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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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I. Buch. Cap. 15.

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hielt im Jahre 1601 die Früchte und Blätter einer Pflanze von Garet in London;nach der bei Bauhin et Cherler (lib. XV p. 194) gegebenen Abbildung und Be-schreibung als Amomum Quorundam odore Caryophylli sind es die Früchte vonP'menta officinalis Linde. An derselben Stelle gibt er die gleichfalls illustrirte Be-schreibung von Früchten, die er im Jahre 1605 von J. Pona, Apotheker in Veronaerhalten hatte, als Amomum verum Cardamomi facie sive racemus Indicus. DieSamenschale ist dick und weiss, ungestreift; die Samen sind mit einem zarten Häut-°hen (Arillus) umgeben, schwarz, länglich, doppelt so gross als die von Cardam. minus,glänzend, sehr hart, mit vielem Mark, sie haben eine gewisse Schärfe ohne Bitterkeit.Sprengel neigt der Ansicht zu, das Amomum der Alten sei Cissm vitiginea L.(Umbelliferae), ein kleiner, sich hoch windender Strauch mit zottigen, fast vier-kantigen Zweigen und abwechselnden, am Ende eckigen, fast drei- bis fünflappigen,ln der Jugend beiderseits filzigen Blättern. Die Trugdolden sind graulich, drei-strahlig, die Blüthen röthlich. Die Früchte sind bläulichschwarze, scharf riechendeUll d schmeckende erbsengrosse Beeren. Für Amomis hält er Cissus inodora oderVl elleicht Bryonia dioica. Die Wahrscheinlichkeit lässt sich nicht abstreiten, dass dasAmomum des D. eine Kardomomenart war. Flückiger (Pharmakogn. S. 959) hältdas Amomum verum geradezu die Früchte von Amomum Cardamomum, dielam - Kardamomen mit kugeligen, gerundeten, dreikantigen, lichtgrauen,ruchigen Samen. Diese kamen früher als Cardamomum racemosum in ganzenruchtständen nach Europa.

Cap. 15. Ilepi K ögtod. Kostus. Den Vorzug verdient der ara-bische Kostus, der weiss und leicht ist und einen kräftigen und ange-nehmen Geruch hat. An zweiter Stelle kommt der indische, welcherRunkel ist und leicht wie Ferula. Der dritte ist der syrische, er ist schwer,Y °n buxbaumähnlicher Farbe und durchdringendem Geruch. Am bestenls t der frische, weisse, durchweg volle, dichte, harte, nicht von Würmernan gefressene, der keinen üblen Geruch hat, beissend und brennendSc hmeekt.

Er hat erwärmende, harntreibende, die Menstruation beförderndeKraft und ist bei Gebärmutterleiden heilsam in Zäpfchen, Bähungen undSicherungen. Genossen hilft er den von der Otter Gebissenen, mitein und Wermuth auch gegen Krämpfe und Blähungen; mit Honigwein'eizt er zum Liebesgenuss; mit Wasser aber treibt er den Bandwurm ab.

" Oel als Salbe dient er gegen Fieberschauer vor den Anfällen, und| e gen Lähmungen; mit Wasser oder Honig aufgestrichen vertreibt er die

°nnenbrandflecken. Er wird auch den Salben und Gegengiften zugesetzt.

ltu ge mengen aber die stärksten Wurzeln des komagenischen Alant dar-unter, um ihn zu verfälschen. Die Erkennung ist aber leicht, denn derant hat weder den feurigen Geschmack noch den kräftigen durch-ringenden Geruch.

... -D' sagt nicht, was er unter Kostus versteht, nimmt vielmehr als selbstver-Ko * 1 an > dass die Wurzel gemeint sei. Theophrast (De odor. 28) bemerkt zu°stus: ^enn so nennen sie die Wurzel." Als Heimath werden Arabien, IndienD Syrien genannt; richtiger sagt Plinius XII 118: -Die Wurzel des Kostus hat