch die beim Scheerenverursachten Geschwüre zur Yernarbung. Den ßuss desselben macht manwie den des Pechs, er hat dieselbe Wirkung wie dieser. Die Früchtedesselben (d. h. des Baumes) werden Kedriden genannt. Sie haben er-wärmende Kraft, dem Magen sind sie schädlich. Sie helfen bei Husten,Krämpfen, inneren Zerreissungen, Harnzwang, befördern, mit gepulvertemPfeffer genommen, die Menstruation und werden auch gegen genossenenMeerhasen mit Wein genommen. Sie verscheuchen die wilden Thiere,Wenn der Körper zugleich mit Hirschtalg oder Mark eingerieben ist. SieWerden auch den Gegengiften beigemischt.
') Aplysia depilans.
Die Orientirung bei diesem Capitel ist eine recht schwierige, weil die altenGriechen und Römer die Bezeichnungen Ceder und Wachholder — «eSpo? und apy.su-— mit einander verwechselten. Dies sagt schon Theophrast (Hist. pl. III 12, 3):„Es gibt Leute, welche den Arkeuthos (Wachholder) ebenso gut Kedros nennen, höch-stens dass sie durch eine Randbemerkung zu xsSpo? noch 'O'uxeSpo? (Oxycedrus)hinzufügen.* Auch Plinius XIII 52 redet von einer grossen und kleinen Ceder. Dieerstere nennt er Cedrelate.
D. kennt zwei Arten Cedern, eine grosse, den Baum, und eine kleine; diee rstere hält Fr aas mit Recht für Juniperus excelsa M. Biberstein, die kleinere fürJuniperus communis L. Juniperus excelsa kommt noch bis zu 1300 m als 7 m hoherBaum vor, Juniperus comm. ist in Italien häufig, in Griechenland auf die Höhen derBerge beschränkt.
Theophrast (Hist. pl. IV 5, 5 und V 8, 1) rühmt die Ceder, welche in Syriengewaltig hohe und dicke Bäume bilde, xs&po? SsvSpov ev Supla (Pinus Cedrus L.) unda l s Schiffsholz benutzt werde wegen ihres festen, wohlriechenden, der Verwesungwiderstehenden Holzes. Dasselbe bestätigt Plinius XVI 197 betreffs der Cedrelate.Berühmt waren die Cedern des Libanon, welche in der biblischen Geschichte alsNutzholz zu den vornehmsten Bauten dienten.