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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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110 Hopsen.

Zäunen, an Gebäuden und in Wäldern, er blüht imMai und Juni. Die Beeren reifen im September.Dieser Strauch oder Baum hat ein sehr schönes, weißes,mildes Mark in seinen Zweigen und eine graue, warzigeRinde. Die Beeren find rund, schwarz und von derGröße einer kleinen Erbse, mit der vertrockneten Narbegekrönt.

Anwendung: Das Holundermus, welches ausden Beeren bereitet wird, ist bei Erkältungen sehr zuempfehlen; bei zu reichlichem Genusse wirkt es abführend.Gegen leichte Verbrennungen, bei denen die Haut nochaus der Brandstelle sitzt, lege man die grüne Holunder-rinde auf, wodurch alle Übeln Folgen schnell verschwinden.Gegen Kopfweh befeuchte man Holunderblüte mit etwasWein oder Essig und binde dies um die Stirne. GegenSchlaflosigkeit mit oder ohne Kopfschmerz tauche manein Tuch in ein Gemisch von Laktuken- und Holunder-wasser und lege es auf die Stirne. Die Beeren werdenauch zum Rotfärben des Weines, der Saft der Blätterzum Gelbfärben des Sattlerleders gebraucht.

Hopfen (önmulug iuxulus )

Gemeiner Hopfen, Bierhopfen, Heckenhopfen,Fimmelhopsen, Samenhopfen.

Der Hopfen gedeiht am besten in sandigen Ebenen;er muh eine gegen Sturm geschützte Lage haben. Dieseausdauernde Schlingpflanze erreicht eine Länge von3040 Fuß. Die Fortpflanzung geschieht durch Wurzel-cusschläge, am besten von jungen Pflanzen. Die Hopfen-ernte ist Ende August oder anfangs September.

Anwendung: Der Hauptnutzen des Hopfens be-steht in seiner Anwendung zur Bierbereitung. In derHeilkunde wird er bei Verdauungsschwächen, Wassersuchtund Quetschungen angewendet. Hopfen in Wein ge-iotten ist gut gegen die Gelbsucht. Die jungen Sprossendes Hopsens werden im Frühjahr als Gemüse gegessen.